Test: Evans 360 Felle, Vater Sticks Neuheiten 2014, Drumclips, Drum-Zubehör

Bei Evans hat man sich jetzt eine einfache Lösung überlegt und den Fellkragen steiler gemacht. Damit liegen die Felle auf jeder Trommel absolut plan auf, vorausgesetzt die Trommel selbst und die Bearing Edges sind in Ordnung. Das soll das Stimmen erleichtern und erlaubt – zumindest theoretisch – tiefere Stimmungen, da das Fell nicht erst einmal gespannt werden muss, um überhaupt plan aufzuliegen. Soweit die einleuchtende Theorie. Schauen wir mal, wie es sich in der Praxis verhält.

EC2Clear

— EC2 Clear mit Sound Control Ring —

Als Testobjekt dient ein Pearl Masters BRX 12″ Tom mit Birkenkessel, ca. 7,5 mm stark und Standard 45°-Edge. Mit Fellen von Remo hatte ich auf den Pearl Trommeln immer das eingangs erwähnte Problem. Fairerweise sollte aber erwähnt werden, dass sie am Ende trotzdem immer hervorragend geklungen haben. Aber das Bessere ist des Guten Feind. Vielleicht können’s die Evans 360 Felle ja noch besser.

Zur Verfügung standen und folgende Fell-Typen: G2 Clear, G2 Coated, EC2 Clear, EC2 Frosted und Onyx. Allesamt doppellagige Felle. Fangen wir mal mit schwarz an.

ONYX: Die Felle bestehen aus zwei 0,19 mm dicken Folien, die obere ist matt schwarz beschichtet. Day Onyx-Fell klingt von allen Testmodellen am dunkelsten, hat weniger Obertöne und ein relativ kurzes Sustain. Es klingt aber beileibe nicht mumpfig, sondern angenehm weich.

 

EC2 Clear: Die EC2s bestehen aus zwei minimal dünneren Folien (ca. 0,18 mm) als die Onyx. Zudem ist ein – proportional zum Durchmesser dimensionierter – „Sound Control Ring“ zur Kontrolle der Obertöne auf der Unterseite des Felles angebracht. Für meinen Geschmack sind sie die besten Rock-Felle im Test. Sie klingen am ausgewogensten und haben den rockigsten „Punch“. Außerdem sehen sie mit dem Ring auch einfach cool aus. Das Auge spielt ja mit.

 

EC2 Frosted: Im Prinzip baugleich mit den EC2 Clear, nur mit halbdurchsichtiger Beschichtung. Der Sound ist dann auch – verglichen mit den Clear-Versionen etwas gedämpfter, mit weniger Obertönen.

 

G2 Clear: Die G2-Felle bestehen, wie die EC2s aus zwei 0,18 mm dicken Folien. Die durchsichtigen Modelle haben einen klaren und kräftigen Attack, klingen fett und schwingen sauber aus. Mit angepasster Dämpfung kann man so ziemlich jeden Sound herausholen, der einem vorschwebt.

 

G2 Coated: Die beschichteten G2s haben etwas weniger Attack als die klaren Modelle und klingen etwas wärmer und weicher. Das macht sie in meinen Augen/Ohren zu den besten Allroundern im Test. Mit diesen Fellen geht wirklich alles.

Klangbeispiele
Forum
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    Filterpad  AHU

    Der Dämpfungsclip gefällt mir sehr gut. Das ist wirklich mal eine einfache, günstige und revolutionäre Abhilfe um die Obertöne herauszufiltern. Höchstens beim marschieren (Festumzug) könnte ich mir vorstellen das man das Teil leicht verlieren kann. Ich benutze schon seit Jahren einen klassischen Kunststoff-Dämpfungsring, dass funktioniert auch ganz gut. In letzter Zeit neige ich dazu die Snare (und auch die Toms) nicht mehr zu dämpfen. Dadurch hört man erst so richtig heraus wie musikalisch das eigene Drumset klingen kann und wie viel Soundpotential in ihm steckt. Die beste Lösung zum dämpfen meiner Meinung nach ist immer noch der interne seitliche Dämpfungshebel direkt unter dem Fell. Mich wundert es warum diese einfache aber geniale Idee heutzutage kaum noch umgesetzt wird. Hebel hoch und fertig ist die Dämpfung ohne lästiges Zubehör auf der Felloberfläche.

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