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Test: ESP RZK-I Richard Z. Kruspe Burnt, E-Gitarre

22. Januar 2013

ESP RZK-1

Für die einen ist es eine perfekte und mitreißende Show, für die anderen schlichtweg primitiv und gewaltverherrlichend. Die Rede ist vom deutschen Exportschlager Rammstein, deren Musik und auftreten zweifellos polarisiert. Mag man davon halten, was man möchte, eines ist aber sicher: Der Sound der Gitarrenfraktion bei Rammstein sucht in Sachen Druck und Durchschlagskraft ihresgleichen. Dafür sorgen die zwei Männer an den Drähten, nämlich Paul Landers und Richard Z. Kruspe, dem eigens von ESP ein Modell auf den Leib geschneidert wurde. Doch nicht nur das, mittlerweile gibt es sogar eine RZK-II, deren Test wir ganz sicher schnellstmöglich nachliefern werden. Doch hier und heute geht es zunächst um das erste Modell, die ESP RZK-I Richard Z. Kruspe Burnt, welches schon beim ersten Anblick den Betrachter (nicht nur wegen des Preises) in demütige Ehrfurcht versetzt und sogar mittlerweile schon zum Sammlerobjekt herangereift ist.

-- Die ESP RZK-I Richard Z. Kruspe Burnt --

— Die ESP RZK-I Richard Z. Kruspe Burnt —

Ganz klar, wer sich für eine Gitarre in dieser Preisklasse interessiert, erwartet auch ein Case. In ihrem mitgelieferten Formcase liegt die ESP RZK-I Richard Z. Kruspe Burnt wie angegossen, zusätzlich gibt es im Koffer natürlich den üblichen und praktischen Stauraum. Das Instrument selbst präsentiert sich nach dem Öffnen des Cases als wahre Meisterleistung in Sachen Artwork. Eigentlich wird das Finish der Gitarre vom Hersteller als „Burned Silver“ bezeichnet, von diesem Silber ist aber nicht mehr wirklich viel wahrzunehmen. Viel mehr wirkt es tatsächlich so, als hätte das Instrument mal eine Nacht im Hochofen eines Stahlwerks verbracht und die einst so schöne silbrige Lackierung ist einer morbiden und düster wirkenden, aschgrauen Oberfläche gewichen. Tiefe Kratzer, verkrustete Cutaway-Innenseiten und aufgeplatzte Lacknasen tun ihr Übriges, um dieser Gitarre wirklich ihren sehr „exklusiven“ Status zu verpassen. Ihren Schutz erhält diese exklusive Oberfläche durch ein durchsichtiges Plexiglas-Pickguard, welches auf der Decke aufgeschraubt wurde. Abstand genommen hat man allerdings von der Behandlung der Hardware, diese erstrahlt nach wie vor fabrikneu in hellem und widerstandsfähigem Chrom.

-- Beeindruckendes Artwork des Bodys --

— Beeindruckendes Artwork des Bodys —

Und auch wenn man es kaum glauben mag, für die Fertigung der ESP RZK-I Richard Z. Kruspe Burnt wurde tatsächlich Holz verwendet, im Falle des optisch malträtierten Bodys ist dies Erle. Beim Betrachten der mattschwarz lackierten Rückseite ist gut zu erkennen, dass der Ahorn-Hals des Instrumentes durchgehend ist. Was bedeutet, dass die Korpusteile an den Hals angeleimt wurden. Sustainverstärkende Maßnahmen nennt man das wohl, und das dürfte nicht nur den Soundvorstellungen von Richard Kruspe und seiner Riffarbeit bei Rammstein sehr entgegenkommen.

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