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Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II Lichtset

28. Juli 2022

Kompaktes Licht-Set mit Laser, Spots und Derby für Band und Party

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Ob es nun die Bühnenshow einer Band ist, der Party-DJ oder die Privatparty im heimischen Wohnzimmer, erst passendes Licht macht die Stimmung perfekt. Die Hersteller haben das schon lange erkannt und unzählige Party-Produkte aus dem Bereich Licht sind in den Online-Shops zu finden. Mit dem Eurolite LED KLS-120 Laser FX II Set hat Eurolite ein günstiges Komplett-Set im Programm, das verspricht, die nächste Party zum Hingucker zu machen.

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Eurolite

Die Marke Eurolite ist schon lange ein fester Bestandteil des Lichtmarkts und seit dem Markteintritt im Jahr 1991 wurden über 2000 Produkte entwickelt. Mit Patenten wie dem Spiegelkugelmotor oder der Vorreiterrolle bei kompakten Lichtsets mit flachen LED-Spots oder dem Einsatz von COB-LEDs haben Eurolite Trends gesetzt, die weit über die eigenen Produkte hinausgehen. Doch nicht nur im Partybereich ist Eurolite aktiv, auch professionelle Produkte für den Bühneneinsatz sind im Portfolio zu finden, die auf täglich auf zahlreichen Bühnen zum Einsatz kommen. Eurolite ist eine Marke von Steinigke Showtechnik in Waldbüttelbrunn.

Kompakte Licht-Sets: Anforderungen

Anders als bei professionellen Bühnenlichtprodukten, sind die Anforderungen für Party-Lichtprodukte andere. Hier geht es weniger um maximale Lichtausbeute, Rigging-Möglichkeiten und Robustheit, als vielmehr um einfaches Handling, einen möglichst einfachen und schnellen Aufbau ohne viel technisches Know-how und vor allem auch ohne erforderliche Abnahme durch eine fachkundige Person. Die Zielgruppe sind Privatanwender, DJs, Hobby-Bands und weniger professionelle Verleiher oder Theater. Der Automatikmodus mit Sound-to-Light und integrierte Programme sind zudem häufig wichtiger als die DMX-Steuerung über ein Lichtpult. Dennoch besitzen viele Licht-Sets die Möglichkeit der DMX-Programmierung, was wiederum etwas anspruchsvollere Anwendungen erlaubt. Effektlicht spielt beim Party-Licht eine große Rolle und demzufolge kommen viele kompakte Licht-Sets mit typischen bewegten Lichteffekten, die keine großen Programmierkenntnisse erfordern, aber dennoch beeindruckend aussehen.Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Das Eurolite LED KLS-120 Laser FX II Set beinhaltet alle oben gestellten Anforderungen. Es ist dermaßen kompakt, dass ich zunächst verdutzt war, als ich das Paket vom Paketzusteller entgegennahm. Ungefähr zur gleichen Zeit kam ein Interface im 19“-Format an und beide Pakete standen hier einige Zeit nebeneinander und waren exakt gleich groß. An Kompaktheit ist das Eurolite LED KLS-120 Laser FX II Set jedenfalls nicht zu überbieten.

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Besonders praktisch: die mitgelieferte Tasche

Das Set besteht aus einer Traverse von nur 62,5 cm Breite, welche die komplette Technik beinhaltet. Unten angebracht sind vier Lichtquellen, beziehungsweise sind es genaugenommen sogar sechs, wenn man die zwei Laser hinzurechnet. Die beiden Laser sind in die zwei Derby-Effekte integriert. Hinzu kommen zwei Spots. Das Set umfasst also Effektlicht und Grundlicht gleichermaßen.

Die Leiste besitzt eine Stativaufnahme, kann aber auch an einer Traverse geflogen werden. Das Zubehör dazu gibt es bei Steinigke Showtechnik und ist in der Bedienungsanleitung aufgeführt. Die meisten Anwender werden sicherlich auf Stative zurückgreifen. Außerdem erlauben vier Gummifüße eine Aufstellung auf dem Boden, was ebenfalls eine interessante Möglichkeit darstellt.

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Stativaufnahme

Wie es sich für eine Party-Anlage gehört, ist im Lieferumfang eine Fernbedienung enthalten, über die sich die Farben und Programme umschalten und abrufen lassen. Außerdem gehört eine Transporttasche zum Lieferumfang, die den sicheren Transport garantieren soll.

