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Test: Focal Alpha 65, Alpha 80, Studiomonitore

Soundcheck

Das Wichtigste an Studiomonitoren ist natürlich der Klang und wie es sich damit arbeiten lässt. Nun richtet sich die Alpha Serie eher an Home- und kleinere Projektstudios, da gelten natürlich etwas andere Maßstäbe als bei professionellen und teuren Studios, aber eine gewisse Neutralität und gute räumliche Auflösung ist auch hier gefordert. In wie weit die Focals da mithalten können, teste ich mit fertiger Konservenmusik.

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Alpha 80

Ich beginne mit der Focal Alpha 80. Mit ihrem Gehäusevolumen und dem 8″ Speaker richtet sich die Box vorwiegend an Produzenten elektronischer Musik, die viel Bass enthält und diesen auch adäquat darstellen soll.

Ich wähle einige Stücke von Fatboy Slim aus, die ich recht gut im Ohr habe. Natürlich schalte ich auch immer wieder zu meinen Hauptmonitoren Emes Violett zurück, um den direkten Vergleich zu haben.

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Wie erwartet, die Focals können Bass. Dieser braucht allerdings naturgemäß etwas Platz, um zu wirken, so entfaltet er seine ganze Pracht in meinem Regieraum bei ca. 3 m Hörentfernung, das geht dann schon an die obere Grenze des Near Field Bereichs. Ein ausreichend großer Abhörraum sollte für die Monitore also zur Verfügung stehen.

Bei der Gelegenheit teste ich doch gleich mal die Klangregelung, also Bass auf volle Pulle. Inzwischen bin ich bei meinen Demosongs bei „Clint Eastwood“ von den Gorillaz angelangt. 6 dB mehr Bass schiebt ganz ordentlich, da die Alpha 80 aber nun wirklich schon genug Subs liefern, ist das eindeutig zu viel des Guten. Weil hier auch die Tiefmitten mit angehoben werden, verliert das Signal deutlich an Direktheit. Sinnvoller erscheint mir da eine Absenkung, wenn die Boxen zu nah in den Raumecken platziert sind.

Nun ist die Höhenbearbeitung dran. Ich habe auf Vorschlag der Bedienungsanleitung den Hochtöner auf +2 dB  angehoben und versuche nun, die für mich angenehmste Einstellung zu finden. Ganz ehrlich, den Unterschied im Wertebereich von -3 dB zu +3 dB würde ich jetzt mal als eher dezent beschreiben. Ist aber nicht schlimm, der Hochtonbereich klingt recht ausgewogen.

Nun bin ich bei Gitarrenmusik angelangt. Ich höre mir einige Songs an, von Muse zu The Hives, von Billy Talent zu The Police. Das scheint nicht die Paradedisziplin der Focals zu sein, hier nehme ich eine Schwäche im Mittenbereich wahr, die ein leicht nasales Klangbild erzeugt. Anscheinend ist hier die Trennung der beiden Komponenten nicht ganz so ideal gelungen.

Woofer + Tweeter, nicht optimal abgestimmt

Woofer + Tweeter, nicht optimal abgestimmt

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Forum
  1. Profilbild
    bobs world  

    In den Kommentaren von Privatnutzern gab es zu der Alpha 65 bisher nur gutes Feedback.
    In Fachmagazinen oder Fachportalen wurden die Alpha nicht durchweg gelobt.
    Die Raumverteilung/Ortung wurde kritisiert und wenn Filter nicht funktionieren ist das auch nicht so toll. Für den Aufgerufenen Preis scheint die Alpha 65 jedoch unterm Strich eine gute Box zu sein.

  2. Profilbild
    xh9o

    Ich kann die positiven Reviews nicht nachvollziehen. Der Bass ist recht rund und knackig, aber es gibt keinerlei Mittendynamik, bei Gitarrenmusik ist ruck zuck alles Matsch, so ziemlich jede Snare hat etwas ätzendes, wird einfach flach geschmatzt, irgendwo über den recht geräumigen Bass. Ich hab circa 30 Referenzstücke gespielt, es macht keinen Spaß, mit diesen Boxen zu arbeiten. Sie sind viel zu langsam und statisch im Vergleich mit etwa den neueren Adams. Der HF ist übrigens recht deutlich hörbar, betrifft allerdings eher die höchsten Mitten als die Frequenzspitzen. Leicht aufgedreht bekommt man etwas mehr Dynamik, aber trotzdem kaum Auflösung/Sauberkeit rein.

  3. Profilbild
    samsistema

    Es wird ja vom Hersteller dringend empfohlen, die dinger mindestens 50 Std. Einzuhören. Hattest du das gemacht. Der Klang wird dadurch um einiges offener und die Focal klingen besser. Mir persönlich gefallen die sehr gut. Gerade im Vergleich zu den Adam A5X und Dynaudio BM5MKIII, da die Focal doch recht günstig sind und dafür einiges hergeben. wichtig ist auch die Alpha 65 und nicht die Alpha 80 zu nehmen. Die 65 sind da um einiges gradliniger im Frequenzverlauf. Also ich bin mehr als zufrieden mit den Focal und ich habe sehr viel gutes von den alpha 65 gehört (nicht alpha 80).

  4. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Zuerst einmal, wir kommen zum gleichen Schluss, die 65er ist die besser abgestimmte Box.
    50 Stunden eingeschwungen? Natürlich nicht, hast du eine Vorstellung wieviel Zeit ich für einen Test inkl. Schreiben, Fotos erstellen und Veröffentlichung habe? Das Einhören verbessert natürlich, aber das sind Nuancen Wenn ein Monitor nicht funktioniert, dann kann ich ihn 1000 Jahre einarbeiten, da bessert sich nix grundlegend. Ich denke, ich bin mit meiner Erfahrung auch durchaus in der Lage, diesen Umstand entsprechend zu bewerten.
    Zudem werden die Testexemplare durch dir Redaktionen geschickt, wieviel Dienststunden die schon abgeleistet haben ist uns nicht bekannt.

    • Profilbild
      Boaz Prince

      Hi Armin,
      I’m looking to buy either the Focal Alpha 65 or Fluid Audio FPX7. The FPX7 is 120 euros more for a pair compared to the Alpha 65s. Is the FPX7 worth the premium or do you think it would be better to get the Alpha 65?

    • Profilbild
      samsistema

      Das ist falsch. Das break in bzw. Einschwingen der Lautsprecher ist sehr wichtig. Nicht um sonst lässt JBL seine Studio Lautsprecher 100 Stunden beim Hersteller Einschwingen bevor sie verkauft werden. Auch ich war am Anfang von meinen Alpha 65 nicht überzeugt. Ich habe die Lautsprecher dann mit verschiedener Musik über mehrere Wochen auf 60% gespielt. Danach war der Klang viel angenehmer, detaillierter und subjektiv wesentlich besser abgestimmt. Hätte ich kein break in gemacht hätte ich sie nicht behalten. Dies sind natürlich keine Messbaren Werte, da sich am Frequenzgang nichts geändert hat, aber es hat aus einem Mittelmäßig klingenden Lautsprecher, meinen lieblings lautsprechern in seiner Klasse gemacht. Jetzt sind sogar meine Kollegen (Dynaudio BM5 iii, Adam a5x) von meinen Monitoren mehr überzeugt, als von ihren eigenen.

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