Test: Eventide, ModFactor, Gitarren-Effektgerät

10. November 2009

Eventide ModFactor

Eventide goes stompbox! One more time! Im Zeichen des Pedals hat sich Eventide ein Triumvirat einfallen lassen, allesamt im gleichen Outfit mit leicht veränderten farblichen Applikationen. Hallte der Name bis zum heutigen Tage vorzugsweise durch die Räumlichkeiten der 19 Zoll Outgear Racks verschiedenster Studiokomplexe, schickt sich Eventide nunmehr an, auch den Fussboden verschiedener Pedalboards zu erobern.
Neben einem Harmonizer- und Raumeffekt-Pendant hat der amerikanische Hersteller auch einen Protagonisten für den Modulationsbereich mit dem Namen ModFactor im Angebot.

-- Der Eventide ModFactor --

— Der Eventide ModFactor —

Konstruktion

Wie auch seine beiden Brüder erscheint der ModFactor im gleichen massivem Stahlgehäuse mit den Abmessungen 12,2 cm x 19 cm x 5,4 cm bei einem Gewicht von knapp einem Kilogramm. Konzeptionell finden wir auch bei Eventide einmal mehr die Philosophie „Designed in the USA, assembled in China“.

Konzeptionell erkennt man bereits an der rückseitig aufgeführten Stereo-Signalführung, dass es sich nicht um einen reinen Bodentreter in klassischer Gitarristenmanier handelt, sondern vielmehr um ein Studio-taugliches Gerät, verpackt in eine Bodentreter Konzeption. Komponenten wie MIDI– Steuerung und USB-Ports zwecks Software Update finden sich bei reinen Modulationseffektgeräten sehr selten und vermitteln unmittelbar den Drang zu Höherem als ein vergleichsweise spartanisch ausgelegter Phase 90 innerhalb des Van Halen-Solos.
Ob dies letztendlich nicht eventuell etwas an beiden Zielgruppen vorbei gedacht ist, werden die Verkaufszahlen des Produktes zeigen. Ich für meinen Teil hege die Befürchtung, dass Bodentreter im Studio-Outgear schon allein im Bereich der Kabelführung und Raumplatzierung sich unabhängig von der Effektqualität konzeptionell gegen den etablierten 19 Zoll Bereich nicht durchsetzen werden und eine hochwertige Stereo-Signalführung sich nur innerhalb komplexer Gitarrenanlagen realisieren lässt. Wer aber Aufwendungen à la Robert Fripp oder David Gilmour nicht scheut, wird an der Signalführung des ModFactors garantiert seine helle Freude haben.

Um das Signal seinem jeweiligen Verwendungszweck in Bezug auf die Signalstärke optimal anzupassen, regeln zwei Miniswitches den Eingangs- nzw. Ausgangspegel zwischen einem Gitarren- oder einem Studio-Setup. Als zusätzliche Interaktionsmöglichkeit stehen die Anschlüsse für ein Expression-Pedal und Aux-Switch zur Verfügung.

Insgesamt verfügt der ModFactor über 10 verschiedene Effektmodi, als da wären Chorus, Phaser, Q-Wah, Flanger, Modfilter, Tremolo/Pan, Rotorkabinett, Vibrato, Undulator und Ringmodulator. Unterteilt werden die einzelnen Effekte in bis zu vier Basistypen, welche sich dann nochmals über insgesamt elf Regler auf der Frontseite des Gerätes einstellen lassen. Über mangelnde Einstellungs- und Regelmöglichkeiten kann sich hier wirklich niemand beschweren, zumal die Verwaltung via MIDI und Expressionpedal eine Interaktion mit den Parametern in Echtzeit zulässt.

Das Gerät verfügt über zwei LFOs, um seinen Effekte zu verwalten. Besagte elf Regler sind in zwei Reihen aufgeteilt, wobei die obere Reihe die gängigeren Parameter wie Effektanteil, Effektintensität, Modulationshub und -geschwindigkeit verwaltet, während die untere Reihe den zweiten Modulator in Sachen Geschwindigkeit und Effekttiefe verwaltet.

Geschaltet wird das Produkt über drei sehr hochwertige Schalter der Spitzenklasse, welche unter anderem einen echten Bypass zur Verfügung stellen. Des Weiteren navigiert man mittels der Schalter durch die Bänke, bzw. man aktiviert verschieden Effekt-Geschwindigkeiten innerhalb der Speicherplätze.

Klangbeispiele
Forum

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