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Test: ESI Amber i2, i4, Audiointerfaces

Tadellose Audiointerfaces für Einsteiger

18. August 2025
esi amber i2 i4 audiointerface test

ESI Amber i2, i4, Audiointerfaces

Die ESI Amber i2 und i4 Audiointerfaces bieten hohe Audioqualität bei sehr durchdachten Features, besonders das flexible Monitoring spricht mich sofort an.

Kurz & knapp

  • Flexible Monitoring-Optionen: Der integrierte Monitormix mit stufenloser Mischung aus Direct- und DAW-Signal ist einzigartig in dieser Preisklasse.
  • Gute Klangqualität: Beide Interfaces liefern professionellen Sound für Einsteiger und Fortgeschrittene.
  • Praxisgerechte Ausstattung: MIDI-I/O, zwei Class-A-Preamps und Loopback-Funktion decken viele Anwendungsbereiche ab.
  • i4 mit Mehrwert: Zwei Kopfhörerausgänge und zusätzliche Ein-/Ausgänge machen das i4 zur zukunftssicheren Wahl für kleine Studios.
  • Starke Software-Beigaben: Bitwig, Cubasis LE, Wavelab LE & Co. bieten einen gelungenen Einstieg ins Recording.

Bewertung

Esi Amber i2 und i4

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Bewertung des Autors
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ESI Amber Audiointerfaces i2 und i4

Die ESI Amber Audiointerfaces haben in ihrer Preisklasse wirklich harte Konkurrenz. Warum also sollte ein Einsteiger auf genau diese Interfaces zurückgreifen, wenn es doch bewährte Geräte von Focusrite, Universal Audio oder Arturia gibt? Nun, dazu schauen wir uns die beiden Testkandidaten mal in Ruhe an und ich verspreche die eine oder andere kleine Überraschung.

Die Spezifikationen der beiden Interfaces

Hier in Kürze und ohne langes Geschwafel die wichtigsten Eckdaten, die sich die beiden ESI Amber Audiointerfaces teilen:

  • USB-C-Anschluss mit Bus-Power
  • optionale 5 V externe Stromversorgung (z. B. bei Verwendung mit mobilen Devices)
  • 2 Class-A Mikrofonvorverstärker
  • 2 Hi-Z Instrumenteneingänge als Kombibuchsen
  • symmetrische 6,3 mm Line-Eingänge
  • symmetrische 6,3 mm Line-Ausgänge
  • AD- und DA-Wandler mit 115 dB(A) Dynamikumfang
  • 48 V Phantomspeisung pro Eingang getrennt schaltbar
  • 2 bidirektionale MIDI-Anschlüsse
  • LCD-Anzeige
  • Advanced Direct Monitoring, um den Pegel aller Eingangssignale direkt und unabhängig an der Hardware zu steuern und mit DAW-Signalen zu mischen
  • Ein-/Ausschalter
  • virtuelle Kanäle und Loopback

Beim Auspacken fällt die leichte und kompakte Bauweise der beiden Geräte auf. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, ebenso die Regler auf der Frontplatte. Im Tonstudio stellt das kein Problem dar, wenn man allerdings mit den Geräten unterwegs ist, sollte man schon auf eine schützende Verpackung zurückgreifen, um Beschädigungen vorzubeugen.

Esi Amber Audiointerfaces Front

Die Esi Amber Audiointerfaces unterscheiden sich in der Front nur durch den zweiten Kopfhörerausgang des i4

Das ESI Amber i4 unterscheidet sich vom i2, neben der Größe der Geräte, auf den ersten Blick durch das Vorhandensein von zwei unabhängig regelbaren Kopfhörerausgängen beim i4, wo das i2 nur einen vorhält. Dementsprechend ist das Gehäuse des i2 auch um exakt eine Buchsenbreite schmaler. Deutlicher wird der Unterschied auf der Rückseite.

Während das i2, neben sonst völlig identischen Anschlüssen auf der Rückseite, lediglich zwei Line-Ausgänge bietet, mit denen man die Studiomonitore bespaßen kann, verfügt das Amber i4 zusätzlich über zwei zusätzliche Line-Ausgänge und zwei Line-Eingänge, die komplexere Routings ermöglichen und die Vielseitigkeit des i4 gegenüber dem kleineren Geschwisterchen deutlich erhöhen.

