Test: Fluid Audio FX8, Studio Monitor

Technische Ausstattung

Wie der Name schon vermuten lässt, arbeitet in der FX8 ein 8″ Woofer. Unterstützt wird er in den Höhen von einem 30 mm Tweeter mit Neodym-Magneten. Die Besonderheit ist die koaxiale Anordnung der beiden Speaker. Der Hochtöner sitzt in der Mitte des Basslautsprechers, somit strahlen alle Frequenzen von einem Punkt aus, was im Nahbereich ein homogeneres Klangbild ergibt.

Coax Speaker, der Hochtöner sitzt vor dem Woofer

Koax Speaker, der Hochtöner sitzt vor dem Woofer

Getrennt werden die beiden Klangwandler bei 2,4 kHz, wobei beiden Wegen ein eigener Verstärker zur Verfügung steht. Damit ist die FX8 eine echte Aktivbox. 80 Watt liefert die Bassendstufe, mit 50 Watt wird der Hochtöner versorgt. Der Frequenzgang ist mit 35 Hz bis 22 kHz angegeben.

Diverse Schutzschaltungen und ein Ausgangsstrombegrenzer sichern die Komponenten ab, eine Abschirmung gegen Einstreuungen ist ebenso vorhanden.

Schön ist die Standby-Funktion, die nach 15-minütiger Inaktivität die Elektronik in den Schlafmodus versetzt. Optisch erkennbar ist das an der Betriebs-LED, die ihre Farbe von blau auf rot wechselt.

Durch das Koax-Prinzip lässt sich ein Gehäuse recht kompakt bauen, 340 x 254 x 270 mm misst die FX8 in Höhe/Breite/Tiefe. Mit 9,8 kg ist sie dazu noch recht handlich.

Praxis

Bisher macht das Fluid Audio-Produkt einen guten und ausgereiften Eindruck, hören wir mal, wie es klingt.

Ich platziere die Monitore ca. 2 Meter von meiner Abhörposition weg. Das geht etwas über den Nahbereich hinaus, dürfte aber die Bässe etwas in ihrer Arbeit unterstützen. Zugleich habe ich eine schöne Vergleichsmöglichkeit zu meiner Hauptabhöre Emes Violett HR, die sich an dieser Position befinden und auf die ich zum Vergleichen immer wieder umschalte.

Ich höre quer durch meine Musik-Bibliothek. Ich habe da zwar ein paar Vorlieben, vermeide es aber, immer dieselben Testsongs durchzuhören. So bleibt das Ohr frischer und ich kann mir anhören, auf was ich im Moment auch Lust habe.

Zuerst lande ich bei Amadou & Miriam, eine bunte Afro-Melange aus Mali, mit dem Stück „M´Bifé Balafon„.

Der Song arbeitet mit einer breiten Verteilung der Instrumente im Panorama, was von den Fluid-Monitoren gut abgebildet wird. Der Bass kommt recht weich, aber nicht undifferenziert. Die Mitten sind etwas überrepräsentiert, was gut am titelgebenden Instrument zu hören ist. Die Stimmen sind natürlich, die Höhen klingen in der Auflösung sehr gut und sind nicht überzeichnet. Etwas zu kurz kommt die Tiefenstaffelung, es rückt alles recht plakativ nach vorn.

Nun zu The Afghan Whigs mit „Gentlemen“, ein Song aus den 90ern des vorigen Jahrhunderts.

Die Drums klingen gut und fett, die Kick könnte einen Tick knackiger sein. Die gedoppelten Gitarren sind auch wieder gut im Panorama auszumachen, matschen aber etwas und drücken den sowieso in den Hintergrund gemischten Gesang noch weiter weg. Die Bassline ist gut abgebildet. Hier gehe ich auch mal an die Lautstärkegrenze der Box, sie kann laut und was wichtiger ist, der Klang bleibt weitgehend erhalten und fällt nicht in sich zusammen.

Gleich noch ein Oldie, „Rock Lobster“ der B´52´s von 1979.

Das macht richtig Spaß zu hören, die Boxen passen perfekt zu der NewWave-BubbleGum-Ästhetik, alles schön weit vorn und „In Your Face“.

Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    80 Watt für den Bass und FÜNFZIG Watt für den Hochtonbereich, hast Du da nicht eine Null zu viel drauf? ;) Ansonsten finde ich KoaxLösungen auch immer interessant und der Name ist gut!

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Nee, keine Null zuviel.
      Du kennst doch das Konzept von EMES? Die gleiche Endstufe für Woofer und Tweeter, da dann das Impulsverhalten gleich ist.
      Evtl. steckt hier auch so ein Gedanke dahinter, möglichst ähnliche Amps und kleiner war der vielleicht nicht zu kriegen.

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