Test: Fostex HP-A4, Kopfhörerverstärker mit DSD-Unterstützung

Klang

Klanglich kann der HP-A4 bereits auf den ersten Blick überzeugen. Er liefert ein sauberes und angenehm klingendes Klangbild. Der Bassbereich ist gut abgestimmt und druckvoll, so dass selbst schnelle Bassläufe und kurze Bassdrum-Schläge extrem genau und prägnant hörbar gemacht werden. Die Höhen sind sehr präsent und brillant, ohne scharf zu werden. Auch dem Mittenbereich konnte ich nach dem Hören unterschiedlichster Mixe und Songs keine nennenswerten Klangbeeinträchtigungen beschenigen.

Das Klangbild des HP-A4 wird also nicht nur audiophilen Hifi-Hörern gefallen, sondern auch zum Abhören und Mixen meiner Tracks kann ich mir den neuen Fostex gut vorstellen. Der Ausgangspegel mag vielleicht nicht ganz so hoch sein, wie man es von seinem Audiointerface gewohnt ist, aber nutzt man den HP-A4 beispielsweise mit einem Kopfhörer, lässt sich das Signal per Gain-Taster um ordentliche 10 dB anheben. Damit sollten dann auch Kopfhörer auskommen, die vom Grund her etwas mehr Pegel benötigen.

Neben den analogen Ausgängen verfügt der HP-A4 auch über einen optischen Ein- und Ausgang.

Neben den analogen Ausgängen verfügt der HP-A4 auch über einen optischen Ein- und Ausgang

Klangliche Feinheiten und persönliche Präferenzen lassen sich direkt am HP-A4 mit Hilfe der vier Drucktaster bewerkstelligen. Neben der Wahl des Eingangs (USB oder optischer Eingang) darf man hier zwischen zwei digitalen Filtern (Slow- und Sharp Roll Off Filter) wählen. Diese setzen bei Frequenzen von 85 kHz bzw. 185 kHz an, also so weit oben, dass es bereits außerhalb des menschlichen Hörbereichs liegt. Dennoch haben die beiden Filter durchaus Auswirkungen, wenn auch recht subtile. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass die Filterstellung 1 (Slow Roll Off) das Audiosignal etwas luftiger klingen lässt. Ein paar wenige Klangdetails kommen hier etwas mehr zur Geltung, wohlgemerkt aber alles sehr subtil. Filterstellung 2 sorgt dagegen dafür, dass kurze Anschläge, beispielsweise Kick Drums, etwas schneller abgebildet werden und insgesamt einen Tick knackiger klingen.

Der letzte Drucktaster (Output) entscheidet darüber, ob das Signal vorne am Kopfhörerausgang anliegt oder hinten am RCA-Pärchen. Ein gleichzeitiges Abhören beider Ausgänge ist leider nicht möglich. Am optischen Ausgang liegt das Signal jedoch unabhängig von der Tasterposition immer an.

DSD

Nein, in diesem Abschnitt geht es nicht um DSDS von Dieter Bohlen sondern um das Format DSD. Dabei handelt es sich um ein Audioformat, das von einigen kleineren Herstellern entwickelt wurde und im Rahmen der SACD (Super Audio Compact Disc) zum Einsatz kam. Mittlerweile findet man das DSD-Format wieder etwas häufiger, wobei der Streit, ob DSD-Dateien nun besser klingen als herkömmliche PCM-Files, natürlich nie aufgehört hat. Testweise habe ich mir also ein paar DSD-Dateien organisiert und bin klanglich auch durchaus angetan. Im direkten Vergleich mit einer herkömmlichen CD liegt das DSD-Format natürlich klar vorne, aber wirklich besser als höher aufgelöste Tracks in 24 bit, 96 kHz fand ich es ehrlich gesagt nicht.

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