Von außen betrachtet

Auf der Rückseite der Eurolite LED KLS-120 Laser FX II Leiste werden alle Anschlüsse vorgenommen. Dazu gehören der Kaltgeräteanschluss inklusive Möglichkeit der Weiterleitung für weitere Geräte und der DMX Ein-/Ausgang. Ein Display samt vierstelliger numerischer Anzeige und vier Buttons dienen der Konfiguration. Die Kabel, die zu den vier Fixtures führen, sind leider fest und können nicht so einfach gewechselt werden. Hier liegt leider ein Schwachpunkt bei den meisten kompakten Licht-Sets. Ansonsten ist die Qualität sehr gut und bei pfleglicher Behandlung dürfte das Set lange Freude bereiten.

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Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

DMX Ein- und Ausgänge sowie Anschlüsse für Stromzufuhr und -weiterleitung

Technik

Die beiden Derbies erzeugen rotierende Strahleneffekte und nutzen als Lichtquelle vor der Auffächerung vier 3 Watt RGBW-LEDs pro Derby. Hinzu kommen zwei Spots, die jeweils über drei 8 Watt RGBW COB-LEDs verfügen. Mit diesen lässt sich das Grundlicht (Wash-Effekt) erzeugen. Erneut in die Kategorie Effektlicht gehören die beiden Laser. Die Laser haben eine rote und grüne Farbe. Das rote Lasermodul hat eine Leistung von 40 mW, das grüne von 14 mW. Aufgrund der Klasse 2M benötigt der Nutzer der Eurolite LED KLS-120 Laser FX II keine Anmeldung, muss keine aufwändige Sicherheitsprüfung vorlegen und auch eine Einweisung ist nicht notwendig. Die Gesamtleistung wird vom Hersteller mit 40 Watt angegeben. Gekühlt werden muss das ganze System übrigens nicht über eine aktive Kühlung durch Lüfter, sondern die Kühlung erfolgt passiv. Das hat gerade für kleinere Veranstaltungsorte, in denen solche Systeme in der Regel anzutreffen sind, große Vorteile. Wer schon einmal Moving-Heads eingesetzt hat, weiß, was ich meine. Da wird schnell eine beachtliche Geräuschkulisse durch die Lüfter erzeugt. Nicht so beim Eurolite LED KLS-120 Laser FX II System, das flüsterleise seinen Dienst verrichtet.Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Praxis

Der Einsatz des Systems ist sehr einfach: Über die Stativaufnahme die Lichtleiste auf ein Stativ montieren, die Stromzufuhr herstellen und über die Fernbedienung das gewünschte Programm (sieben an der Zahl) oder die gewünschten Farben (15 Farben) wählen – fertig. Am Gerät selbst lassen sich zahlreiche Einstellungen vornehmen wie der Automatikbetrieb, die Musiksteuerung, die Mikrofonempfindlichkeit für die Musiksteuerung, Ablaufgeschwindigkeiten, Dimmer-Funktion, Aktivierung des Lasers und so einige Dinge mehr. Interessanter wird es, wenn man die Programme per DMX umschaltet oder gleich per Software eigene Abläufe programmiert. Dazu muss natürlich zunächst einmal der passende DMX-Kanal eingestellt werden. Dabei hilft die vierstellige 7-Segment-LED-Anzeige. Damit aber auch das Lichtpult richtig belegt werden kann, muss sich der Anwender noch entscheiden, in welchem DMX-Modus die Eurolite LED KLS-120 Laser FX II Leiste agieren soll: Zur Auswahl stehen der 25-Kanal-Modus, der 13-Kanal-Modus und der recht einfach zu nutzende 3-Kanal-Modus.

