Test: Focusrite iTrack Dock, Audiointerface für iPad

Ausprobiert 1: Recording mit Tape auf dem Dock

Mein erster Testaufbau: Die Line-Ins des iTrack sind mit dem ALT Out meines kleinen Mackie 802 VLZ3 verbunden, die Outputs an den Line-Ins 7+8 des Pultes – allesamt über große Klinke verkabelt. Am Mackie wiederum hängen einige Synthies und Rechner. Erster Versuch: Auf dem PC mal ein Youtube-Video mit der Tannhäuser-Ouvertüre gestartet, die ich wegen ihrer großen Dynamiksprünge gerne für Testaufnahmen nehme. Also die „mitgelieferte“ Tape-App gestartet, die Inputs der Apps kurz auf die richtigen Eingänge geroutet, Aufnahmebutton betätigt und Wagner gestartet – läuft. Die Pegelkontrolle über das iTrack funktioniert zuverlässig, mehr als Mittelstellung ist bei den Gain-Knobs am Dock hier auch nicht erforderlich.

Beim Abhören muss ich den Monitor-Regler dann schon etwas weiter drehen, um die passende Lautstärke am Pult zu erzielen. Und das, obwohl ich bei der Aufnahme vom Pegel her kurz vor dem roten Bereich war. Auch die aufgezeichnete Wellenform in der App vermeldet, dass da eigentlich nicht zu wenig angekommen ist. Beim Test mit anderen Apps (wie dem Novation Launch Pad) zeigt sich, dass das iTrack Dock da wohl ganz allgemein etwas knauserig mit dem Ausgangspegel ist. Dafür klingt das dann aber auch richtig gut. Da schlägt wohl der von Focusrite beworbene Dynamikumfang von 105 dB durch. Dasselbe gilt übrigens auch für den Kopfhörerausgang: Exzellenter Klang und recht weit aufgedrehter Volumeregler.

Das Tape-App

Das Tape-App

Noch kurz ein paar Worte zur App: Die kommt optisch als Tonbandmaschine, inklusive sich drehenden Spulen, Band und Tonköpfen – sieht gut aus. Die Aufnahmen lassen sich schneiden, recht simpel mastern und werden dann als Tonband mit Hülle in einer Art Schublade abgelegt, also automatisch mit Datumstempel gespeichert. Ein Fingertipp darauf genügt dann, um da kurz reinzuhören. Dazu kommen eine Scrub-Funktion, die Möglichkeit, FX oder Mastering Effects schon in die Aufnahme einzubauen und natürlich der AudioBus-Support.

Die Verteilung ist leider spartanisch: Soundcloud, AudioCopy, Mac/PC Share und Mail stehen zur Auswahl. In der Beziehung haben Apps wie „Voice Record“ deutlich mehr zu bieten. Aber vielleicht kommt da noch was. Und für lau ist das ohnehin eine gute Sache.

Forum
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    vssmnn  

    Ob da so ein einfaches Standard Midi to USB Interface-Kabel direkt dran läuft?
    Gibts für 15 Euro und würde es ermöglichen, alte Keyboard Peripherie zum Einspielen zum Laufen zu bekommen, genauso, wie man es am Rechner nutzt.

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      m.steinwachs  RED

      Kann ich leider aktuell nichts zu sagen – mangels passendem Kabel. Aber ich werde die Frage mal an den Hersteller durchreichen, vielleicht weiß der ja mehr.

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      richard  AHU

      Am Ipad selber läuft so was, mittels Cammera Conection Kit, sollte über das Focusrite theoretisch auch gehen.

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        TobyB  RED

        Hallo Richard,

        ich würde es im Laden ausprobieren, bei diesen Docks und USB MIDI meinen die Hersteller oft das es reicht halbes MIDI zu implementieren, beim Alesis IO Dock kommt kein SysEX raus(hoffentlich wurde das mal gefixt), das Behringer bringt zwar SysEx raus, dafür sind die Audioeigenschaften nicht eben audiophil. Deshalb entschied ich mich für das iconnectivity 4+ und bin unabhängig vom Formfaktor des IPads. Entscheidend ist was dann gebraucht wird und was wichtiger ist. Mir war Midi wichtiger und das Audiopasstrough ist eine coole Zugabe.

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          richard  AHU

          Hallo Toby FB, ja sicher da geb ich dir recht. Ich wäre mir bei den ganz günstigen USB to Midi Kabeln eh nicht so sicher bei allem was über Note On/Off und Tempo sync. hinausgeht.

