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Test: ESI, MAYA44 XTe, PCIe-Audiointerface

Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden mit dem für das Geld Gebotene, es dürfen eben auch nicht zu hohe Maßstäbe angelegt werden. Negativ aufgefallen ist mir, dass bei der Aufnahme über das Rode NT2 der Eingang extrem ‚heiß‘ war. Bei 30cm Abstand zum Mic und einer Einstellung von 0dB Verstärkung im Control-Panel ging der Pegel bis -0,41 dBFs rauf – das wird ein Problem, möchte man lautere Schallquellen nah mikrofonieren! Ebenso heiß war der Instrumenten Eingang. Eine Standard Stratocaster mit voll aufgedrehtem Volume in Pickup-Position 2 brachte den Eingang schon zum Clippen. Humbucker-Gitarren oder gar aktive E-Bässe können gar nicht vernünftig aufgenommen werden ohne vorhergehende Abschwächung. Es gibt eben im Control-Panel keine Möglichkeit, die Eingang unter 0dB anzusteuern.

Fazit

Für den Preis finde ich das Gebotene in Ordnung. Die Zielgruppe ‚DJ‘ dürfte auch rundum zufrieden sein. Der Vorteil der Karte liegt vor allem in der Flexibilität. Entweder 4 Eingänge und 4 Ausgänge oder Kombinationen mit E-Gitarre und Mikrofonen. Somit auch für angehende Producer eine interessante Alternative. Ein Pluspunkt ist die zuschaltbare Phantomspeisung, wozu man allerdings ein Kabel von Stereo-Klinke (symm.) auf XLR (symm.) braucht, was es so von der Stange selten gibt. Man zahlt mehr für Konnenktivität und Flexibilität als für den Klang.
In puncto Bedienung hingegen keine Einwände. Sehr logisch aufgebaut und einfach zu bedienen ist die Maya. Das DirectWIRE ist eine hervorragende Idee und wurde vorbildlich umgesetzt. So ist man von den Treiberbegrenzungen verschiedener Programme unabhängig. Bei der Installation war ich hingegen ’not amused‘. Beachtenswert ist die große  Auswahl an Plug-ins und Cubase5LE, welche alle zwar nicht zur Oberklasse gehören, mit denen man aber sofort loslegen kann. Alles in allem eine flexible Lösung und einfach zu bedienen, auch wenn der Klang semi-professionellen Ansprüchen nicht genügen dürfte.

Plus

  • flexible Anschlussmöglichkeiten
  • umfangreiches Softwarepaket
  • einfache Bedienung
  • Kontrolle von Audiostreams verschiedener Treiber
  • Preis/Leistung

Minus

  • Hardwaretests im unteren Bereich
  • Klang etwas undifferenziert
  • Installationsroutine umständlich
  • zu heißer Mikrofoneingang für Kondensatormiks
  • zu heißer Instrumenteneingang

Preis

  • UVP: 179,- Euro
  • Straßenpreis: 129,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    Zitat: Die Karte wird über einen PCIe Steckplatz ausschließlich in PCs betrieben.

    und

    Die XTe lässt sich auf WinXp, Vista, Windows 7 und Mac OS X installieren.

    Zitat Ende

    Lässt mich ratlos zurück. Heisst PC Personal Computer und bezeichnet Macs und PCs oder ist PC die Bezeichnung für einen Rechner mit Win OS, dann stimmt das nur nicht oder das OSX nicht.

    • Profilbild
      Stefan N.  AHU

      „Unterstützung von Microsoft Windows XP / Vista 32-bit / Vista 64-bit / 7 32-bit / 7 64-bit und Mac OS X“

      Zitat von der Produktseite

  2. Profilbild
    sat-ing

    Hi,

    habe die MAYA44 XTe seit ca. 2 Monaten in Betrieb, zuerst unter Win XP und nun unter Win 7. Die Installation der Treiber verlief unter beiden Betriebsystemen ohne Probleme, eventuell hätte der Tester wenigstens SP3 auf seinem Testsystem installieren sollen!!!

  3. Profilbild
    Lopez  

    Als Info:
    Ich habe die Maya44e (also den „Vorgänger“). Unter Win7 64Bit gibt es immer ein leises „klicken“, wenn der Sound eines Samples oder Synths gänzlich ausgeklungen ist. Es klingt ein wenig so, als ob der Audioausgang in dem Moment „Aus“ geschaltet werden würde.
    Das passiert nur unter Win7 x64 und ASIO. Im WDM Modus passiert das nicht.

    Im Forum haben sich mehrere Leute dazu gemeldet und das bestätigt(!) – der Hersteller reagiert aber nicht drauf bzw sagt, es wäre ein Anwenderfehler.

    Aber wie gesagt, es ist der Vorgänger zu dieser Karte hier!

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