Inbetriebnahme und Firmware-Update

Am Mac werden das ESI Amber i2 und das Amber i4 sofort erkannt und die Geräte sind sofort einsatzbereit. Für Windows-User wird auf der Homepage ein Treiber angeboten, der die volle Nutzung der Möglichkeiten der Geräte garantiert.

Für jedes Modell gibt es zusätzlich eine Software, die die Bedienung der Interfaces am Bildschirm ermöglicht. Gute Sache, denn das Display ist recht klein und im Grenzbereich meiner Gleitsichtbrille schwer zu interpretieren. Die Aussteuerungsbalken sind zwar gut zu erkennen, für die Beschriftung darunter muss ich allerdings schon die Brille abnehmen und mich dichter ans Gerät bewegen.

Esi Amber Audiointerfaces Back

Auf der Rückseite ist beim i4 deutlich mehr los, zwei zusätzliche In- und Outputs machen komplexere Routings möglich

Ist die Software installiert, werden alle wichtigen Parameter und auch die Balken deutlich sichtbar. Die Funktionen der Regler am Gerät übernehmen jetzt Fader, die per Maus bedient werden können. Auch ein Firmware-Update ist über die Software problemlos aufspielbar, hier wird der User durch alle Schritte geführt und wenn der Strom nicht gerade ausfällt, ist das eine easy Angelegenheit.

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Für professionellere Anwendungen gibt’s auch Dante-taugliche Produkte von ESI:

Im Lieferumfang der Interfaces ESI Amber i2 und i4 sind zwei gängige USB-Kabel enthalten, einmal auf USB-C und einmal auf USB-A. Beide Kabel können sowohl für Datenübertragung als auch für die Stromversorgung genutzt werden. Das ist nicht immer so, deshalb erwähne ich es extra. Die Geräte sind also schnell und unkompliziert einsatzbereit, machen wir den Praxischeck und kümmern uns um …

Die Bedienung der ESI Amber Interfaces: Praxis

Die Bedienung von ESI Amber i2 und Amber i4 ist intuitiv und wer schon mal ein Audiointerface in Hand hatte, kommt hier sofort klar. Für Neulinge empfiehlt es sich, die beigelegte Anleitung genau zu lesen, die auf Englisch und Deutsch beiliegt. Denn so ganz ohne wird der Einsteiger mit den Einstellungen nicht klarkommen. Das betrifft vor allem das Amber i4, denn hier sind durch die zusätzlichen Ein- und Ausgänge recht kreative Routings möglich.

Esi Amber Audiointerfaces Software

Die Software der Esi Amber Audiointerfaces i2 und i4

Generell gibt das Gerät per Display Rückmeldung, wenn etwas geschaltet wird. Ändert man etwa den Input von Line auf Mic, ist das Mic-Symbol unter der Kanalanzeige rot hinterlegt. Der große, orangefarbene Knopf dient als Enter-Taste und als Mastervolume-Regler, wobei das Mastervolume durch einen horizontalen weißen Balken im aktiven Ausgangskanal angezeigt wird. Das ist gut und übersichtlich.

Der oben schon angeteaserte Minitor-Mix ist wirklich interessant und mir ist kein Gerät in dieser Preisklasse bekannt, das solch einen Luxus bietet. Durch Drücken des Monitoring-Buttons links neben dem Display wird der Monitor-Screen aktiv. Man kann auch direkt am „Selecct-Regler“ drehen, dann schaltet das Display ebenfalls um.

Jetzt sieht man alle verfügbaren Eingänge, beim Amber i4 sind das vier, beim Amber i2 natürlich nur zwei. Jeder Kanal kann nun per Select, Enter und orangefarbenem Lenkrad in der Lautstärke reguliert werden. Beim Amber i4 können diese Eingänge noch auf die Ausgänge 1+2 oder 3+4 geroutet werden.

Esi Amber Audiointerfaces i2 Mix

Der Monitormix-Regler beim i2 – Direct in, DAW oder beides. Stufenlos.

