Von Studio One zu Fender Studio Pro 8
Das neue Major Update von PreSonus Studio One Pro 7 ist da. Und es kam mit einem großen Knall. Zum einen, weil der Sprung von 7.23 auf 8.0 ohne Vorankündigung recht überraschend kam, vor allem aber, weil aus „Presonus Studio One Pro“ plötzlich „Fender Studio Pro 8“ wurde. Vier Tage vor dem Release gab es lediglich eine E-Mail von PreSonus, in der für den 13. Januar (dem Tag des Fender Studio Pro 8- Releases) die Überführung der PreSonus-Accounts in Fender-Accounts mitgeteilt wurde: „Starting January 13, 2026, your MyPreSonus account will automatically become your Fender account.“ Und nun das Update.
- Namenswechsel: Aus PreSonus Studio One Pro wird Fender Studio Pro – technisch bleibt die DAW im Kern unverändert.
- Kompatibilität: Bestehende Studio-One-Projekte, Plug-ins und Inhalte lassen sich problemlos weiterverwenden.
- Neue Features: Verbesserter Workflow, neue Übersichten sowie KI-gestützte Audio-to-MIDI-Funktionen.
- Plug-ins: Neue Fender-eigene Effekte wie Mustang Native und Rumble Native erweitern das Klangspektrum deutlich.
- Fazit: Ein gelungenes Major Update mit sinnvollen Neuerungen, das sich trotz neuem Namen vertraut anfühlt.
Inhaltsverzeichnis
- Fender Studio Pro 8
- Fender Studio Pro 8
- Presonus und Fender – und andere Übernahmen
- Fender Studio und Fender Studio Pro
- Übersicht Fender Studio Pro 8
- Programmstart, GUI und Inspektoren
- Neue Arranger- und Kanalübersicht
- Audio-to-MIDI mit KI-Hilfe
- Kreativer Input durch den verbesserten Chordtrack
- Metronom und Tempo
- Nicht nur für Gitarristen: zwei neue Fender Plug-ins
- Studio Verb und Voice FX
- Und außerdem noch
Fender Studio Pro 8
Wird Studio One durch die Übernahme von Fender nun zu einer DAW für Gitarristen? Ist das ein – bis auf den neuen Namen – „normales“ Major-Update oder wird Studio One damit komplett umgekrempelt? Funktionieren die Presonus Studio One Projekte überhaupt noch mit der Fender Studio Pro 8 – DAW? Welche neuen Features sind in Version 8 enthalten? Muss ich jetzt alles neu installieren? Diese und viele weitere Fragen kochten – teilweise recht emotional verpackt – in den Foren hoch. Dann machen wir uns mal an die Beantwortung.
Ein Hinweis noch: Da die grundsätzlichen Features und die Arbeitsweise immer noch wie bei Presonus Studio One ist, könnt ihr die Basics in unserem Testbericht zu Presonus Studio One Pro 7 dazu nachlesen. Hier beschränke ich mich auf die Neuerungen und auf einige Aspekte des Namenwechsels.
Presonus und Fender – und andere Übernahmen
PreSonus wurde 1995 von Jim Odom und Brian Smith in Baton Rouge, Louisiana, gegründet. Erstes Produkt war das DCP8, ein digital gesteuerter 8-Kanal-Analog Kompressor/Limiter/Gate. Zwischen 2000 und 2008 folgten so bekannte Produkte wie der DigiMax (der erste 8-Kanal-Mikrofonverstärker mit ADAT-Ausgang), mit FirePod und FireStudio mit die ersten FireWire-Interfaces überhaupt und mit der AudioBox USB eines der meistverkauften Audiointerfaces für Einsteiger.
Der Einstieg in die Software geschah 2009, als PreSonus in Zusammenarbeit mit KristalLabs aus Hamburg (ehemalige Steinberg Mitarbeiter) die DAW Studio One entwickelte und veröffentlichte. Die digitalen PreSonus StudioLive-Mixer ließen sich nahtlos integrieren, mit der Übernahme von Notion Music im Jahr 2013 fand sich dann auch eine Notations-Software für Studio One. Im November 2021 kaufte die Fender Musical Instruments Corporation PreSonus auf, was viele PreSonus-Nutzer bis zum Release von Fender Studio Pro 8 anscheinend wohl gar nicht so auf dem Schirm hatten. Schon damals war es das erklärte Ziel, Hardware, Software und Instrumente in einem Ökosystem zu vereinen, doch ließ man es langsam angehen.
Schon seit Jahren konsolidiert sich der Markt. inMusic – die bereits ja schon Akai Professional, Denon DJ, Alesis und M-Audio „geschluckt“ hatten – übernahm 2023 auch noch Moog Music, die Focusrite Group hatte Sequential (2021), ADAM Audio (2019), Linea Research und TiMax übernommen, Native Instruments, iZotope, Plugin Alliance und Brainworx fusionierten zu Soundwide, Steinberg gehört nun schon seit 2005 zu Yamaha und jüngst übernahm die KI-Mastering Plattform LANDR das schwedische Unternehmen Reason Studios.
Vielen im Gedächtnis geblieben ist das Intermezzo der Übernahme von Cakewalk durch Gibson im Jahr 2013. Der Gitarrenhersteller verlor wenig später das Interesse an der DAW Sonar und stellte die Entwicklung ein. Cakewalk wurde dann später von BandLab gekauft und ist seitdem wieder auf dem DAW-Parkett. Vielleicht ist das ja auch ein Grund für die emotionale Welle, die der Release von Fender Studio Pro 8 ausgelöst hat: Gitarrenhersteller und DAW – das war bisher keine gute Kombination.