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Alle Einstellungen geschehen über vier Taster und das kleine Display

3-Kanal-Modus

Im 3-Kanal-Modus haben wir per DMX Zugriff auf die sieben automatischen und sieben musikgesteuerten Programme. Diese wählen wir per DMX-Kanal 2 über das Senden verschiedener Werte. Wie bei vielen DMX-Produkten üblich, entspricht ein bestimmter Bereich einem Programm. 000-009 haben keine Funktion, 010-019 rufen das automatische Programm 1 auf, 020-029 das automatische Programm 2, ab 080 folgen die musikgesteuerten Programme. Klar im Vorteil sind die Anwender, die direkt die betreffenden DMX-Werte eintippen und abfeuern können. Per Fader gezielt ein Programm aufzurufen, ist dagegen deutlich schwieriger. Ich habe die Eurolite LED KLS-120 Laser FX II mit einem Stairville LED Commander 16/2 getestet sowie mit dem Computer mit Daslight Software samt DVC-Interface. Beides ist möglich, der Computer bietet aber die komfortablere Steuerung. Fehlt noch der Kanal 3, über den die Geschwindigkeit der Programme reguliert werden kann. Zur Verfügung stehen die kompletten DMX-Werte von 000-255.

13-Kanal-Modus

Wesentlich mehr Möglichkeiten bietet der 13-Kanal-Modus, setzt aber auch mehr Wissen voraus. Auf Kanal 1 regulieren wir die Helligkeit von 0 bis 100 Prozent (Dimmer). Kanal 2 regelt den Stroboskop-Effekt der Spots (Geschwindigkeit). Die Kanäle 3 und 4 sind der Farbwahl der beiden Spots vorbehalten und bieten Zugriff auf 18 Farb-Presets, alle an und aus. Kanal 5 erzeugt erneut einen Stroboskop-Effekt, dieses Mal aber für die Derbies. Die Kanäle 6 und 7 erlauben erneut den Zugriff auf Farb-Presets und bieten Farben sowie Farb-Kombinationen für die beiden Derbies an. Da die Derbies bewegtes Licht erzeugen, darf natürlich die Motorgeschwindigkeit nicht fehlen, die auf Kanal 8 zu finden ist.

Beide Derbies haben einen Laser integriert. Um diesen einzuschalten und ihm eine Farbe zuzuweisen (rot, grün, rot+grün) nutzen wir die Kanäle 9 (Laser in Derby 1) und 10 (Laser in Derby 2). Die beiden Laser besitzen die Möglichkeit, vorwärts und rückwärts zu rotieren. Diese Einstellung samt Geschwindigkeit nehmen wir mit DMX-Kanal 11 vor. Der Kanal 12 ruft wieder wie im 3-Kanal-Modus die integrierten Programme auf, während Kanal 13 die Geschwindigkeit dieser Programme reguliert.

25-Kanal-Modus

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Insbesondere Besitzer von DMX-Software werden den 25-Kanal-Modus bevorzugen. Dieser bietet die Möglichkeiten des 13-Kanal-Modus, hinzu kommt allerdings die Farbmischung der Spots und der Derbies. Jeweils vier DMX-Kanäle pro Spot und Derby sind dabei der Farbmischung von Rot, Grün, Blau und Weiß vorbehalten. Insgesamt 16 Kanäle sind für die Farbmischungen zu reservieren.

Für wen eignet sich das Eurolite LED KLS-120 Laser FX II Set?

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Die Derbies sorgen für sich bewegende Muster

Wie eingangs beschrieben, spricht das Set weniger den professionellen Beleuchter an als vielmehr Bands, DJs und Alleinunterhalter, die sich selbst um die Beleuchtung ihrer Bühne oder der Tanzfläche kümmern müssen. Dabei stehen kompakte Sets, die sich schnell aufbauen und verkabeln lassen, eher im Fokus als professionelle Systeme aus Einzelkomponenten wie PAR-Scheinwerfer, Moving-Heads oder andere Effekte. Schon mit einem einzelnen Eurolite LED KLS-120 Laser FX II, das hinter dem DJ oder Alleinunterhalter steht, lassen sich nette Effekte auf der Tanzfläche erzielen und mit den beiden Spots gleichzeitig der Akteur ausleuchten.

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Mit nur zwei Sets lassen sich für kleinere Bands bereits sehr stimmungsvolle Effekte zum kleinen Preis erzeugen

Mit zwei dieser kompakten Lichtleisten lässt sich schon eine kleine Band in Szene setzen. Erneut liefern die Spots das Licht für die Musiker und die Derbies und Laser das Effektlicht für das Publikum.

