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Test: Fender Player II Mod Strat HSS 3TS E-Gitarre

Bewährte Fender-Qualität

1. Juli 2025

 Fender Player II Mod Strat Aufmacher

Mit der Player-II-Serie richtet sich Fender gezielt an Gitarristen, die moderne Features zum fairen Preis suchen, ohne dabei auf das klassische Strat-Feeling zu verzichten. Die in Mexiko gefertigte Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS kombiniert traditionelle Stärken mit einem durchdachten Update: Ein komfortabel bespielbarer Hals, ein Steg-Humbucker für härtere Gangarten inklusive Push-Pull-Poti für Coil-Split sollen die Gitarre noch vielseitiger machen.

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Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS

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Kurz & knapp

    • Vielseitiges Klangbild: Die HSS-Bestückung ermöglicht eine breite Klangpalette von Clean bis High-Gain.
    • Komfortabler Hals: Der moderne C-Profil Hals mit abgerundeten Kanten bietet ein sehr angenehmes Spielgefühl.
    • Gute Verarbeitung: Sauber gearbeiteter Korpus, Bünde und Hardware zeugen von hoher Qualität.
    • Schwächen beim Vibrato: Das Zweipunkt-Vibrato zeigt leichte Verstimmungsprobleme bei intensiver Nutzung.
    • Bedienung des Push-Pull-Potis: Das Umschalten ist etwas schwerfällig, was das schnelle Spiel einschränkt.
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Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS
Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS
Kundenbewertung:
(3)

Optisch bleibt alles in vertrautem Fender-Gewand, inklusive einem ikonischem Three-Tone-Sunburst-Finish. Dennoch will das Instrument nicht bloß Vintage sein, sondern auch moderne Genres bedienen. Ob das gelingt und wo es im Detail vielleicht hier und dort etwas hakt, zeigt unser folgender Test.

Facts & Features

Der Korpus der Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS besteht aus Erle – ein bewährtes Tonholz für Strat-Modelle – und ist in einem klassischen Three-Tone-Sunburst lackiert. Die Hochglanzlackschicht wurde sauber aufgetragen und lässt Raum für die natürliche Maserung des Holzes. Insgesamt präsentiert sich das Instrument optisch klassisch, aber keineswegs altbacken.

 Fender Player II Mod Strat Full

Komfortabel spielbarer Ahornhals

Der geschraubte Hals besteht aus einteiligem Ahorn mit mattem Finish auf der Rückseite und einem lackierten Ahorngriffbrett auf der Vorderseite. Hier offenbart sich eine der großen Stärken des Instruments: Die ab Werk sorgfältig abgerundeten Griffbrettkanten tragen erheblich zum Komfort bei und vermitteln ein nahezu „eingespieltes“ Gefühl – man hat tatsächlich von Beginn an den Eindruck, als sei die Gitarre schon über Jahrzehnte im Einsatz. Lediglich das lackierte Griffbrett macht die Sache nicht ganz so geschmeidig, gelegentlich klebt es etwas, etwas beim Ziehen der Saiten, bei Fingervibratos oder auch längeren bzw. weiteren Slides.

Das Profil ist ein modernes „Modern C“, das weder zu flach noch zu voluminös wirkt und sich sowohl für Akkordarbeit als auch für flüssige Lead-Lines prima eignet. Die 22 Medium-Jumbo-Bünde sind sauber verarbeitet, ohne scharfe Kanten abgerichtet und auf ihren Oberflächen poliert – hier wurde in der Endkontrolle tatsächlich sehr aufmerksam vorgegangen.

Das Griffbrett weist einen Radius von 9,5 Zoll auf, was typisch für moderne Fenders ist und sich ideal für eine gute Balance zwischen Bendbarkeit und Akkordspiel eignet. Die Sattelbreite beträgt 42 mm, der synthetische Knochensattel wurde sauber eingesetzt. Auch die Bundenden sind werkseitig leicht verrundet, was zusammen mit den besagten Kanten zu einem sehr angenehmen Spielgefühl beiträgt. Die Mensur liegt, typisch für die Strat, bei 648 mm (25,5 Zoll).

