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Test: Fostex PM0.4d und Fostex PM0.5d, aktive Studiomonitore

Was für beide Modelle gilt:

Würde ich auf den Fostex so mischen, dass es in etwa wie auf meinen Genelec klingt, würden Gesangsstimmen wie auch E-Gitarren auf den meisten anderen Lautsprechern klingen wie Kreissägen, die zwei Jahre in einem Säurebad gestanden haben. Also besser nicht zuviele Mitten und Höhen zugeben, wenn man auf den Fostex mischt. Wenn es leicht dezent und unaggressiv klingt, erreicht man das allgemein beste Ergebnis. Diesen Tipp legt der Onkel Sigi jedem Interessenten der Fostex ans audiophile Herzchen.

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Bis zu mittlerer Abhörlautstärke arbeiten beide Modelle sehr dynamisch, knackig und lebendig und ermöglichen eine gute Beurteilung der eigenen Mischung. Die größere 0.5 hat diesbezüglich logischerweise eine größere Dynamikreserve. Darüber hinaus wird es laut, sehr laut, sacklaut! Man kann also mit genug Dynamikreserven bei mittlerer Lautstärke einen vernünftigen Mix erstellen und am Feierabend bei einem Bierchen mit seinen Kunden das Ganze derb brüllen lassen.

Was gibt es zu meckern?

Mensch Leute, eine Taschenlampe habe ich doch schon. Warum muss eine Betriebs-LED denn sooo hell sein? Studiomonitor mit eingebautem Bier-Suchscheinwerfer zum Kühlschrank, quasi.

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Was sonst noch zu erwähnen wäre

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Den Härtetest mit Queens „My Baby Does Me“ standen beide erstaunlich gut durch. Zwar waren die Bassmembranen nicht mehr ganz so lässig am wiedergeben wie meine „Tschennies“ 8040, aber immer noch in einem ungewöhnlich sauberen Rahmen.

Beide Modelle sind mit einer automatischen Stummschaltung ausgestattet, welche sich nach einigen Minuten Ruhe im Signalstrang zuschaltet. Besonders gefallen hat mir, dass bei Wiederaktivierung das Signal sanft einfadet und nicht sofort hereinknallt. Denn gerne wird nach einer Kaffeepause irgendetwas umgesteckt und garantiert hat keiner daran gedacht, den Kanal zuzudrehen, was sich durch einen ordentlichen „Schepperer“ in den Lautsprechern bemerkbar macht. Das wird hier elegant umgangen.

Die erreichbaren Lautstärken sind bei beiden Modellen fast nicht zu glauben, wenn man sich die verwendete Endstufenleistung vor Augen hält. Meiner Meinung nach befinden sich hier aufwendige Schutzlimiter im Signalweg, aber die Bedienungsanleitung gibt keine weiteren Aufschlüsse hierüber. Falls ich richtig liege, arbeiten diese weitgehend unhörbar, ich stelle lediglich einen gewissen Kompressionseffekt ab einer höheren Lautstärke fest. Auf jeden Fall erstklassig umgesetzt.

Die rückwärtigen Gehäuseplatten werden erstaunlicherweise nicht sonderlich heiß, was ich aufgrund der hohen Lautstärken eigentlich vermutet hätte. Hier wurde eine sehr gute Wärmeableitung umgesetzt.

Geht man an die Lautsprecher-Geschwister sehr nahe heran, wird man ein leichtes Brummen sowie Grundrauschen bemerken. Ich muss betonen, dass es sich dabei um ein Meckern auf hohem Niveau handelt, denn es hält sich wirklich mehr als im Rahmen. Dennoch möchte ich es erwähnen, da meine Genelec Lautsprecher dies definitiv nicht tun und auch meine Zweitlautsprecher Samson Media One 4a diesbezüglich unauffälliger sind. Bei den Genelec 8040 verwundert es nicht, da sie ja locker das 5-Fache kosten als die Fostex PM0.5d und auch aufzeigen, dass es eben doch noch besser geht, wenn man für deutliche Mehrausgaben bereit ist. Andererseits zeigt die günstigere Samson Media One 4a (Paarpreis 99,- Euro), dass es selbst bei preiswerten Monitoren möglich ist, das Grundrauschen bzw. das Eigengeräuschverhalten auf ein Minimum zu reduzieren.

Für einen Minuspunkt ist dieses Grundgeräusch der beiden Fostex Pärchen zu gering und erscheint deshalb auch nicht im Minus-Kästchen. Zudem spielen die beiden Geschwister dermaßen dynamisch, kraftvoll und schlussendlich auch sacklaut auf, dass diesbezüglich meine Samson Media One 4a keine Chance zum Mithalten haben.

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Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Ein schöner Testbericht. Aber:

    Der Vergleich zu den Genelecs hinkt sehr. Einmal wäre bei der auf den Fotos zu beobachtenden Aufstellung ein fairer Vergleich überhaupt nicht möglich. Die Fostex Monitore stehen viel zu hoch in Bezug auf die Abhörposition und außerdem wesentlich höher als die Genelec 8040. Ein Sweet Spot in Bezug auf die Höhenwiedergabe ist so nicht zu erreichen. Des Weiteren fällt auch auf, dass keine der Boxen in einem für die Stereo-Wiedergabe günstigen Winkel steht.

    Bei der Beurteilung der Höhenwiedergabe im Vergleich zu den Genelecs ist dann noch anzumerken, dass in Tests der 8040 immer wieder auf eine leichte Überzeichnung der Höhen bzw. eine leichte Mittenschwäche hingewiesen wird (die wiederum Bässe und Höhen leicht hervortreten lässt). Für manche ist es DER Genelec Sound, für andere störend. Im Testbericht von Delamar und Bonedo wird z. B. sehr ausführlich darauf hingewiesen. Die Genelec Monitore wirken somit immer etwas direkter, bissiger, einige sagen auch aggressiver dazu. An den Formulierungen merkt man schon, wie subjektiv die Höhenzeichnung beurteilt wird.
    Was für den einen Hörer direkt ist, klingt für den anderen Hörer aggressiv.

  2. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Griass Di Amaros,

    die gezeigte Aufstellung ist für die Fotos gewählt worden und spiegelt nicht 1:1 die Testaufstellung. Allerdings habe ich zum Spaß haben die Lautsprecher auch wie gezeigt betrieben, da sie so am gleichmäßigsten den Raum beschallen.

    Im Test habe ich die Monitore dann leicht nach innen gedreht, um einen brauchbaren Sweet Spot an der Mischpultposition zu erhalten, zudem habe ich auch zeitweise die Fostex abwechselnd anstelle meiner Samson Media One auf die Genelec gestellt. Auch habe ich die „Tschennies“ mal ganz runtergenommen (bei der Gelegenheit wurden sie gleich mal gründlich geputzt) und die Fostex-Brüllerchen dort betrieben.

    Zudem:
    Sowohl die Position auf der Genelec als auch auf den Racks ist stark angewinkelt, somit strahlen die Boxen wieder in eine zum Mischen brauchbare Position.

    Und:
    Die Auffassung zur angeblich vorhandenen Mittensenke der Genelec kann ich nicht teilen, die Mitten sind excellent präsent. Auch finde ich die Höhen keineswegs überzogen, sie klingen eben sehr „strahlend“ und offen. Das mag nicht jedem taugen, meine Lauschlappen lieben sie jedenfalls.

    Musikalische Grüße

    „Onkel Sigi“ Schöbel

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