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Test: Framus, Diablo Amber, E-Gitarre

Sound/Praxis

Bevor es an den Amp geht, natürlich erst mal ein paar Worte über den akustischen Grundsound der Framus Diablo Amber. Der Klang der Gitarre ist trocken angespielt sehr ausgewogen und besitzt einen kräftigen Bass sowie ein sehr schön ausgeprägtes Höhenspektrum. Die Bespielbarkeit geht in Ordnung, der eine oder andere würde sich vielleicht noch eine etwas flachere Saitenlage wünschen, dennoch ist die Gitarre „out of the box“ so schon gut zu bespielen.

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Das der Jeff Beck-Humbucker im Programm von Pickup-Guru Seymour Duncan nicht umsonst ein Dauerbrenner darstellt, beweist dieser Tonabnehmer auch an unserem Testmodell. Trotz seiner relativ hohen Ausgangsleistung besitzt er einen charaktervollen Sound und neigt niemals auch nur ansatzweise zum Matschen oder ähnlichen unerwünschten Nebengeräuschen. Mit Hilfe dieses Steg-Pickups lassen sich ohne Probleme harte Heavy-Riffs oder singende Leadlines produzieren. Ein Umschalten auf Singlecoil-Betrieb und gleichzeitigem Zuschalten des SSL-1 RW/RP (Mittenposition) lässt die Gitarre wunderbar für knackig gespielte Funksounds erscheinen, die mit einer gehörigen Portion Attack ausgestattet sind.

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Der Betrieb der beiden anderen Pickups, also des SSL-1 RW/RP sowie des SSCR-1N Cool Rail in der Halsposition, könnte eine Menge Strats vor Neid erblassen lassen. Hier gibt es die erwartungsgemäß typischen weichen, samtigen und dennoch dynamischen Strat-Sounds, welche sich auch in der Nebengeräuschentwicklung erfreulich zurückhalten. Tja, und bei alleiniger Nutzung des SSCR-1N Cool Rail in der Halsposition bekommt man einen wunderbar fetten, schmatzigen Blues-Sound. Und auch das erstaunlich nebengeräuschfrei, selbst bei höherer Distortion.

Einziger Wehrmutstropfen bleibt das Wilkinson Vibratosystem, welches trotz der hochwertigen Komponenten wie dem Graphtech-Sattel und den Locking-Mechaniken durch mehr oder weniger starke Verstimmungen die Spielfreude ein wenig trübt. Aber dafür klaut es auch nicht soviel Sustain und Dynamik wie die dagegen eher monströs wirkenden Floyd Rose&Co-Systeme. Und sind wir mal ehrlich: Welcher Spieler einer Framus Diablo in diesem doch eher konservativ wirkenden Design möchte schon sein Vibratosystem über die Maße hinaus malträtieren?

-- Hals mit den im PLEK-Verfahren abgerichteten Bundstäbchen --

— Hals mit den im PLEK-Verfahren abgerichteten Bundstäbchen —

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Fazit

Ein solides, gut verarbeitetes Instrument mit bewährten Komponenten stellt die Framus Diablo Amber dar. Bis auf die Qualität der Potis, die auf ihren Achsen wackeln, bietet das Instrument eine sehr gute Verarbeitung und einen sehr vielseitigen Sound, nicht zuletzt wegen der Original Seymour Duncan Tonabnehmerbestückung.

Als Minuspunkte gibt es eigentlich nur die nicht sehr hochwertig wirkenden Potis und natürlich das Wilkinson Vibratosystem zu bemängeln, das trotz der guten zusätzlichen Komponenten, wie dem Graphtech-Sattel und den Klemm-Mechaniken, das Instrument dennoch nicht immer in Stimmung zu halten vermag.

Fragen sollte man sich natürlich auch, ob das so angebotene Instrument fast 1500 Euro kosten darf. In der Region dieser „Mid-Price-Instrumente“ tummeln sich ein Haufen Mitbewerber, die es der Framus Diablo Amber schwer machen könnten sich durchzusetzen. Als Beispiel seien hier nur die Instrumente der Prestige-Serie von Ibanez oder auch die Fender US-Stratocaster-Modelle erwähnt, die ebenso perfekt verarbeitet und mit ähnlicher hoher Qualität bezüglich der Ausstattung aufwarten können. Da hilft eigentlich nur: Selber antesten und sich ein Bild machen. Verstecken braucht sich die Framus Diablo Amber gegenüber der Konkurrenz aus Japan oder den USA aber keineswegs!

Die Soundbeispiele wurden mit einem Bugera V22 Röhrencombo und einem Shure SM57 Mikrofon direkt in LogicAudio aufgenommen und nicht weiter bearbeitet.

Plus

  • Verarbeitung
  • Bespielbarkeit
  • Soundvielfalt
  • Lieferumfang ("User Kit")

Minus

  • Preis kritisch
  • Qualität Potis
  • Vibrato nicht verstimmungsfrei

Preis

  • UVP: 1829,- Euro
  • Straßenpreis: 1549,- Euro
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Klangbeispiele
Forum

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