Test: ESP LTD M-1000 Ebony SW, E-Gitarre

27. März 2016

Schwarze Seele trotz weißer Weste

Auch in der Mittelklasse von ESP/LTD ist permanent Bewegung drin. Die in Korea gefertigten Instrumente des japanischen Traditionsherstellers besitzen einen guten Ruf in der Szene, einige Modelle der LTD Deluxe Serie stehen den weitaus hochpreisigeren Original ESPs in kaum was nach. Auch die Formen- und Farbenvielfalt sowie die Bestückung mit Hardware und Pickups ist ähnlich wie bei den Originalmodellen sehr vielfältig, sie kann aber auch sehr nüchtern sein, wie es bei der ESP LTD M-1000 Ebony SW der Fall ist. Doch hinter der schlichten Optik verbirgt sich eine Gitarre, die im mittleren Preissegment für ordentlichen Aufruhr sorgen dürfte. Schauen wir uns das Schneewittchen mit der schwarzen Seele mal genauer an!

 

Front

— Die ESP LTD M-1000 Ebony SW —

 

Facts & Features

Die ESP LTD M-1000 Ebony SW bekommt man vom Händler direkt so in die Hand gedrückt – ein Gigbag oder gar ein Case befinden sich leider nicht im Lieferumfang. Das ist schade und wundert etwas, denn beim großen Kollegen mit dem „I“ am Anfang des Namens werden deren Mittelklasse Instrumente sogar gut verpackt in einem stabilen Softcase (samt Inbusschlüsselknochen) ausgeliefert. Also sollte man gleich etwas mehr Budget einplanen, um der LTD M-1000 einen sicheren Transportschutz zu spendieren.

Als Basis für den strahlend weiß lackierten Korpus dienen zwei Stück Erle, die an einen durchgehenden Ahornhals angeleimt wurden. Diese „Neck Thru“ Konstruktion hat bei ESP von jeher Tradition und sorgt neben einer erhöhten Stabilität natürlich auch für einen satten Aufschlag in Sachen Sustain. Und das kann man ja immer gut gebrauchen!

Der Hals-Korpus-Übergang wurde extrem homogen geformt und zusammen mit dem sehr weit ausgeschnittenen Cutaway ergibt sich so eine mühelose Erreichbarkeit aller 24 Bünde. Die sind natürlich artgerecht im Extra-Jumbo-Format ausgefallen und wurden zudem handwerklich perfekt in das Ebenholzgriffbrett eingesetzt und unspürbar abgerichtet.

Fretboard

— Perfekt verarbeitetes Ebenholzgriffbrett mit Typbezeichnung als Perlmutteinlage im 12. Bund —

Zur Orientierung beim „Rumflitzen“ auf dem Griffbrett dienen Perlmutteinlagen, die in ihrer Form glatt als stilisierte Haiflossen durchgehen könnten. In der Oktavlage sitzt jedoch ein rechteckiges Stück Perlmutt, das zugleich auch die Typbezeichnung der Gitarre trägt.

 

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hallo Stephan, meine SIX70 vom großen „I“ hatte auch kein Case. Der Grund ist sicher, den Preis günstiger aussehen zu lassen, aber es ist dann bei manchen Formen nicht leicht, etwas Passendes zu finden. Viele Grüße und noch frohe Ostern Andreas

    • Profilbild
      Stephan Güte  RED

      Hi Andreas,

      ich bin und bleibe bei der Meinung, dass bei einer Gitarre für rund nen Tausender zumindest ein Gigbag dabei sein dürfte :) Sebst bei den China/Korea Ibanez der unteren Preisklasse gab es sowas jahrelang. Zum Glück besitzt die LTD Testgitarre weitestgehend „normale Formen“, daher dürfte ein Case finden kein Problem werden. Eine wirklich klasse Gitarre, wie ich finde!

      Viele Grüße!

      Stephan

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