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Fender Studio und Fender Studio Pro
Das kleinere, kostenlose Fender Studio ist im Mai 2025 für Android und iOS sowie für macOS, Windows und Linux erschienen. Gedacht ist es für „Gitarristen, Songschreiber und Kreative in fast allen künstlerischen Disziplinen“ zum „Aufnehmen, Jammen, Improvisieren und Ideen festhalten“. Fender Studio Pro hingegen ist die Weiterentwicklung des PreSonus Studio One und jetzt im Januar 2026 auf den Markt gekommen.
Einige Features aus dem kleinen Studio – wie das Jam Now Smart Template – haben es auch in das Studio Pro geschafft. Sessions aus Fender Studio können in Fender Studio Pro übertragen werden – auch per Netzwerk/WLAN (basierend auf der UCNET-Technologie). Das ist praktisch, kann man so doch unterwegs mal Ideen am Smartphone sammeln und dann im Studio in die große DAW schicken.
Übersicht Fender Studio Pro 8
Auch wenn sich der Name der DAW geändert hat, ist die Software selbst im Kern unverändert und wird auch weiterhin vom selben Team in Hamburg (weiter) entwickelt. Auch wurde kein einziges Feature, kein Instrument oder Soundset aus dem alten Studio One (aka Fender Studio Pro) entfernt, im Gegenteil: Einiges an neuen Sachen wurden hinzugefügt, dazu gleich mehr.
Installiert man Fender Studio Pro 8, bleibt die alte Installation von Presonus Studio One Pro 7 erhalten, die beiden DAWs können auch nebeneinander betrieben werden, falls man mag. Wofür es aber eigentlich keinen Grund gibt: Sämtlich Pfade, Plug-ins, Sample-Librarys, Soundsets und Tools, die man in Presonus Studio One Pro genutzt hat, werden automatisch von Fender Studio Pro erkannt und eingebunden – auch die des Pro+ Modells mit den zusätzlichen Inhalten. Bis auf das recht schlanke Hauptprogramm muss nichts (neu) installiert werden, lediglich ein paar kleinere Tools werden nach dem ersten Programmstart von Fender Studio Pro bei Bedarf automatisch nachgeladen.
Alle alten Projekte und Shows ließen sich im Test problemlos laden. Auch meine MIDI-Controller – das alte M-Audio USB 88 Pro – Keyboard und der Presonus ATOM – und das Audiointerface wurden automatisch erkannt und integriert. Nur die externen Synthesizer musste ich neu anmelden, ansonsten: Alles wie gehabt und deutlich stressfreier als befürchtet.
Mein PreSonus-Nutzeraccount (ich bin seit Version 4 dabei) wurde am 13. Januar ebenso stressfrei zu einem MyFender-Account: Einfach mit den PreSonus Login-Daten auf der MyFender-Seite einloggen, fertig. Wo man sich nicht groß neu orientieren muss, das Seitendesign wurde fast komplett übernommen. Dafür gibt es hier nun noch als „Goodie“ einiges an neuen Produkten, die für Fender Studio Pro Nutzer enthalten sind und die ich als Plus-Nutzer kostenlos zu meinem Konto hinzufügen kann. Wie zum Beispiel:
- Shimmer Verb und Temperance Lite von Eventide
- das Convolution Reverb HitVerb 54th Street Studio 6
- Bassroom von Mastering the Mix
- den kleinen Synthie Galactron von Mntra
- das Native Instruments Fender Bundle, bestehend aus Massive X Player samt Bas Music Essentials und Lo-fi & Chill Plucks plus Izotope Neutron Elements
- die Practice-App Melodics von Gift
- das Fender Wild Tones Bundle mit den Safari Pedals Flamingo Verb, Gorilla Drive und Hawk Phaser
- die Effekt-Plug-ins Obliterate und Punctuate von Newfangled Audio
- die Blackbox HG-2 von Brainworx
- drei Monate den KI-Vocal-Changer Voice by Auribus
… und einiges andere mehr. Ein nettes Willkommensgeschenk, das den Umstieg auf den neuen Namen versüßt.
Programmstart, GUI und Inspektoren
Der Starthub von Fender Studio Pro 8 ist fast unverändert, lediglich das neue Logo, ein paar neue Farben und die Umbenennung von „Songs“ in „Sessions“ fallen als Neuerung ins Auge. Ansonsten ist alles vertraut: Links der Browser für die Sessions, Projects und Shows, mittig das Artist Profile samt Soundcloud und das Setup, rechts der News Feed.
Die Nutzeroberfläche (aka GUI) der Fender Studio Pro 8 DAW ist auf den ersten Blick inhaltlich so aufgebaut wie beim Vorgänger, das Interface-Design aber wurde überarbeitet, um es „nahtlos in Fender Studio und das gesamte Fender-Produkt-Ökosystem“ zu integrieren. Der Look ist jetzt mit seinem dezenten 3D-Stil etwas klarer, Werkzeug- und Transportleisten wurden ebenso überarbeitet und vereinheitlicht wie auch die meisten benutzerdefinierten Native FX-Plug-ins. Auch die Instrumente Impact, Sample One, Mai Tai und Mojito wurden visuell auf die neue Linie gebracht und können nun zwischen hellem und dunklen Design wechseln. In der Konsolenansicht sind die verschiebbaren Trennlinien zwischen den Fader-, Send- und Insertbereichen nun mithilfe eines Trennlinien-Griffs („mouse-over divider handle“) beim Überfahren mit der Maus leichter zu erkennen.