Drehen am Mix-Regler bewirkt jetzt, dass das Monitor-Signal zwischen direktem Eingang und dem Signal aus der DAW gemischt werden kann. Standardmäßig steht der Mix auf 50/50, bei Rechtsdrehung des Reglers fadet das Direktsignal aus, bei Linksdrehung das der DAW. Wer eins der ESI Amber Audiointerfaces mobil für die Produktion von Podcasts nutzt, wird diese Option schätzen lernen.

Mit dem iPhone 16 funktionieren beide Interfaces problemlos, vorausgesetzt, man bringt eine externe Stromquelle mit. Kein Problem, denn ein USB-C-Kabel für die Verbindung zum Smartphone ist dabei, ein USB-C auf USB-A-Kabel für alle herkömmlichen Netzadapter ebenso.

Das kleinste und günstigste Audiointerface aus der Amber-Serie:

In der Software ist es möglich, bis zu acht unterschiedliche Szenen („Snapshots“) zu speichern und wieder aufzurufen. Das ist großartig, denn wenn man an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitet, können die Einstellungen des vorherigen Projekts einfach wieder geladen werden. Großes Plus an dieser Stelle! Die Möglichkeit, Playbacks zu verarbeiten, macht die ESI Amber Audiointerfaces zu genialen Partnern beim Streaming.

Alternativen zu den ESI Amber i2 und Amber i4

Ich nutze seit mehreren Jahren gern und ausgiebig mein Universal Audio Volt 476. Das zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, im Input direkt einen äußerst musikalischen Kompressor auswählen zu können. Am ehesten ist das UA mit dem ESI Amber i4 vergleichbar. Das hat zwar keinen integrierten Kompressor, dafür aber die Möglichkeit des flexibleren Monitorings, was beim Volt 476 leider nicht so ganz optimal gelöst ist.

Die Bedienbarkeit ist beim UA deutlich besser, weil die Regler nicht so nah beieinander liegen und vor allem die beiden Input-Level-Regler haptisch einfach eine bessere Kontrolle bieten. Beide Geräte sind preislich vergleichbar, aufgrund der besseren Monitoring- und Routing-Optionen und des gelungenen Interfaces für Mac und PC würde ich mich allerdings jetzt für das ESI Amber i4 entscheiden, zumal dies noch einen weiteren Kopfhörerausgang mitbringt, der mir beim UA Volt 476 oft fehlt. Ein LED-Display brauche ich nicht unbedingt, aber das Monitor-Routing bei Amber i4 ist schon genial.

Welches Audiointerface für wen?

Wer absolut neu im Bereich der Audiointerfaces ist, dem empfehle ich das Amber i2, hier kann man einfach und schnell zum gewünschten Ergebnis kommen, ohne sich in Routings zu verzetteln. Wer ein paar Euro mehr auf Tasche hat, sollte allerdings zum Amber i4 greifen, denn die erweiterten Möglichkeiten des Signalroutings und das deutlich gewinnbringendere Monitoring rechtfertigen die paar Euro ohne jeden Zweifel.

Wer einfach nur mit Smartphone, Interface und Mikros unterwegs ist, um Podcasts oder ähnliches aufzunehmen, dem reicht das Amber i2 locker. Wer sein kleines Heimstudio aufbauen will und ein wenig zukunftsorientierter plant, sollte die 60,- Euro, die das Amber i4 mehr kostet, einfach investieren, denn hier sind wirklich sinnvolle Routing-Optionen möglich.

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Mehr Informationen

Bleibt zu erwähnen, dass mit dem Erwerb eines ESI Amber Audiointerfaces eine Menge Goodies geliefert werden. Für Einsteiger sicherlich interessant ist die Lizenz für Bitwig Studio. Amplion ist für Gitarristen spannend, ich hab das Ding vor einer Weile getestet. Cubase Wavelab in der LE-Version ist ebenfalls enthalten. Cubasis LE 3 ist für Einsteiger eine wirklich gute DAW und wer seine Bandproben demnächst online stattfinden lassen möchte, kann sich mit JackTrip schon mal 3000 freie Minuten sichern.

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Fazit

Die ESI Amber Audiointerfaces i2 und i4 machen eine verdammt gute Figur und brauchen den Vergleich mit Platzhirschen von UA, Focusrite oder Arturia nicht zu scheuen. Ganz im Gegenteil, das wohl bislang einzigartige Feature des Monitor-Mixes am Gerät dürfte die Konkurrenz eher alt aussehen lassen.

