Test: Focusrite Scarlett 18i8, USB 2.0 Interface

23. Juni 2014

Scharlachrotes USB

Seit Mitte 2013 bietet Focusrite mit der Scarlett Serie gleich eine ganze Reihe von USB 2.0 Audiointerfaces an. Arbeitete die Saffire Serie noch vorwiegend mit Firewire/Thunderbolt (bis auf das Saffire 6 USB), trägt Focusrite der Tatsache Rechnung, dass viele neue Laptops (nicht die Macs) gar keine Firewire-Schnittstelle mehr besitzen. Mittlerweile sind viele der ursprünglichen Probleme mit Audio über USB überwunden und so ist dieser Schritt durchaus nachzuvollziehen. Meine Erfahrung zeigt jedoch immer noch, dass die Stabilität und die Latenz von Firewire-Geräten besser sind (aus diesem Grund habe ich mir erst letztens ein älteres Modell mit Firewire-Schnittstelle besorgt). Okay, falls das Gerät einen PCMCIA-Slot besitzt, kann man nachrüsten, aber auch dieser wird vor allem im unteren Preissegment selten.

Scharlachrot - das Focusrite Scarlett 18i8

Scharlachrot – das Focusrite Scarlett 18i8

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    vssmnn  AHU

    Möge der geneigte Autor uns doch bitte mitteilen, in welchen Momenten außer „meistens“ er sein geliebtes Firewire vermisste und warum,

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      Markus Galla  RED

      FireWire und USB 2 sind mittlerweile aufgrund der wesentlich besser gewordenen USB-Treiber hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit in gewissen Grenzen (maximale Bandbreite) ebenbürtig. Was allerdings nach wie vor für FireWire oder Thunderbolt spricht, ist die bessere Abschirmung bezüglich Störgeräuschen, die auf dem USB-Bus keine Seltenheit sind. So Bedarf es u. U. schon einiger Experimente, um einen störungsfreien Betrieb gemeinsam mit mehreren USB-Festplatten und anderen USB-Geräten (z. B. Keyboards) zu erhalten. Da nicht jeder Rechner beliebig viele tatsächlich komplett unabhängige USB-Anschlüsse hat, ist das vielleicht durchaus ein Argument gegen USB. FireWire ist diesbezüglich etwas gutmütiger und arbeitet auch an der Leistungsgrenze zuverlässiger als USB 2. Bei so einem kleinen Interface wie diesem hier dürfte das aber kaum Unterschiede machen, so dass es tatsächlich egal ist, ob man sich für FireWire oder USB 2 entscheidet. Hat man viele USB-Geräte am Start und muss schon mit USB-Hubs jonglieren, empfiehlt sich aber tatsächlich eher ein FireWire oder Thunderbolt Interface für garantiert störungsfreien Betrieb gemeinsam mit einer Armada von USB-Geräten.

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        vssmnn  AHU

        sorry, aber wenn ich ein USB interface teste, jammer ich nicht mehrfach darüber rum, daß es kein firewire hat
        ich hab bisslang wenn überhaupt, nur probleme mit firewire am PC gehabt

        wer setzt an seinem rechner permanent USB festplatten ein.. für was?

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    Haymaker

    geniales teil, hab das direkt bei erscheinen geholt. das einzige manko m.M.n. ist die fehlende möglichkeit direkt am gerät das monitoring zu regeln. das ging beim kleineren vorgänger der saffire reihe noch.

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    rasmus

    31,7 ms Latenz Roundtip bei einer Buffereinstellung von 3ms, das klingt gar nicht gut! Damit ist ein Monitoring mit Effekten durch die DAW ja ausgeschlossen.
    Ich hab mir grad zum testen ein Behringer UFX 1204 bestellt, das unter Cubase aufm MAC am USB locker unter 10ms Roundtip kommt.
    Bei so ner hohen Latenz würde ich erwarten das man für nen Review noch mal mit ner anderen DAW testet und vor allen Dingen gehört so ein Grotten schlechter Wert in die Minuspunkte des Fazits!!!

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      Markus Galla  RED

      Das hat mich auch gewundert, warum das nicht erwähnt wurde. Ich empfinde das auch als sehr hoch. Da kann man das Spielen von Gitarren mit virtuellen Amps schon vergessen.

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      esc0815

      Mir zeigt Logic eine Roundtrip-Latenz von 6,9 ms bei 128 Samples an… Ist ein 2012 iMac…
      Damit kann man doch gut leben!

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      gaffer  AHU

      Da ist ein 1A Netzteil bei, wie im Test steht. USB liefert per Definition die Hälfte > kein buspowered Betrieb

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    BA6  

    Danke für den informativen Test mit Messungen und Praxisangaben! So einen detaillierten Test hätte ich mir auch für das Steinberg ur44 gewünscht.
    Zur Hardware dieser Scarlett-Reihe kann ich aber aus eigener Erfahrung nur sagen: unterirdisch! Die Drehregler und Taster sind aus billigstem Plastik. Einmal (!) den Mute-Knopf gedrückt und schon mussten wir das Gerät zurückschicken, weil der Knopf abgebrochen war!
    Zudem liest man öfter über mangelnde Kompatibilität/Stabilität der Treiber mit Mac OS Mavericks. Für mich ganz klare k.o.-Kriterien.

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      pytrel  

      also das wäre jetzt interessant zu genauer zu wissen aber ich höre nicht nur von scarlett mit mavericks problemen sondern von fast allen audio relevanten geräten mit Mavericks. Mavericks scheint noch nicht ausgereift zu sein (audio technisch). ich habe ein motu ultralight mk3 hybrid gehabt. nach upgrade auf mavericks ging in allen audio relevanten sachen im rechner die welt unter… dann hab ich zurück auf Mountain Lion geswitcht und alle probleme weg…

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        t.goldschmitz  RED

        Da scheine ich wohl Glück gehabt zu haben. Hardwaretechnisch läuft bei mir alles zufriedenstellend und nach einer Übergangsphase habe ich sogar Software zum laufen bekommen, die eigentlich gar nicht auf Mavericks funktionieren sollte.

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