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Test: Focusrite Red 4Pre, Audiointerface


Darf's etwas mehr sein?

Kürzlich ließ Focusrite mit dem Red 1 500 Series den populäre Preamp wieder aufleben. Ich hatte die Kassette hier im Test und war recht angetan. Nun kommt der nächste Wurf, ein Hi-End Audiointerface mit vier Red-Preamps. Auch sonst hat das Focusrite Red 4Pre Interface so einiges zu bieten, legen wir los.

Überblick Front

Die Front

Die Front

Das Red 4Pre ist ein Thunderbolt2-Interface im 1 HE Gehäuse. Optisch prägend ist die dicke, rot eloxierte Frontplatte. Hier sitzen mittig drei Displays. Das linke davon ist die Anzeige für die vier Eingänge, die mit den zugehörigen vier Anwahltasten und dem Endlosrad bedient werden. Das rechte Display dient zur Auswahl der Eingangspegel in Achterblöcken, die im mittleren Display angezeigt werden oder zur Bedienung von Monitor- und den Kopfhörerausgängen. Auch hier sind wieder vier Tasten und ein Endlospoti zugeordnet. Links sitzen die zwei Instrumenteneingänge, rechts die zwei Kopfhörerausgänge, ganz rechts noch der Netzschalter.

Überblick Rückseite

Rückanschlüsse

Rückanschlüsse

Hier wird einiges geboten, entsprechend eng geht es zu. Rechts sitzen vier XLR-Mikrofoneingänge, daneben je acht Line-Ein- und -Ausgänge, die aus Platzgründen als D-Sub-Buchse ausgeführt sind. Zwei weitere Ausgänge sind als symmetrische Klinke für ein Monitorpaar vorhanden. Digital sind 2x ADAT, S/PDIF und die Anschlüsse ans Dante Netzwerk je als Ein- und Ausgang verbaut. Neben zwei Thunderbolt2 Buchsen zum Rechneranschluss und zum Daisy-Chaining gibt es auch noch zwei Primary Ports zur Einbindung des Interfaces in ein ProTools System. Dafür werden auch die BNC Loop Sync Buchsen gebraucht, die neben den standardmäßigen Wordclock Ein- und Ausgängen sitzen. Ganz links finden wir noch die Kaltgerätebuchse zum Stromanschluss.

Gehäuse

Das 19“/1 HE Gehäuse ist mit 30 cm recht tief und aus Stahlblech gefertigt. Links sind Lüftungsschlitze eingelassen, rechts sitzt ein kleiner Lüfter. Die stabile Bauweise summiert das Gewicht auf fast 5 kg. Oben ist durch einen kleinen aufschraubbaren Deckel die verbaute Dante-Karte direkt erreichbar. Mitgeliefert werden vier Gummifüße für die Unterseite.

Die Dante Karte

Die Dante Karte

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  1. Profilbild
    dr noetigenfallz

    Ich habe eine Frage zu Dante. Ich dachte, auf dem PC muss ich nur eine entsprechende Software von Audinate um 30 € installieren. Dann kann ich, zum Beispiel dieses Gerät im Test, mit einem Netzwerkkabel mit dem Computer verbinden, und die Sache läuft. Oder ist das komplizierter?

    • Profilbild
      Armin Bauer AHU

      Ich hab´s, ehrlich gesagt, nicht ausprobiert. Da Audinate nun aber keine Bastlerklitsche ist, sondern das Dante-Protokoll entwickelt hat sollte es wie versprochen funktionieren.

    • Profilbild
      AD-Converter

      Um Zugang zum Dante-Netzwerk zu bekommen muss in die DAW entweder eine PCIe Card von Audinate bzw. Drittanbietern (Focusrite bietet auch eine Karte an) oder die Dante-Virtual-Soundcard (ein Treiber) installiert werden. Die PCIe Lösung wird um die 1000,- Euro gehandelt, die DVS kostet 29$ bzw. wird bei Focusrite mitgeliefert. Es gibt auch technische Unterschiede beider Lösungen was z.B. übertragbare Kanalanzahl und Latenz angeht.

  2. Profilbild
    tubeheat

    Danke für die Review. Also bei dem Preis würde ich dann doch eher zum RME UFX+ greifen und auf die Kombination aus USB3/Thunderbolt und MADI setzen mit der Möglichkeit später mit bis zu 8 OctaMic XTC zu erweitern (mit MADI fiber bis zu 2km). Dass Focusrite alleinig auf Thunderbolt setzt und USB3 ausläßt finde ich nicht so gut und schränkt den Einsatz arg ein. Sowohl UFX+ und OctaMic XTC sind vollständig standalone bedienbar. Die neue Advanced Remote Control (ARC USB) erlaubt sogar den Anschluß direkt an den Rechner. Bis zu 8 XTC können direkt angeschlossen werden und die Premps sind dann auch direkt in TotalMix FX als Aux. Device integriert und somit in den wesentlichen Funktionen (Gain, PAD, Instr.) fernsteuerbar via MIDI over MADI. Mit MADI ist man dann auch völlig losgelöst von sonstigen potentiellen Problemen im Netzwerkbereich, sei es QoS, Spanningtree, etc .. Im übrigen vermisse ich beim Focusrite normale analoge Buchsen. Daß man da bereits zu DB25 Stecker auf Slotblende gehen muss erhöht m.E. den Platzbedarf im Rack und bringt weitere Zusatzkosten mit sich. Genauso wie die Geschichte mit den Dante Netzwerkkarten. TotalMix FX bietet mE auch eine bessere Übersicht als das Focusrite Kontrollzentrum.
    RME schnürt hier beim gleichen Preis m.E. das deutlich bessere Bundle aus Qualität und Features.

    • Profilbild
      Armin Bauer AHU

      In diesem Preisbereich tummeln sich einige Hersteller, die tolle Produkte anbieten. Der Schwerpunkt liegt jeweils etwas anders, so dass hier jeder sein passendes Interface finden kann.
      Ich persönlich arbeite auch gern mit den RME Sachen, Total Mix FX ist großartig, dem Einen oder Anderen aber schon fast zu kompliziert.

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Bewertung

Focusrite Red 4Pre

Bewertung: 5 SterneBewertung des Autors
Leserbewertung: 5
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