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Test: ESP Iron Cross SW, E-Gitarre

ESP Iron Cross SW – in der Praxis

Von großem Interesse ist natürlich zunächst, wie weit die Hals-Pickups den Hetfield-typischen Punch bei einer Rhythm-Guitar transportieren. Gespielt wird in den Hörbeispielen über einen Laney Lionheart Combo, abgenommen mit einem Shure SDM57 und einer Focusrite Scarlett Solo. Wir beginnen mit dem Zerrkanal und dem EMG-Pickup am Hals.

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Cremiger Punch, ein angemessenes und differenziertes Sustain, das ungemein transparent anmutet! Und auch hier gilt: Die EMGs verdienen ihren Namen zurecht! Der satte Sound erinnert ein wenig an das EMG 81 und 85er Set, wobei Hetfields „To-go-Kombination“ über weite Strecken hinweg ein EMG 81 bridge/60 Neck-Set war. Einer der Hauptunterschiede des EMG JH Sets vor allem zu den EMG 60s sind die Pole aus Keramik, was sich deutlich in der Klarheit des Sounds niederschlägt.

Verwenden wir im Anschluss den Steg-Pickup, zeigt sich, wie viel Biss die ESP Iron Cross SW raushauen kann – griffig, differenziert und präzise. Für Leads ebenso geeignet wie für Rhythm-Sounds im mittenlastigen Bereich. Es muss also nicht immer halsbrecherischer Thrash sein, nur weil James Hetfield draufsteht.

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Doch auch thrashige Klänge entlockt man der ESP Iron Cross SW mit links. Auffällig ist hierbei, dass der Einsatz beider Pickups im Vergleich zum Hals-Pickup einen keineswegs schwächeren Punch packt und beim Sustain offener Akkorde einen Tick beständiger ist.

Kommen wir zu den cleanen Klängen – und da ist speziell beim Hals-Pickup eine geradezu atemberaubende Klarheit und Wärme zu spüren. Da soll mal einer sagen, EMG könne nur Pickups fürs Brettern liefern. Da es sich um James Hetfield Signature Pickups handelt, ist hier auch eine gewisse Identität unvermeidlich – Assoziationen an das „One“ oder auch „Nothing Else Matters“ Feeling sind selbstredend vorhanden …

Auch bei beiden Pickups ist der cleane Sound über alle Zweifel erhaben. Natürlich mit einer kleinen Ecke mehr Biss, offenbart sich hier jedoch ein weiteres Soundjuwel, das die ESP Iron Cross SW hervorbringen kann. Der Biss bleibt immer präzise und transportiert den Treble, ohne jemals kratzig oder schwach anzumuten.

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Fazit

James Hetfield hat schon viele Signature-Modelle besessen. Die Snakebyte und die Vulture waren beides Gitarren, die insgesamt an Hetfields und Metallicas wilde Zeiten erinnerten – martialisches Design und bissige Pickups. Die ESP Iron Cross SW James Hetfield Signature dürfte wohl für einen „erwachseneren“ Hetfield stehen, der die rohen, ungezügelten Gesten der Vergangenheit nicht mehr benötigt. Ist der Sound deshalb gezähmt? Keineswegs. Vor allem den fantastischen Pickups ist es geschuldet, dass hier eine Bandbreite aufgefahren wird, auf die man bislang vergeblich gewartet hat.

Die bisherigen Signature-Modelle waren vor allem bissige, angriffslustige Äxte, der Iron Cross wiederum ein absoluter Allrounder. Lohnt sich aber deshalb gleich die Zulegung des Premium Modells? Nun, man darf sich keine Illusionen machen – die Unterschiede liegen im Detail. Wer auf einen hochwertigeren Sattel, einen Ashtray-Deckel für das Batteriefach und eine hochwertigere Stimmmechaniken Wert legt und gleichzeitige das nötige Kleingeld mitbringt, für den liegen die Dinge klar. Aber das Premiummodell steht natürlich auch für ein authentifiziertes Stück Geschichte, was einen nicht unerheblichen Teil des Preises ausmacht.

Plus

  • fantastischer Klang
  • makellose, hochwertige Verarbeitung
  • hohe Bandbreite des Sounds

Minus

  • fragwürdiges Design
  • sehr hoher Preis nur bedingt gerechtfertigt

Preis

  • Ladenpreis: 5249,- Euro
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Klangbeispiele
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