Im Inspector kann ich jetzt die Abschnitte für Channel- und Event-Inspector auf Wunsch auch entfernen, nur die Track-Parameter werden immer angezeigt. Über die Schaltfläche „Anpassung“ kann man ordentlich aufräumen und im Inspector, aber auch in der Transportleiste, den Spurbedienelementen, der Werkzeugleiste und im Browser zudem alles abschalten, was gerade nicht gebraucht wird. Das erhöht enorm die Übersicht und schafft Platz für die wirklich wichtigen Sachen.
Schön auch, dass ich das Panning nun auch direkt in den Spureinstellungen ändern kann, ohne den Umweg über den Mixer machen zu müssen. Apropos Spurbedienelemente: Hier ist eine neue „Freeze“-Schaltfläche hinzugekommen (die in der deutschen Version „Einfrieren“ heißt). Damit kann ich Knopfdruck eine MIDI-Spur in einen Audiotrack transformieren oder eine Audiospur mitsamt Effekten in eine gerenderte Audiospur.
Neue Arranger- und Kanalübersicht
Ein willkommenes neues Feature ist der Arranger-View (in der deutschen Version „Übersicht“), der im oberen Bereich des Fensters ein stark verkleinertes Abbild des kompletten Arrangements anzeigt. Hier kann ich scrollen und zoomen und so schnell zur gewünschten Position in der großen Arranger-Ansicht gelangen, sehr praktisch.
Ebenfalls äußerst praktisch ist die neue Kanalübersicht, die ich entweder über das neue Icon unten rechts oder über zweimaliges Doppelklicken in den leeren Bereich der Spurkontrolle erreiche. Der sieht aus wie ein horizontaler Kanalzug, bildet dabei aber detailliert und übersichtlich alle Aspekte eines Kanals über die gesamte Breite der Arrangement-Ansicht ab.
Dort kann ich zum Beispiel alle relevanten Parameter von Insert-Effekten direkt aufrufen, ohne die erst umständlich über den Mixer und die Plug-in-Editoren zu öffnen. Bei den in Studio One Pro enthaltenen Effekten sind die Bedienelemente bereits fertig zugeordnet und eingerichtet, bei den Effekten von Drittanbietern kann man das über „Parameter konfigurieren“ selbst erledigen und festlegen, die in der Mini-Ansicht gezeigt werden sollen. Das tut insgesamt dem Workflow spürbar gut.
Audio-to-MIDI mit KI-Hilfe
Eines meiner persönlichen Highlights in Fender Studio 8 Pro sind die neuen Funktionen „Beats extrahieren“ und „Noten extrahieren“. Hier werden mit Hilfe „modernster KI- und Machine-Learning-Technologie“ Audiotracks in MIDI-Tracks verwandelt. Während „Noten extrahieren“ nicht nur mit monophonen, sondern auch mit polyphonen Instrumenten und sogar mit komplexeren Tracks funktioniert, ist „Beats extrahieren“ speziell für akustische Drums trainiert – ein tolles Tool für das schnelle Drum-Replacement.
Das funktioniert so: Rechtsklick im Audio-Drum-Track, „Schlagzeug extrahieren“ auswählen, um das Audiomaterial analysieren zu lassen. Je nach Komplexität und Länge der Tracks dauert es mal ein paar Sekunden mehr, mal weniger, dann öffnet sich automatisch eine Instrumentenspur mit dem fertigen MIDI-File, wobei die Sounds vom Drumplayer Impact wiedergegeben werden. Hier lassen sich die Sounds dann auch schnell gegen andere austauschen.
Das klingt dann so (die nachfolgenden Beispiele stammen alle aus den mitgelieferten Loops von Fender Studio Pro 8). Hier die Audio-Drumloop:
Und hier das Ergebnis nach der Audio-to-MIDI-Umwandlung.
Das ist doch schon recht nah dran, grundsätzlich stimmen Timing und verwendetes Schlagwerk. Noch ein bisschen Sounds tauschen, dann passt es. Hin und wieder muss man bei schnelleren Tempi oder komplexeren Settings noch das eine oder andere Ereignis geraderücken. Hier das Original:
Und hier wieder das MIDI-Ergebnis.
Legt man diese in Fender Studio Pro 8 nun übereinander, hört man noch einige wenige kleinere Stolperer. Aber die lassen sich ja leicht bearbeiten. Zumindest wesentlich leichter als den ganzen Track von Hand nachzubauen.
Besonders glücklich bin ich persönlich aber über die Möglichkeit, auch Noten aus Audiotracks zu extrahieren, habe ich doch einige ältere Tracks (aus meiner Vergangenheit als Komponist für Game-Musiken), die ich gerne noch mal neu auflegen würde, von denen ich aber nur noch die Audioversionen habe. Ob das funktioniert? Starten wir mal ganz einfach mit einer einstimmigen Saxofon-Phrase:
Die wird bei der Umwandlung in MIDI erst einmal mit dem Standard-Sound aus Mai Tai wiedergegeben. Wobei die speziellen Saxofon-Phrasierungen in dem Fall aber natürlich nicht mit einfließen können.
