Test: Focusrite Saffire PRO 24 DSP

28. Dezember 2009

...mit DSP und VRM

Die englische Firma Focusrite genießt seit Jahrzehnten einen guten Ruf in der Audio-Branche. Während die meisten Geräte früher preislich eher in der Oberliga angesiedelt waren, gibt es in letzter Zeit immer mehr Geräte, die sich ganz klar an Besitzer von Projekt- und Homerecording-Studios richten, also an Leute, für die der Preis eines Gerätes neben der Qualität durchaus eine große Rolle spielt. Preislich konkurrenzfähig zu sein und trotzdem die Qualität zu liefern, die Kunden von einem Focusrite-Gerät erwarten, ist also der Spagat, der der Firma gelingen muss – bis jetzt scheint das ganz gut zu klappen.

Auch diesmal haben wir wieder ein erschwingliches Gerät unter die Lupe genommen – das neue Audio/MIDI-Interface Saffire PRO 24 DSP. Mit einem Ladenpreis von ca. 380 Euro bewegt es sich in einem Feld, in dem es jede Menge Konkurrenz gibt. Dafür bringt es aber durchaus Features mit, die man bei den Konkurrenten so nicht findet. Was diese Features genau sind und ob die Qualität auch sonst stimmt, soll dieser Testbericht klären.

Schickes kleines Interface: das Saffire PRO 24 DSP.

Schickes kleines Interface: das Saffire PRO 24 DSP.

Was kann es denn so?

Das Saffire PRO 24 DSP ist in der aktuellen Audio-Interface-Serie von Focusrite angeordnet zwischen dem noch etwas günstigeren (und weitestgehend baugleichen) Saffire PRO 24 und dem bereits vom geschätzten Kollegen Axel Ritt getesteten Saffire PRO 40 (http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=2182). Da es viele Parallelen zum PRO 40 gibt, empfehle ich jedem Interessenten, auch den o. g. Testbericht zu lesen, da hier nicht noch einmal auf jedes Detail eingegangen werden soll. Die wichtigsten technischen Daten des PRO 24 DSP in Kürze:

  • Audio- und MIDI-Interface mit Firewire-Anschluss

  • Eingänge:

    • 4 Analog (2 XLR/Klinke, 2 Klinke)

    • 8 ADAT

    • 2 S/PDIF

    • 2 Loopback-Eingänge (nicht physikalisch): ermöglichen das Routing innerhalb der DAW von einer Anwendung zu einer anderen

  • Ausgänge:

    • 6 Analog (Klinke)

    • 2 S/PDIF

  • 2 Mikrofonpreamps mit zuschaltbarer 48V Phantomspeisung

  • 2 separate Kopfhörerausgänge

  • 1 MIDI IN, 1 MIDI OUT

  • 5-Segment-LED-Anzeigen für jeden Eingangskanal: -42, -18, -6, -3, 0 dBFS

  • Stromversorgung über Firewire möglich

Die Rückseite bietet alle Anschlüsse außer den Eingängen 1/2 und den PHONES 1/2.

Die Rückseite bietet alle Anschlüsse außer den Eingängen 1/2 und den PHONES 1/2.

Wie schon beim Test des PRO 40 festgestellt wurde, ist der Gesamtklang des Saffire-Interfaces als außerordentlich gut für diese Preisklasse zu bezeichnen. Auch die beiden integrierten Vorverstärker sind wirklich sehr brauchbar. Außerdem finde ich es schön, dass man hier an der Front pro Kanal ein 5-Segment-Meter zur Verfügung hat, mit der man zur Not auch ohne Monitor in Sichtweite einpegeln kann.

Begeistert hat mich die mitgelieferte Software MixControl, mit der man sehr einfach und flexibel bis zu 4 Stereo- (oder 8 Mono-) Mischungen gleichzeitig verwalten kann – da können sich viele andere Hersteller eine Scheibe von abschneiden.

All diese Eigenschaften weist aber auch der kleine Bruder PRO 24 auf – abgesehen vom zweiten Kopfhörerausgang. Kommen wir also jetzt zu den bisher nicht genannten Features, die den Aufpreis rechtfertigen sollen. Der Hauptunterschied besteht – wie schon aus dem Namen ersichtlich – darin, dass dieses Gerät eines digitalen Signalprozessor (DSP) eingebaut hat. Dieser kann verschiedene Aufgaben übernehmen. Eine davon ist …

Forum
  1. Profilbild
    Martin2000

    Vielen Dank für diesen Test!

    Nützlichkeit der VRM-Funktion hin oder her, allein das Preis-Leistungsverhältnis dieses Gerätes ist wirklich spitze!
    Hervorragender Klang, stabile Treiber und sehr gute Vorverstärker. Bei RME zahlt man für vergleichbare Performance schnell den doppelten Preis.

  2. Profilbild
    owens

    „– VRM ermöglicht keine wirklich überzeugende Lautsprecher-Simulation“. Mit welchen Kopfhörern wurde das VRM getestet?

    • Profilbild
      j.stoffers  

      Hallo Owens,

      als Kopfhörer wurde bei dem Test der AKG K-240 DF verwendet, der seit Jahren als Studio-Standard gilt.

      Viele Grüße, Jens Stoffers

  3. Profilbild
    unifaun  

    OK, die VRM-Simulation habe ich noch nie genutzt, aber das Gerät ist ansonsten ein sehr zuverlässiges und variables Audiointerface mit einem Top-Preis-Leistungsverhältnis.

    Für mobil habe ich noch ein Saffire 6 USB, auch das Teil ist sehr zu empfehlen.

    Schade, dass ich Focusrite nicht schon vorher entdeckt habe.

  4. Profilbild
    roseblood11  

    Ich frage mich, ob ich das Pro 24 DSP heute noch kaufen sollte.

    Benutzt es jemand mit Windows 10? Laut Homepage sollte es funktionieren..

    Meine Konfiguration wöre ein (älterer) Dell Latitude e6420 mit Win 10 Pro (64bit) und Cubase Elements 8.
    Sind da Probleme zu erwarten?

    • Profilbild
      BrandisX

      Ein wenig spät, aber für den einen oder anderen noch interessant: Ich nutze das Interface unter Windows 10 an einem Desktoprechener mit I7 (4700) und einem Lenovo T420 auch mit I7 (QM2670) ohne Probleme oder Einschränkungen.

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