Die Soundqualität ist über jeden Zweifel erhaben und die Möglichkeit, das Interface auf dem Computerbildschirm zu steuern, macht das ESI-Gerät zur ernsthaften Alternative zu eben genannten Geräten. Well done, ESI!

Plus

  • Klangqualität
  • Routing-Optionen
  • Monitor-Mix am Gerät möglich
  • Software-Steuerung möglich und gut durchdacht
  • bis zu acht Snapshots von Routings möglich
  • umfangreiches, sinnvolles Software-Paket

Minus

  • Display sehr klein
  • Beschriftung am Gerät bei schlechten Lichtverhältnissen nicht gut lesbar

Preis

  • ESI Amber i2: 189,- Euro
  • ESI Amber i4: 249,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Jan Steiger RED

1972 geboren, von der Gitarre Anfang der 80er gefunden worden. Im Team von Amazona seit 2018, immer neugierig auf neues Equipment und froh, so viel neues Zeug ausprobieren zu dürfen. Bekennender Kemper-Fan und InEar-Fanatiker. Save your ears, you crazy fools!

 

Forum
  1. Profilbild
    VerMona74 AHU

    Hallo, danke für den Test.
    Beim ersten Betrachten fällt eine gewisse Ähnlichkeit mit den MOTU M Interfaces auf.
    Aber eben nur auf den ersten Blick.
    Herzliche Grüße
    V.

  2. Profilbild
    Bave the Dutcher AHU

    Boah, 5 mal wie billig alles grad beim T ist find ich ziemlich nervig. Bitte schaut dass ihr eure treue Leserschaft nicht vollkommen mit Ads zumüllt, sonst sehe ich schwarz für diesen von mir verehrten Kanal. Wir sind ja hier nicht auf Gearnews. . . Oder?

    • Profilbild
      Dirk Matten RED

      @Bave the Dutcher Selbst ein Printmagazin jeglicher Couleur besteht i.d.R. aus mindestens 30 % Werbung. Amazona.de ist kostenlos und die hier platzierte Werbung hat weitestgehend mit der Produktkategorie zu tun, in die die getesteten beiden Geräte fallen, dient somit u. a. auch zum Vergleich und zur Information.

      • Profilbild
        Bave the Dutcher AHU

        @Dirk Matten Jein. Printmedien sind mit Werbung verschiedenster Anbieter voll, das dient dann zum Vergleich. Werbung als recherchierte Artikel zu verschleiern find ich nicht sooo toll, nachdem ja reguläre Werbebanner ohnehin on Top aufpoppen und zwischendrin sind…. Wenns ab und zu ist, ist auch nicht so schlimm, allerdings find ichs jetzt schon halbwegs dominant.

      • Profilbild
        Bave the Dutcher AHU

        @Dirk Matten und ich meinte nicht nur den Artikel hier,sondern die weiteren Werbe-Artikel auf Amazona…. Ich hoffe euch nicht zu sehr zu vergrämen, aber ein Feedback wollte ich euch da lassen. Grüße!

  3. Profilbild
    85mk7

    Sicherlich ein schönes Gerät mit guter Funktionalität – aber so richtig innovativ und besonders erscheint es dann auf den zweiten Blick doch irgendwie nicht.

    Zumal mir folgende Zeile im Artikel etwas aufgestoßen ist: „Der integrierte Monitormix mit stufenloser Mischung aus Direct- und DAW-Signal ist einzigartig in dieser Preisklasse.“

    Ich weiß nicht – selbst mein älteres Behringer UMC404HD Interface für die Hälfte des Neupreises des Amber i4 besitzt einen nahtlosen Mix aus Direct und DAW Signal. Ganz so einzigartig empfinde ich dieses Feature daher nicht… man sieht es nur bei vielen der sonst gängigen Interfaces kaum.

    Mit 32bit Float sähe die Sache dann nochmal anders aus – damit kann man meines Erachtens heute eher noch Leute zum Umstieg bringen – aber da man auch hier auf 24Bit begrenzt bleibt- halten sich die Habenwollen-Reflexe zumindest bei mir im Rahmen.

  4. Mehr anzeigen
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