Die müsste man dann von Hand einbauen, wenn man das Instrument austauscht. Aber die Tonhöhen und -längen stimmen.
Auch mit mehrstimmigen Phrasen hat das KI-Tool von Fender Studio Pro 8 keine Probleme. Hier mal ein paar Takte Jazz-Piano:
… und das MIDI-Mai-Tai-Ergebnis:
Und wenn ich das jetzt gegen einen Piano-Sound aus dem Eagle aus Halion Sonic tausche, bin ich schon sehr nah am Original:
Bei sehr verschachtelten Tracks mit mehreren mehrstimmigen Instrumenten kommt die KI etwas ins Stolpern. Auch weil ja nun alles, was sie hört, in einen einzelnen MIDI-Track geschrieben wird.
Das hier sind zum Beispiel einige Takte aus einem On-Game-Track einer alten Musik von mir zum PC-Spiel „Die Siedler von Catan“ von 1999:
Am Ergebnis (hier schon mit einem Eagle-Piano) muss man die Trennung der Tracks dann von Hand vornehmen und den einzelnen Instrumenten zuordnen. Aber: Harmonien und Tonfolgen stimmen schon mal – das ist viel einfacher, als alles per Gehör zu rekonstruieren.
Bei manchen (Band-) Tracks würde dann sicherlich auch eine vorherige Stem-Separation hilfreich sein, um vorab Drums und Bass aus dem Spiel zu nehmen. Und da die KI ja ständig hinzulernt – das liegt in ihrer Natur – bin ich zuversichtlich, dass das noch besser wird. Ein sehr guter, brauchbarer Anfang ist da jedenfalls gemacht.
Kreativer Input durch den verbesserten Chordtrack
Der Chordtrack wurde für Fender Studio Pro 8 überarbeitet und kann jetzt – zusammen mit dem zusätzlichen Akkord-Assistenten – auch kontextbezogene Alternativen oder komplett neue Akkordfolgen vorschlagen. Dabei werden Wahrscheinlichkeitsmodelle zu Grunde gelegt, die auf Tausenden von bekannten Akkordprogressionen basieren. Klicke ich im Akkord-Track auf den neuen Pfeil neben dem Akkord, öffnet sich ein kleines Popup, das mir ebenfalls passende Akkorde vorschlägt.
Alternativ kann ich auch Doppelklicken, um in die etwas umfangreichere Akkordauswahl zu gelangen. Damit muss ich dann nicht groß rumprobieren oder im Hinterkopf nach der früher mal gelernten Harmonielehre kramen. Einmal gefundene Akkordfolgen können als Preset gespeichert werden. Außerdem bietet Fender Studio Pro 8 auch einige recht einfache vorgefertigte Modelle in Dur und Moll zum Experimentieren an. Vielleicht findet sich ja auch irgendwann jemand, der das komplette Real Book als Presets konvertiert.
Metronom und Tempo
Das Metronom von Studio One war bisher gerade bei etwas komplexeren Rhythmen wie 12/8 schon ein wenig limitiert, kann der doch sowohl in 12 Achtelnoten, sechs Viertelnoten oder vier punktierten Viertelnoten unterteilt werden. Dem trägt Fender Studio Pro 8 nun Rechnung, indem es die Taktart-Events um eine neue Option für die Einstellung der Taktdauer erweitert. Dadurch folgen Metronom und Tempoanzeige korrekt dem definierten Schlag.
Das Metronom selbst wurde um ein „Drum-Metronom“ erweitert, das damit dann nicht einfach nur klickt, sondern die unterschiedlichsten Drumtracks als Tempohilfe unterlegt. Dazu aktiviere ich in den Metronom-Einstellungen einfach das Trommelsymbol und kann dann aus einer lange Liste aus den Stilen Rock, Metal, Blues, Country/Folk, Funk/R&B, Jazz und World den passenden Track aussuchen. Diese Drumtracks kann ich einerseits dann auch in meine eigenen Songs übertragen, andererseits aber auch selbst Drumtracks ins Metronom hochladen. Endlich hat das eintönige Klick Klick Klick ein Ende.
Nicht nur für Gitarristen: zwei neue Fender Plug-ins
Mit Fender Studio Pro 8 sind auch einige neue Plug-ins in die DAW gekommen. Dazu gehören die beiden ersten von Fender entwickelten nativen Effekt-Plug-ins Mustang Native und Rumble Native.
Mustang Native basiert auf Fenders Mustang-Serie von DSP-basierten Gitarren-Amps und bietet satte 39 Gitarrenverstärkermodelle und 73 klangstarke Effektpedale aus den Kategorien Stomp Box, Modulation, Delay, Reverb, Dynamic + EQ sowie Filter + Pitch, die in beliebiger Reihenfolge hintereinandergeschaltet werden können. Da muss man aber auch nicht selbst herumprobieren, sondern kann sich aus einer lange Liste mit 226 fertigen Setups bedienen. Die aus einem simplen Gitarrensound tatsächlich extrem facettenreich das letzte herausholen – es macht unglaublich Spaß, damit zu experimentieren. Wobei aber nicht nur Gitarristen damit glücklich werden dürften, auch Synthie-Sounds, Bässe, Vocals, Drums oder was auch immer lassen sich damit wunderbar verändern, anfetten oder schöner machen. Die Amps kann man auf Wunsch ja auch auf Bypass schalten.