Zweimal Singlecoil & Humbucker mit Coil-Split

Bei der Tonabnehmerbestückung kommt ein HSS-Setup zum Einsatz: Zwei Player Series Alnico V Singlecoils in Hals- und Mittelposition sorgen für den typischen Fender-Klang mit klarem, glockigem Ton bei einem erfreulich geringen Grundrauschen. In der Stegposition sitzt ein passender Alnico V Humbucker, der über das hintere Push-Pull-Tone-Poti gesplittet werden kann. Was in der Theorie einfach klingt, zeigt sich in der Praxis schwieriger als gedacht, denn das Poti zeigt sich recht zäh beim Anheben, zudem lässt sich die glatte Oberfläche des Plastikknopfes vor allem mit feuchten Fingern kaum zuverlässig umgreifen, was die Sache zusätzlich erschwert.

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Die Pickups erzeugen ein breit gefächertes Klangbild, das sowohl traditionelle Strat-Sounds als auch härtere Rock-Gefilde abdeckt – dem kraftvollen Humbucker am Steg bzw. Vibratoblock sei Dank.

Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS Mechaniken

Zweipunkt-Vibrato mit typischen Schwächen

Das Vibrato auf der Decke der Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS basiert auf dem klassischen Fender-Vintage-Design, wurde aber als modernes Zweipunkt-System mit kaltgewalztem Stahlblock und gebogenen Stahlreitern umgesetzt. In Kombination mit den werkseitig montierten Locking Tunern sollte man eigentlich eine gute Stimmstabilität erwarten. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass bei intensiver Nutzung des Vibratos leichte Verstimmungen auftreten können – leider ein typisches Manko vieler  Strat-Vibratos. Dennoch lässt sich der Vibratoarm spielfreudig einsetzen, das Spielgefühl ist geschmeidig und erlaubt sowohl subtile Modulationen als auch Divebombing – wenn auch in nur geringer Dosis.

Allerdings wird auch dieser Hebel wieder eingeschraubt, was die Wahl zwischen einem Wackeln und dem Verschwinden aus dem Aktionsradius der Hand oder einem festen Sitz und dem Verharren in seiner Position ermöglicht. Das kann etwas nervig sein. Ein hilfreicher Tipp an dieser Stelle: Man kann sich eine kräftige Feder besorgen, die in die Aufnahme des Hebels eingesetzt wird. Damit lässt sich das Problem recht einfach beheben. Selbst Fender hat in der Vergangenheit solche Federn in ihren Stratocaster-Modellen verwendet. Zumindest bei den US-Modellen.

 Fender Player II Mod Strat Body Detail

HSS und Strat? Ja, das geht. Die Fender Player II Mod Strat macht Nägel mit Köpfen.

Die restliche Hardware – Potiknöpfe, 5-Wege-Schalter, Buchsenplatte und Klinkenbuchse – wirkt solide und entspricht der bekannten Fender-Qualität in dieser Preisklasse. Auch der Hals-Korpus-Übergang ist gründlich gearbeitet, die Schraublöcher sind sauber gesetzt und der Hals sitzt passgenau in der Tasche.

Das Instrument kommt ab Werk mit einem Satz Fender .009–.042er-Saiten und ist ordentlich eingestellt, wenngleich die Oktavreinheit und die Höhe der Saitenreiter bei unserem Testinstrument noch etwas nachjustiert werden sollten.

In der Praxis

Bereits beim ersten Griff zur Player II Mod Strat zeigt sich: Der Hals ist ein echtes Highlight! Das moderne C-Profil liegt komfortabel in der Hand, wirkt vertraut, ohne beliebig zu sein. Die leicht satinierte Rückseite und die ab Werk abgerundeten Griffbrettkanten sorgen für ein ausgesprochen geschmeidiges Spielgefühl – egal ob beim Akkordspiel in den unteren Lagen oder bei schnellen Linien jenseits der Oktavlage.

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Fender Player II Mod Strat RW ELB
Fender Player II Mod Strat RW ELB
Kundenbewertung:
(2)

Die Medium-Jumbo-Bünde sind nicht nur sauber verarbeitet, sondern auch optimal dimensioniert, um sowohl präzise Bendings als auch ein müheloses Vibrato zu ermöglichen. Intonation und Saitenlage sind ab Werk ordentlich eingestellt, lediglich bei sehr flacher Action kann es je nach Spielweise zu leichtem Schnarren kommen – ein bekanntes Strat-Thema, aber nichts Dramatisches.

