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Test: ESP LTD GT-600 BK, E-Gitarre

Pickups und Hardware der ESP LTD GT-600 BK

Die beiden EMG Pickups an Hals- und Stegposition sind identische Modelle und sitzen in einem Pickguard aus gebürstetem Aluminium. Sie basieren auf dem Model 81 und wurden an den persönlichen Geschmack von Glen Tipton angepasst. Und das nicht nur in technischer Hinsicht, sondern durch die blutrot eingefärbten Kappen offensichtlich auch in optischer. Sie werden über einen Dreiwegeschalter ausgewählt, der die Schaltungsmöglichkeiten Halspickup, beide Pickups oder Stegtonabnehmer erlaubt, ein einsames Volumepoti komplettiert die elektrische Schaltung.

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Das Blutrot der beiden Tonabnehmer erstreckt sich weiter als Binding für die Ränder des Ebenholzgriffbretts und der Kopfplatte, deren LTD Schriftzug ebenfalls rot eingefärbt wurde. Trotz des Locking-Sattels zur Arretierung der Saiten besitzt die ESP LTD GT-600 BK an ihrer Kopfplatte zusätzlich weitere sechs Klemmmechaniken, um Verstimmungen beim Einsatz mit dem Vibrato keine Chance zu geben. So lautet zumindest die Theorie und das Ganze wirkt auch zunächst recht solide – solange man nicht in Versuchung gerät, das Vibratosystem benutzen zu wollen. Womit wir auch schon beim Kahler-Vibrato angelangt wären.

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— Konnte sich trotz einiger Vorteile nie richtig durchsetzen – das Kahler Vibrato —

Das Kahler Vibrato – clever Alternative zum „Foyd Rose Imperium“?

Normalerweise würde ich jetzt hier eine ganz dicke Lanze für das Kahler-System brechen, wären da nicht die zwei Schwachstellen im System unseres Testinstruments – und das sind der Klemmsattel und die Mechaniken. Doch zunächst einmal ein paar Worte über dieses Vibratosystem, das irgendwie nie ganz aus dem Schatten des „übermächtigen Floyd Rose“ heraustreten konnte. Dabei bietet es einige Vorteile und lässt sich auch ohne das Durchfräsen des Korpus, wie es bei dem Großteil der Vibratosysteme ja notwendig ist, auf fast jeder beliebigen E-Gitarre anbringen.

  • Es besteht die Möglichkeit, jeden Saitenreiter individuell in der Höhe zu justieren und zusätzlich auf der Achse auch in seiner Breite, um die Saiten perfekt über den Polepieces der Pickups und dem Griffbrett auszurichten.
  • Die Oktavreinheit der Gitarre kann unter vollem Saitenzug eingestellt werden – bei Floyd Rose Systemen eine zum Teil sehr zeitaufwendige Angelegenheit …
  • … genauso wie das Einstellen der Zugkraft zwischen dem Vibratoblock und den Saiten. Auch das gestaltet sich beim Kahler-System wesentlich komfortabler.
  • Der komplette Vibratoblock kann mit einer kleinen Madenschraube arretiert und so zu einer festen Brücke gemacht werden.

Hört sich erst mal sehr gut an, oder? Ich erinnere mich noch sehr gut an die Heavy-Klampfen der 80er Jahre, als der Wettstreit zwischen Floyd Rose und Kahler in vollem Gange war. Beide Systeme waren damals absolut stimmstabil auf Gitarren von Kramer, Hamer oder Jackson/Charvel zu finden, selbst bei heftigster Benutzung des Whammy Bars gab es nie Probleme. Doch die Zeiten haben sich geändert, so scheint es. Und damit ab zum Praxisteil mit der ESP LTD GT-600 BK.

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