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    vaneyk

    Ist es eigentlich möglich, eine Sequenzer Software auf dem Ipad zu installieren, und via Midi z.B. einen Virus Ti anzuschließen, um dann auf dem Ipad die Midi-Spuren einzuspielen, statt immer den PC anzuschalten? Kann man das Ipad auf diese Weise als „Notizbuch“ nutzen?

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      richard  AHU

      Sofern du mit „Virus“ jetzt nicht meinst das du nen TI über die Bordeigene USB-Schnittstelle anschließen möchtest (weiß nicht ob das geht) funktioniert das schon. Ich hab hier z.b das Lexicon Omega Audiointerface für Audio und Midi (das läuft auch mit dem I-pad) und „Genome“ als Midi Sequencer auf dem Ipad und kann so problemlos Hardware sequencen.

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        TobyB  RED

        Hallo Beide,

        ich würd mich nicht drauf verlassen, das der Access Virus via USB und CCK Midi empfängt, aber einen versuch ist es wert. Die von Richard vorgeschlagene Methode und Gemone funktioniert super, nur das ich eben iconnectivity 4 benutze. Für deinen Fall würde ich entweder CCK oder ein Mobiles Midi Interface benutzen, Line6 oder iRig.

        Grüße

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    vaneyk

    Danke für die Antworten!
    Gibt es denn keine „vollwertigen“ Sequenzer für das iPad? Also nicht nur Pattern basierte?

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      TobyB  RED

      Hallo vaneyk,

      Da gibts etliche mehr oder minder umfangreiche, such mal nach dem von Richard erwähnten Genom, oder NordBeat2.

      ToB

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    vaneyk

    Genom ist doch wieder Pattern basiert.
    Ich möchte den Sequenzer auch nicht benutzen um Beats zu programmieren, sondern um ein Midikeyboard anzuschließen, und so mehrere Spuren einzuspielen, damit ich nachts nicht immer den Raum wechseln und den PC hochfahren muss.
    Und da habe ich noch kein Sequenzerprogramm für gefunden…

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      TobyB  RED

      Hallo Vaneyk,

      Garageband,Yamaha Mobile Sequencer, Cubasis, Studio.HD, gib einfach mal im iTunes Store ein was du brauchst. CCK und Co hast Du hoffentlich? Da du mit dem PC arbeitest ist Garageband für dich eigentlich raus, macht nur Sinn, wenn du Garageband/Logic auf dem Rechner(nur MacOSX) auch hast. mit Yamaha Mobile Sequencer ist deine Interoperabilität am ehesten gewährleistet, da es Midi Files exportieren kann, die Bedienung ist sehr Yamaha like. Cubasis und Studio HD kenne ich nicht.

      Grüße

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    vaneyk

    Vielen Dank für die Antworten!

    Es ist aber noch nicht genau das, was ich suche. Ich möchte gerne das Ipad als Ersatz nehmen für die Synthesizer, die keinen internen Sequenzer haben. D.h. die Sounds der Hardware Synthesizer sollen genutzt werden, und nicht die mit den Ipad Sequenzern mitgelieferte interne Klangerzeugung. Oder anders: ich möchte z.B. Den Virus Ti mit dem Ipad verbinden, und im Ipad dann mehrere Sequenzerspuren aufnehmen. So wie ich es beim Motif auch machen kann, wenn ich den internen Sequenzer ansteuere, um nicht immer den PC anmachen zu müssen. Aber wie gesagt möchte ich die Sounds der Hardwaresynthesizer nutzen und frei wie bei der Benutzung von Cubase oder Sonar einspielen können.
    Und das ist, glaube ich, so nicht möglich, oder?

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    TobyB  RED

    Hallo vaneyk,

    Yamaha Mobile Sequencer, Cubasis, Studio.HD sieh dir die bitte genauer an, alles was du möchtest kann z.B. der YMS, damit geht es definitiv, wenn der YMS auch nach etwas anderem aussieht. Es ist in erster Linie ein MIDI Sequencer. Midi Daten aufzeichnen, MIDI Daten bearbeiten, MIDI exportieren. Für Motif / Tyros Nutzer hat das Tool noch andere Goodies. Cubasis kann auch so einiges. YMS ist eher was für Leute die hinter die Yamaha Bedienlogik steigen, ich tue mich damit schwer. Mit dem YMS habe ich eine zeitlang meine Midi Klangerzeuger gesteuert, es geht, aber die Bedienung des Programms ist sehr Yamaha ;-)

    Grüße

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    Pfau_thomas  

    Wiso kann man solche geräte nich auch mit einem MIcrousbport anbieten ?
    dann könnte man sowas auch für die neuen Windows Tablets benutzen.

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