Klanglich deckt die HSS-Bestückung der Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS ein breites Feld ab: Der Hals-Singlecoil liefert weiche, runde Cleansounds mit einer leicht holzigen Note, gut geeignet für Jazz, Soul oder Blues. In der Zwischenposition mit dem mittleren Pickup entsteht der klassische, glockige Strat-Sound, der besonders bei Funk-Rhythmen und Clean-Arpeggios glänzt.

Der Mittel-Pickup alleine wirkt etwas drahtiger, mit leichtem Mitten-Punch, gut geeignet für leicht angezerrte Crunch-Sounds oder Twang-lastige Riffs. Richtig interessant wird es am Steg: Der Alnico-V-Humbucker hat ordentlich Output und bringt in Kombination mit einem Zerrpedal oder High-Gain-Amp genug Durchsetzungskraft für härtere Rock- und selbst Metal-Stile. Dabei bleibt er erfreulich differenziert und matscht auch bei komplexen Akkorden so gut wie gar nicht.

Über das Push-Pull-Tone-Poti lässt sich der Humbucker splitten, um einen Singlecoil-ähnlichen Ton am Steg zu erzeugen, der sich gut für Funk oder Country eignet. Klanglich funktioniert das prima, wenngleich der Split-Sound etwas an Lautstärke verliert. Kritikpunkt hier ist, dass das Push-Pull-Poti selbst relativ schwer zu greifen ist, was ein schnelles Umschalten im Spielbetrieb erschwert. Hier hätte ein griffigerer oder besser positionierter Schalter die Bedienung deutlich verbessert. Aber ich erwähnte es bereits weiter oben ja schon.

Das Zweipunkt-Vibrato spielt sich angenehm weich und gleichmäßig, ermöglicht feine Modulationen und moderate Divebombs. Dennoch bleibt die Stimmstabilität ein Schwachpunkt: Trotz Locking-Tunern kommt es bei stärkerem Gebrauch schnell zu Verstimmungen. Insgesamt überzeugt die Player II Mod Strat jedoch durch ein modernes, spielfreudiges Handling, eine große stilistische Bandbreite und eine solide Klangbasis. Mit wenigen, aber erwähnenswerten Einschränkungen bei der Hardware-Optimierung eben.

Macht auch mit Floyd Rose ’ne gute Figur:

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Fender Player II Mod Strat FR RW 3TS
Fender Player II Mod Strat FR RW 3TS Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Klangbeispiele

Für die folgenden Klangbeispiele habe ich die Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS zusammen mit einem Mesa/Boogie Studio 22+ Combo verwendet. Vor dem Amp wurde ein AKG C3000 Mikrofon platziert, bevor das Signal in Logic Audio ohne weitere Effekte aufgezeichnet wurde.

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Klangbeispiele
Fazit

Die Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS überzeugt mit einem großartig verarbeiteten Hals, spielfreundlicher Ergonomie und einem vielseitigen Klangbild. Dank HSS-Bestückung deckt sie stilistisch eine breite Palette ab, von Funk über Blues bis hin zu Rock und Metal. Kleinere Schwächen wie das schwer erreichbare Push-Pull-Poti und das nicht ganz stimmstabile Vibrato trüben den sehr positiven Gesamteindruck jedoch etwas. Für den aufgerufenen Preis bietet die Gitarre eine moderne, flexible Strat-Variante mit klassischen Wurzeln und guter Qualität. Ein gelungener Kompromiss für Spieler, die mehr als nur bloß „Vintage“ wollen.

Plus

  • gute Verarbeitung
  • Bespielbarkeit
  • Klangvielfalt dank Coil-Split-Humbucker

Minus

  • Tone-Poti für Coil-Split sehr schwergängig
  • Vibrato nicht stimmstabil
  • Werkseinstellung

Preis

  • 1.041,- Euro
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Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS
Fender Player II Mod Strat HSS MN 3TS
Kundenbewertung:
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Fender Player II Mod Tele RW HGM
Fender Player II Mod Tele RW HGM
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Fender Player II Mod Tele RW HGM
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Über den Autor
Profilbild

Stephan Güte RED

Seit den frühen 80ern an den Drähten, die die Welt bedeuten. Musikalisches Mädchen für alles, sei es nun das Produzieren im Studio oder für Engagements als Bühnenmusiker. Seit 2004 im Team von Amazona.

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