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Test: Fender SQ Vint Modi 72 Tele Thin 3TS, E-Gitarre

16. Dezember 2014

Tele-Twäng für kleines Geld

Auch die Fender Telecaster erfuhr als eines der Zugpferde des Fender-Konzerns seit ihrer Einführung in den frühen 50er Jahren immer mal wieder Modifikationen. Mal eher drastisch, wie bei der Auswahl der Hölzer für Korpus und Hals oder bei der Tonabnehmerbestückung. Oder mal etwas weniger wild, wie etwa bei den zahllosen erhältlichen Lackierungen oder der verbauten Hardware. Auch ein Semihollow-Modell befand sich bereits im Sortiment von Fender, genauer gesagt Ende der 60er Jahre. Ein paar Lenze hat es dann noch gedauert, ehe das Vorbild unseres heutigen Testmodells auch die zwei optisch markanten Tonabnehmer erhielt. Fenders Günstig-Sparte Squier zollt dem Original von 1972 Tribut und präsentiert mit der Fender SQ Vint Modi 72 Tele Thin 3TS ein Reissue-Modell, das durch indonesische Fertigung zu einem erschwinglichen Kurs erhältlich ist.

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— Fender SQ Vint Modi 72 Tele Thin 3TS —

Facts und Features

Der Lieferumfang der Fender SQ Vint Modi 72 Tele Thin 3TS beschränkt sich wirklich nur auf das Allernötigste, nämlich den Inbusschlüssel für den Halseinstellstab. Ein Gigbag oder eine Tasche muss also separat erworben werden, sollte die Gitarre mal mit Besitzer die heimischen vier Wände verlassen wollen. Auf den ersten, flüchtigen Blick wirkt die Test-Tele wie ein herkömmliches Semihollow-Modell des Klassikers, Form und Farben entsprechen weitestgehend dem US-Originalmodell. Erst bei genauerem Betrachten entdeckt man dann aber doch die eine oder andere Unsauberkeit in der Verarbeitung. Und das natürlich besonders im Detail, wie bei unserem Testmodell beispielsweise die Fräsung des F-Lochs, bei der nicht nur das Finish unzureichend aufgebracht wurde. Auch die Fräsung selbst wurde etwas grober ausgeführt, sodass hier ein paar Späne übrig geblieben sind.

Pickups

— Esche-Decke und -Korpus, gut zur Hälfte bedeckt vom Perlmutt-Pickguard —

Ansonsten präsentiert sich die Eschedecke aber in recht passabler Qualität. Zumindest der Teil, der nach Anbringen des Perlmuttschlagbretts davon noch übrig geblieben ist, denn gut die Hälfte der Decke wird vom Pickguard bedeckt, das auch die gesamte Elektronik der Gitarre trägt. Diese ist mit zwei Humbuckern an Hals- und Stegposition ausgerüstet, die genaue Typbezeichnung der Tonabnehmer mit ihren Blechkappen und den eingravierten Fender-Schriftzügen lautet „Wide Range Humbucking“. Entwickelt wurde der Pickup in seiner Urform in den frühen 70er Jahren – trat er doch damals, als Fenders erste Entwicklung in Sachen Doppelspuler den Kampf um Marktanteile gegen den ewigen Konkurrenten Gibson an.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Besten Dank, auch für die tollen Audios. Mir gefallen die Thinline-Modelle der Telecaster in besonderer Weise. In diesem Fall gibts sogar einige Späne gratis dazu ;-) Der Klang der getesten Gitarre eignet sich nach meinem Ermessen sehr für moderne und experimentelle Fusionrichtungen in Jazz, Pop und Rock.

  2. Profilbild
    Magman

    Schade, mich hätte das Gewicht der Gitarre interessiert. Genauso ob der Hals eher etwas kräftiger ist oder so dürr wie alle modernen Bretter von heute. Masse gibt Tone, vor allem beim Hals!

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      Stephan Güte  RED

      Hi Magman,

      dann hol ich das kurz nach :)

      Gewicht typisch Thinline, ungefähr 2,5 kg, Hals eher Fender-fleischig als Ibanez-brettig! Eben „Vintage“ :)

      Viele Grüße,

      Stephan

      • Profilbild
        Magman

        Stephan, herzlichen Dank für deine Nachricht über die ich mich gefreut habe. Ich hab dann gleich auf den Bestellknopf gedrückt und mir ne blonde 72er geordert :) Ich hatte wohl noch Glück, denn die blonde Thiny ist bereits ausverkauft!

        Bin gespannt und geile euch hier gerne meine Erfahrungen mit.

        Bluesgruß
        Martin

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