Test: Faderfox DS3, DJ Multi Controller

Der Track Deck Modus

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Hauptaugenmerk liegt auf den neuen Tastern in der unteren Hälfte. Sie geben optisch wie haptisch dem Gerät einen analogen Charme und lassen sich wunderbar bedienen. Der Druckpunkt ist leichtgängig. Sie steuern die Hotcues, welche dem Track zugewiesen wurden. Dadurch kann der DJ einfach zu bestimmten markierten Punkten springen, ohne suchen zu müssen. Für einen Remix von essentieller Bedeutung, da man nur die Vocals oder einen bestimmten Synthesizer-Part verwenden möchte. Wurden keine Hotcues definiert, lässt sich dies nachholen mit einem Druck auf den entsprechenden Taster und schon ist dieser zugewiesen. Unter Nutzung der Zweitfunktion kann die Markierung auch wieder unkompliziert gelöscht werden. Setzte der DJ bislang keine Hotcues ein, könnte dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden. 

Der Sample Deck Modus

Ist ein Sample Deck als zu steuerndes Element gewählt, springt der DS3 in diesen Modus. Nun können auch Samples in die einzelnen Slots geladen, gestartet und wieder entfernt werden. Selbstverständlich lassen sie sich auch muten oder als One-Shot einmalig abspielen. Zur Bearbeitung eines einzelnen Slots kann dieser ausgewählt werden. Dann stehen die gängigen Funktionen für diesen zur Verfügung. 

Highlights

Eigentlich kann man Traktor 2 Pro komplett mit diesem einen Controller bedienen. Jeder der vier Effekt-Slots kann separat eingestellt und reguliert werden. Auch lassen sich jedem Deck, egal ob Tracks oder Samples, ein Effekt zuwiesen. Die wenigen Knöpfe täuschen darüber hinweg, wie mächtig der DS3 in Wirklichkeit ist. Das zeugt aber davon, dass sich die Software zum einen immens weiter entwickelt hat und zum anderen, dass Mathias Fuchß es verstanden hat, auf kleinstem Raum viel Funktionalität unter zu bringen. So gut wie alle Potis, Taster und Knöpfe lassen sich in einer Zweitfunktion belegen.

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Das zweistellige Display in der Mitte gibt Rückmeldung, zu wie viel Prozent ein Regler gerade offen oder geschlossen ist. Als Vorteil sei hier zu nennen, dass der DJ nicht zwingend auf den Monitor schauen muss, sondern sich auf den Zahlenwert verlassen kann, den Traktor zurück meldet. Gut, dass ich gerade von optischer Rückmeldung spreche, denn die vielen LEDs helfen ungemein bei der Arbeit. So sehe ich direkt auf der Oberfläche des Controllers, in welche Decks ein Track geladen wurde, ob dieser gerade abgespielt wird und Hotcues markiert wurden oder welcher Effekt-Slot gerade auf diesem Deck liegt. 

Fazit

Auch bei aller Funktionsvielfalt ist der Faderfox DS3 mit Vorsicht zu genießen. Es können nicht zwei Effekte oder Decks gleichzeitig bedient werden. Zudem wird die Übersicht durch den Überfluss an Möglichkeiten gehemmt. Hat man sich erst mal mit dem kleinen Kollegen angefreundet oder will ihn ausschließlich für die Bedienung der Sample Decks nutzen, kann ich ihn uneingeschränkt empfehlen. Der DJ erhält mit dem DS3 ein wahres Multitalent, welches in jedes Case passt. 

Plus

  • umfassende Traktor Kontrolle
  • sowohl Tracks als auch Samples zu bedienen
  • kompaktes Design mit USB

Minus

  • Wenige Knöpfe und voller Funktionsumfang kann zu Unübersichtlichkeit führen
  • kein gleichzeitiges Bedienen von mehr als einem Effekt oder Deck

Preis

  • UVP: 250,- Euro
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