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Besonders für das Sichtbarmachen der Laser-Effekte sollte etwas Dunst erzeugt werden

Ideal ist natürlich die Kombination mit weiteren LED-Scheinwerfern wie dem Eurolite LED KLS-180 Compact Light Set oder dem Eurolite KLS-3002 Next Compact Light Set. Mit diesen schaffen wir Atmosphäre auf der Bühne, während das Eurolite LED KLS-120 Laser FX II sich voll und ganz der Meute davor widmen kann. Statt einzelner Stative nutzt man als Band dann sinnvollerweise lieber ein einfaches Traversensystem. Passende Truss-Coupler gibt es von Eurolite und vielen anderen Anbietern. Das geringe Gewicht der Lichtleiste von 4,3 kg ermöglicht die Befestigung auch an den günstigeren Traversen-Sets.

Für die Steuerung per DMX im 25-Kanal-Modus empfehle ich dringend ein computerbasiertes System. Dieses ist erheblich günstiger als ein Steuerpult mit vielen Fadern und DMX-Kanälen pro Fixture. Günstige Steuerpulte eignen sich hingegen für den 3-Kanal- oder 13-Kanal-Modus. Einfache Interfaces wie das Enttec Open DMX USB-Interface oder das Eurolite USB-DMX512 PRO Interface MK2 bewegen sich in einer Preisklasse zwischen 69,- und 105,- Euro. Es gibt zahlreiche günstige oder kostenlose Software-Produkte wie Freestyler DMX für Windows oder QLC+ für Mac/Windows/Linux. Auch eine Steuerung per Tablet ist denkbar, setzt dann aber einen DMX-WLAN-Adapter voraus.

Damit die Effekte auch ihre volle Wirkung entfalten, empfiehlt sich ein leichter Nebel (Dunst). Insbesondere für die Laser-Effekte ist das wichtig. Ein einfacher Hazer wie der Eurolite NH-10 Fazer ist für 105,- Euro im Handel erhältlich. Der Stairville AFH-600 DMX Hazer verfügt sogar über eine DMX-Steuerung und kostet mit 129,- Euro nur geringfügig mehr. Ein Nachteil des Stairville Hazers ist die Beschränkung auf Nebelfluide des Herstellers, während der Eurolite NH-10 mit allen Fluiden auf Wasserbasis klarkommt.

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Auch eine Aufstellung auf dem Boden ist möglich

Sehr gut gefallen hat mir neben der Aufstellung auf einem Stativ die Möglichkeit, das Set auf den Boden zu stellen und somit schöne Effekte an der Decke oder den Wänden zu erzeugen. Das ist gerade dann eine nette Alternative, wenn in einem Raum nicht genebelt werden darf und demzufolge die Strahlen der beiden Laser ohnehin nicht sichtbar wären. Der Wash-Effekt der beiden Spots taucht die Zimmerdecke in ein wunderbares farbiges Licht, während die Derbies und Laser für bewegte Lichteffekte sorgen.

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Der Sound-to-Light Modus funktioniert prima und sorgt ohne großen Aufwand für stimmungsvolles Licht

Test: Eurolite LED KLS-120 Laser FX II

Das Eurolite LED KLS 120 Laser FX II Set zaubert bei der Aufstellung auf dem Boden schöne Muster Wände und Decke

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Fazit

Das Eurolite LED KLS-120 Laser FX II Set bietet für 279,- Euro Straßenpreis eine Menge Licht für das Geld. Mit zwei Spots für das Grundlicht sowie zwei Derbies und zwei Laser für bewegte Lichteffekte ist das Set ausreichend gut ausgestattet, um bei kleineren Veranstaltungen für einen Aha-Effekt beim Publikum zu sorgen. Das geringe Gewicht, die mitgelieferte Tasche sowie die Möglichkeit, das Set per Fernbedienung oder DMX zu steuern, machen es zu einem „No Brainer“ für alle, die noch keine Partyeffekte in ihrem Lichtarsenal haben oder als DJs oder Alleinunterhalter eine einfache und doch effektive Möglichkeit für eine kleine Lightshow suchen. Aufgrund des geringen Gewichts ist kein schweres Stativ notwendig und selbst an eine Traversenbefestigung für größere Setups wurde vom Hersteller gedacht.

Plus

  • Preis
  • Kombination aus Grund- und Effektlicht
  • geringe Abmaße
  • geringes Gewicht
  • Tasche im Lieferumfang
  • Stativ- und Bodenaufstellung
  • Befestigung an der Traverse möglich
  • schöne Lichteffekte

Minus

  • -

Preis

  • 279,- Euro
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