Ach so: Ein Stimmgerät ist auch mit dabei. Kleiner Haken: Einmal gab es im Test eine Fehlermeldung, dass Mustang Native deaktiviert worden sei, da es „ungültige Daten erzeugt habe“. Warum auch immer. Aber nun gut, es gab immerhin keinen Absturz und nach einem neuerlichen Laden des Plug-ins lief es wieder. Hier einige Klangbeispiele. Erst der Original-Sound (Session Guitarist Mint Pop), dann wahllos einige Presets rausgegriffen.
Rumble Native stammt – wer hätte das gedacht – aus Fenders Rumble Serie (DSP-basierte Bass-Verstärker) und fährt 20 Amp-Modelle und ebenfalls rund 70 Effektpedale auf. Hier kann man aus 110 Presets wählen oder sich seine eigene Effekt-Verstärker-Kette basteln.
Studio Verb und Voice FX
Mit dem neuen, sehr vielseitigen algorithmischen Hall-Effekt Studio Verb deckt Fender Studio Pro 8 ein breites Spektrum an Klängen und Anwendungen ab. Die Raumsimulation hat das Ziel, möglichst realistisch vielfältige Räume abzubilden. Die Preset-Liste hat zum einen in den „Real Rooms“ alle „Standards“ in den unterschiedlichsten Ausführungen im Programm (Cathedral, Stage, Concert Hall etc.), aber vor allem auch Ungewöhnliches, wie Keller, Bungalow, Taj Mahal oder Cold Studio. Hinzukommen „Special Spaces“ (wie Drums in Moria, Flat Earth, Fairytale), “Creative Spaces” (z. B. Diamonds, Mirrors, Soap Foam), “Plates” und “Instruments” (Drums, Guitars, Keys, Vocals).
Eine weitere Besonderheit ist der Ping-Button, mit dem sich ein Rauschimpuls mit der vollen Breite des Frequenzspektrums in die Reverb-Engine schicken lässt. Gut geeignet für das Feintuning oder um eigene Presets zu bauen und neutral zu testen. Die Einstellungen für Parameter wie Pre, Size, Decay, Damping, Distance oder Width erfolgt – auf der angenehm großen Oberfläche des Plug-ins – mit Fadern.
Hinzukommen Drehregler für Modulation, Color, Low-Cut, Gain und Mix. Wird Studio Verb in einem Mehrkanal-Surround-Signalweg eingesetzt, gibt es zusätzliche Regler für Center- und Sub-Pegel. Damit ist Studio Verb eine Art Schweizer Messer für Reverb-Angelegenheiten und zwar eines, das auch noch gut klingt.
Das Voice-Effekt-Plugin VoiceFX wurde laut Fender hinzugefügt, um die Kompatibilität mit Fender Studio zu gewährleisten (siehe Abschnitt „Fender Studio und Fender Studio Pro“). Es umfasst die sechs Effekttypen De-Tuner, Delay, Transformer, Filter, Ringmodulator und Vocoder und ist als Tool für Podcasts oder Voice-Overs gedacht. Die Qualität schwankt da zwischen „Ganz nett und brauchbar“ bis hin zu „na ja“. Für mehr fehlt es da an Einstellmöglichkeiten. Hier mal einige Klangbeispiele:
Und außerdem noch
Hier noch eine kurze Übersicht, was sich sonst noch so alles getan hat in Fender Studio Pro 8.
- Das VU-Meter, das zuvor separat heruntergeladen werden musste, ist jetzt als Teil des Native FX Plugin-Sets vorinstalliert
- Impact und Sample One bieten jetzt direktes Fade-in/Fade-out, unbegrenzte Crossfade-Länge, manuelle Bearbeitung des File-Tempos und die Tempo-Optionen „Double Speed“ und „Half Speed“
- Sample One hat eine vollständige Modulationsmatrix mit bis zu 16 Patch-Punkten mit jeweils 14 Quellen und 24 Zielen erhalten
- Internes Cue-Mix-System, mit dem Nutzer mehrere unabhängige Monitor- oder Kopfhörer Mixe einrichten können. Einzige Begrenzung ist die Zahl der Ausgänge des angeschlossenen Audiointerface
- Die Klicks auf Instrumenten- und Effekt-Slots wurden umgekehrt: Ein einfacher Klick öffnet nun den Plug-in- oder Instrumenteneditor, während ein Doppelklick die Mikroansicht für das jeweilige Gerät erweitert oder reduziert
- Auf der Showpage ist jetzt die Videowiedergabe verfügbar (Videospur und Videoplayer-Fenster mit randlosem Vollbildmodus). Außerdem auch mehrere unabhängige Monitor- und Kopfhörer-Mixes mit Hilfe von Cue-Mix-Sends und Ausgängen
- Auch im Arranger-Fenster hat der Videoplayer nun eine randlose Vollbildansicht
- Verbessertes Handling externer Dateien
- Verbesserte Export-/Mixdown-Optionen
- Spaßiges „Jam Now-Template“ zum Jammen zu fertigen Tracks. Klasse zum Üben.
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Moin danke für die Klarstellung. Mein geliebtes Samplitude Pro hat wie Studio One und Reason ebenfalls den Besitzer gewechselt und gehört nun nicht mehr zu Magix, sondern Borisfx. Bin mal gespannt ob die es besser in den Griff bekommen, Bugs beim Routing zu fixen. Ich fand Magix eigentlich immer sympathisch in Sachen Support und auch Preisgestaltung und würd gern weiterhin mit Samplitude Pro rumklimpern, da es den schnellsten Workflow bietet mit dem Objekteditor und der total flexiblen Spurgestaltung.
Die Menschen sind oft dumm, wenn es um Übernahmen gibt. Sie drehen ihrem Produkt den Rücken zu und hätten es lieber gesehen, wenn es komplett eingestellt wird, anstatt unter neuer Flagge weiterzuführen.
Sicher gibt es auch immer wieder – leider all zu oft – Projekte, die dabei auf der Strecke bleiben. Kürzungen, Entlassungen usw. Hoffen wir mal, dass es bei Studio One/Fender Pro nicht so kommen wird, denn auch ich habe Angst, dass meine ganze Presonus-Hardware irgendwann „seltsamerweise“ nicht mehr unterstützt wird, da man einen Nachfolger mit Fender-Logo herausbringt.
Allerdings SOLLTEN Geschäftsleute auch mittlerweile mitbekommen haben, dass sie sich nicht so leicht hinters Licht führen lassen und die Toleranzspanne kurz ist. Ich glaube wenn ich jetzt nicht schon so viel Geld in die Presonus-Hardware gesteckt hätte, würde ich mir vermutlich auch noch mal Cubase anschauen, aber das fand ich vor zig Jahren so schlecht, dass ich das nie wieder in Erwägung gezogen hatte.
Schauen wir mal, wohin die Reise jetzt mit Fender geht. Im Prinzip ist es ja (für mich als Keyboarder mit wenig Erfahrungen im Gitarrenbereich) ein großer Name. Aber komisch ist es schon. Wohler wäre mir, wenn z.B. Roland oder Korg die Marke gekauft hätte :)
@Andreas aha, und Du leidest ganz sicher nicht unter Schizophrenie?
„die Menschen sind dumm…“…schreibst aber selber, warum sie berechtigt „dumm“ sind, mit den Argumenten, warum die Dummen für dich dumm sind!
– Sicher gibt es auch immer wieder – leider all zu oft – Projekte, die dabei auf der Strecke bleiben. Kürzungen, Entlassungen usw.
– ich habe Angst, dass meine ganze Presonus-Hardware irgendwann „seltsamerweise“ nicht mehr unterstützt wird
– dass sie sich nicht so leicht hinters Licht führen lassen und die Toleranzspanne kurz ist
– wenn ich jetzt nicht schon so viel Geld in die Presonus-Hardware gesteckt hätte, würde ich mir vermutlich auch noch mal Cubase anschauen
– Aber komisch ist es schon. Wohler wäre mir, wenn z.B. Roland oder Korg die Marke gekauft hätte :)
…merkste was? 😁
@Mick Nein, nein. Ich rede hier von berechtigten Ängsten, die passieren KÖNNTEN.
Dumm sind die, die JETZT schon sagen „Bye Bye“ und „Ich nutze die Software ab so fort nicht mehr/Wechsel auf eine andere DAW“, weil jetzt Fender drauf steht. Sowas finde ich halt dumm und unlogisch.
Aber jetzt schon ein neues/geändertes Produkt als „gescheitert“ anzusehen finde ich dann einfach etwas kurzsichtig. Ich meine man kann Studio One 7 ja auch weiterhin nutzen. Das war ja keine schlechte DAW. Oder eben auf Fender Studio One 8 upgraden und „diesen Weg weitergehen“. Oder eben komplett eine andere Richtung einschlagen und quasi von vorne anfangen.
Ich persönlich möchte das eigentlich nicht schon wieder durchmachen und mich dann hinterher ärgern, dass viele Projekte mehr oder weniger verloren sind, weil sie in einer anderen DAW gemacht wurden, die man nicht mehr benutzt, bzw,. benutzen kann.
Deswegen werde ich auch Tapfer Fender beiseite stehen. Werde ich dann ja sehen, ob ich dann trotzdem wieder der Dumme bin :D
Ich habe ein schlechtes Bauchgefühl. Presonus hatte einen Namen und Bekanntheit, und zwar für Musiker aller Instrumentengattungen.
Bei Fender denke ich an Expertise, die sich auf Gitarren/Bässe und deren Verstärker bezieht.
Insofern schadet die Umbenennung den betroffenen Produkten, was vermutlich kein Versehen ist.
@m.steinwachs: „Fender hat PreSonus schon vor fünf Jahren übernommen und bis jetzt ist vom vielfach postulierten Untergang von Studio One nichts zu spüren, im Gegenteil.
Deshalb kommen wir jetzt mal alle wieder runter, atmen tief durch und nehmen Fender Studio Pro 8 als das, was es ist: ein gelungenes Update einer sehr guten DAW.“
Du hast schon Recht. Allerdings halte ich die Umbenennung nach wie vor für keine gute Idee. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie sich das Verhältnis Seitenzupfer/Tastendrücker bei den Studio One Usern verhält. Erstere haben vermutlich kein Problem damit.
@Tai Na ja, ich denke, dass auch die Tastendrücker von der neuen Version durchaus profitieren, das meiste hat ja nichts direkt mit Gitarre zu tun. Selbst die beiden Fender-Plugins kann man ja auch gut abseits der Saitenzupferei einsetzen. Insofern wäre das eher eine reine Kopfsache, wenn man ein Problem mit dem Namen Fender hat. Bisher habe ich nicht den Eindruck, dass es da in Richtung Gitarre geht.
Mir gefällt das neue Fender USB Audiointerface recht gut. Es könnte ein ernsthafter Mitbewerber zu den feuerwehrroten Fokusierten werden. Ich bin sehr gespannt auf einen Test ob es klanglich und funktional überzeugt im Vergleich. Nach dem 70er Jazz-Bass (der Bass aller Bässe) nun DAW und Interface? Klingt nicht nur verrückt, ist es auch!
zumindest sind die Upgrade-Preise wieder billiger geworden!
Jetzt darf Fender nur nicht den gleichen Fehler machen, den Gibson mit Cakewalk gemacht hat. Eine eigene DAW zu besitzen und sie dann nicht weiterzuentwickeln oder de facto sogar zu verschlechtern ist nun einmal kontraproduktiv und schadet dem Namen.
Das Studio Pro 8 endlich eine vernünftige MIDI-Implementation erhält, ist jetzt jedoch noch unwahrscheinlicher.
@Mac Abre Da habe ich wenig Sorge – ist ja immer noch dasselbe Team aus Hamburg. Und Fender hat Presonus ja nun auch schon vor 5 Jahren übernommen, seitdem ist nichts schlechter geworden. Das jetzt ist nur eine Namensänderung.
@m.steinwachs Stimmt, noch schlechter ist es nicht geworden. Userwünsche werden weiterhin ignoriert um stattdessen ach so hippe Dinge wie AI einzubauen.
@Mac Abre Also ich finde zum Beispiel die AI-Features wie Stem-Separation oder Audio-to-MIDI schon sehr praktisch und gar nicht „hip“, setze ich oft ein. Welche Userwünsche wurden denn ignoriert?
@Mac Abre es wurde einige Userwünsche ignoriert bzw. noch nicht umgesetzt, aber Stem-Separation und Audio to Midi (Stichwort KI) sind verwirklichte Userwünsche.
Im Großen und Ganzen eine gutes Update. Was mir aber immer noch fehlt, bzw. Nachteile:
*keine globalen Modulatoren wie in Live oder Cubase.
*Pattern Mode nach wie vor auf Drums ausgerichtet, der Melodic Pattern Mode in Cubase kann da deutlich mehr.
*Deutlich weniger Effekte wie die Mitbewerber Cubase, Live oder Bitwig. Betrifft FX wie Midi-Effekte aber auch Instrumente
*Native Plugins noch immer nicht skalierbar
*Note FX könnte man mal modernisieren und erweitern
*DAW übernimmt nur die Windows Skalierung, Live kann man in 1 Prozent Schritten skalieren
*Channel Overview zeigt nur FX aber keine Instrumente
@geryzenz Ich bin ca. 2010 von Cubase zu Studio One umgestiegen und habe Ende letzten Jahres ein Upgrade auf v7.2.3 gemacht. Der Workflow gefällt mir nach wie vor gut. Man kommt oft mit weniger Clicks zum Ziel als ich das von Cubase kannte.
Die genannten Nachteile kann ich nachvollziehen, insbesondere, was die Skalierung betrifft.
Leider gibt es immer noch Abstürze mit einigen Plugins beim Laden. Ich habe es inzwischen aufgegeben, Diagnose-Berichte zu senden, weil sich dann meist DAW- und Plugin-Hersteller die Schuld gegenseitig in die Schuhe schieben.
Die Show-page wird wohl nach vor wie vor wenig für Live-Anwendungen geeignet sein, wenn ich davon ausgehe, was Cantabile leisten kann.
Bei der Generierung und Bearbeitung von Drums hätte ich mir gewünscht, dass mal ein Hersteller das Konzept von Jamstix aufgreift und in seine Anwendung integriert.
@ukm Hattest Du die Abstürze bei der 7.2.3 oder bei der neuen 8.0? Und mit welchen Plugins? Ich hatte bisher noch keine, habe aber auch noch lange nicht alle (aktuell 633) Plugins bei mir ausprobiert. Dann würde ich mal schauen, ob die sich auch bei mir verabschieden.
@m.steinwachs Die Abstürze hatte ich mit v7.2.3 und vorher auch mit v5 (letzte Version; alles unter Win10 64 bit).
Die Plugins waren“ Noiseash VocalFinalizer“ und zuletzt auch „Leson DeepStereo Upmixer“. Ich habe dann den Buffer erhöht und/oder Plugin Nap ausgeschaltet. Nach meist mehreren Versuchen ging es dann mal wieder.
Meine Kommunikation mit Presonus und Noiseash führte zu keinem Ergebnis.
@ukm Ergänzung: Das Verhalten der Plugins erinnert mich stark an den sogenannten „Denormal-Bug“.
Vor dem Absturz geht die CPU-Last hoch. Da kann der DAW-Entwickler nichts machen. Wenn man Plugin-Entwickler darauf anspricht, wollen die meist nichts damit zu tun haben.
@ukm Ja, das scheint dann tatsächlich ein Problem auf Seiten der PlugIns zu sein, die wohl nicht ganz sauber programmiert sind. Und sich dann in bestimmten Konstellationen/Settings verabschieden. Und solange so was nicht bei vielen Nutzern auftritt, stellen sich die Entwickler dann oft leider tot.
Ich selbst habe diese beiden Plugins nicht, konnte das jetzt also nicht nachbauen. Und hatte bisher auch noch keine Probleme mit PlugIns, weder in 7.23 noch in 8.0 (trotz der Menge, die ich habe).
@ukm Ich bin auch 2010 von Cubase auf Studio One. 😁
Man merkte damals schon stark, dass die Urheber ehemalige Steinberg Leute waren, dadurch war der Umstieg so easy und vieles war deutlich einfacher zu erreichen, eben auch durch weniger Clicks, besseres Fenster Management usw.
Ich hab beim Laden eigentlich recht wenige Abstürze, sondern eher beim Schließen der Session oder beim Entfernen von Plugins.
Wird jemand, der nicht Gitarre spielt, in Zukunft Studio One kaufen?
Ich würde sagen, die Umbenennung wird einen großen Anteil potentieller Käufer eine andere DAW kaufen lassen.
@Apfelstern Ich glaube ja nicht, dass potentielle Käufer eine DAW mal eben so einfach so nach dem Namen kaufen. Die werden doch sicherlich vorher den ein oder anderen Test gelesen haben. Und dann feststellen, dass Fender Studio Pro – zumindest aktuell – eher wenig gitarrenlastig ist.
@m.steinwachs Die erste Hürde, wenn man jemanden vom Kauf überzeugen möchte, ist, daß der potentielle Kunde das Produkt überhaupt in Erwägung zieht.
Fender Studio werden die meisten Menschen als Gitarren-Software einschätzen.
Wenn dann jemand sagt, nein das kann mehr, das war mal Presonus Studio One, da argumentiert man schon gegen ein Problem, das durch die Umbenennung erst geschaffen wurde.
Selbst bei Menschen, die es schon länger kennen, ist die Umbenennung ein mögliches Signal, daß die Ausrichtung zukünftig geändert wird.
Ich würde es alleine schon deshalb nicht mehr kaufen.
Die Firma wird sehen, wie sich die Verkaufszahlen entwickeln. Vielleicht liege ich falsch. Ich glaube nicht. Aber am Ende ist Spekulation darüber für die Firma nicht wichtig. Die Zahlen werden es so oder so zeigen.
@Apfelstern Na ja, es werden auch PA-Systeme, Harmonicas, Kopfhörer, In-Ear-Monitore und Bluetooth-Lautsprecher von Fender gekauft – früher sogar einmal elektrische Klaviere. 🙂 Warum also keine Audio-Interfaces oder eine DAW?
Dass sie Software können, haben sie ja bereits gezeigt (Tone Master Modeling), und durch Fender Studio bekommt die Pro-Version vielleicht sogar noch zusätzlichen Schub.
@willbloke Oh ja – wenn ich da an mein altes Fender Rhodes denke… war der größte Fehler in meinem Leben, das zu verkaufen.
@m.steinwachs Würde ich eine Gitarre kaufen, wäre eine Fender Strat meine erste Wahl.
Ich muss sagen, ich mag die Studio Pro 8 Version von Fender sehr und teile die Sorgen bezüglich einer mangelnden Weiterentwicklung der Software nicht. Es gibt einige neue Features sowie neue, intuitive Bedienelemente, und die Funktionen sind insgesamt gut durchdacht und praxisnah umgesetzt.
Das Einzige, was mir negativ aufgefallen ist, ist, dass Studio Pro 8 bei der Verwendung von Plugins wie zum Beispiel Toontrack Superior Drummer 3 oder Ozone 11 etwa 10 % mehr CPU-Auslastung verursacht als Studio One 7.2 (Mac mini M4 Pro). Ist das noch jemandem aufgefallen? Ich gehe davon aus, dass dieses Issue von der einen oder anderen Seite bald behoben wird.
Ansonsten finde ich das Update insgesamt sehr gelungen.
@willbloke Ist mir bisher nicht aufgefallen, aber das hatte ich schon mehrfach jetzt gelesen. Werde ich mal bei mir beobachten und berichten.
Ich hatte schon mehr die Befürchtung, das Presonus schon ab 6.0 sich mehr auf Sampleschieber setzt als auf gestandene handwerkliche Musiker.
Es hat mich schon genervt das Neuerung wie Sample Splice und Ähnliches pro Update gefeiert wurde.
Weswegen ich auch kein Sinn mehr sah ab 6.5 upzugraden zumal auch die Preispolitik und deren Systematische Ausbeutung mich schwer enttäuscht hat . Allerdings habe ich mir den weiteren Verlauf bei Studio One beobachtet und als jetzt der große Wechsel recht überraschend kam, sah auch ich endgültig die Felle davon schwimmen.
Wenn man sich jedoch auf dieses Upgrade einlässt, scheint es sich tatsächlich für handwerkliche Musiker zu lohnen und bis die üblichen Bugs ausgebügelt sind ,entweder zu warten oder aber sich darauf einlassen und auf die Updates innerhalb eines Jahres zu warten. Denn die müssten als “ Jahresgarantie“ inbegriffen sein. ( Was ich auch als reine Geldschneiderei sehe…früher waren Upgrades bis zum nächsten großen Version X.0 Wechsel kostenlos.
Und das hatte damals Presonus auch noch besonders gemacht, weil Sie diesen
“ Schmuh“ bis zur Übernahme nicht mitgemacht hatten.