Test: Fredenstein Artistic MicPre, Mikrofonvorverstärker

5. November 2018

Budget Preamp mit Charakter

fredenstein artistic micpre

Bei dem Fredenstein Artistic MicPre handelt es sich um einen Vorverstärker im API 500er Rackformat und eine in ihren Ausstattungsmerkmalen reduzierte Version des Fredenstein V.A.S. MicPre.

Der recht junge Hersteller Fredenstein bringt seit 2013 günstiges Recordingequipment auf den Markt, das von einem amerikanisch-deutschen Technikerteam entwickelt und in Taiwan produziert wird. Inzwischen umfasst die breit gefächerte Produktpalette unterschiedlichste EQs, Kompressoren und Preamps, für die oft klassische Studiogeräte als grobes Vorbild dienen. Auf AMAZONA.de existieren bereits Testberichte von:

Fredenstein Artistic MicPre

Fredenstein Artistic MicPre

Der Fredenstein Artistic MicPre auf den ersten Blick

Wie alle System-500-Komponenten hat der Artistic MicPre eine Einbauhöhe von 3 HE und benötigt, sowohl für die Audioanschlüsse als auch zur Stromversorgung, einen freien Slot in einem 500er Rack, wie das für diesen Test verwendete Fredenstein Bento 6S.

Fredenstein Bento 6S

Fredenstein Bento 6S

Auf dem übersichtlich gestalteten Frontpaneel befinden sich alle Bedienelemente, die einen robusten Eindruck machen und eine solide Haptik bieten.

Mit dem Gain-Regler kann die Vorverstärkung des Artistic MicPre von 15 bis 65 dB eingestellt werden, während die vier aus Kunststoff gefertigten Drucktaster nach dem Betätigen ihre Funktionsaktivität durch ein helles Leuchten bestätigen.

Sie erinnern ein wenig an die Schalter des kürzlich auf AMAZONA.de getesteten API 512v Moduls, nur mit dem Unterschied, dass ein eingerasteter Taster nicht direkt die danebenliegenden mitbeleuchtet.

Mit Hilfe dieser vier Knöpfe lässt sich die +48 Volt Phantomspeisung aktivieren, die Phase drehen und die Impedanz des Mikrofoneinganges von 1.500 Ohm auf 300 Ohm reduzieren.

Zusätzlich kann das anliegende Signal um 20 dB herabgesetzt werden, allerdings nicht das der DI-Funktion. Für sie ist auf der Vorderseite ein Instrumenteneingang mit 100 Kiloohm im 6,3 mm Klinkenformat eingelassen, der sowohl für symmetrische als auch unsymmetrische Signale ausgelegt ist.

Zu guter Letzt ist der Artistic MicPre noch mit einer aus acht LEDs bestehenden Pegelanzeige ausgestattet, die ein Spektrum von 50 dB bietet.

Fredenstein Artistic MicPre

Fredenstein Artistic MicPre Platine

Fredenstein Artistic MicPre – Technik

Wie bei vielen Produkten von Fredenstein, wird auch für den Artistic MicPre der vollständig diskret aufgebaute Operationsverstärker OPA2 verwendet. Hierbei handelt es sich nicht um die Kopie irgendeines klassischen OP-Amps, sondern um eine in SMD-Bauweise gefertigte Eigenentwicklung.
Der OPA2 ist daher sogar ohne spezielles Werkzeug austauschbar und sein Stecksockel kompatibel mit anderen Verstärkern namhafter Hersteller, wie zum Beispiel dem API 2520 oder Jensen 990.

Fredenstein Artistic MicPre

OPA2 Op-Amp und Edcor Ausgangsübertrager mit Stahlkern

Als Ausgangsübertrager wird ein Edcor 1524 verwendet, der – ähnlich wie die Preamps von API – mit einem Stahlkern ausgestattet ist. Obwohl der Artistic MicPre eine reduzierte Version des V.A.S. MicPre sein soll, ist dieser mit einem anderen Ausgangsübertrager, dem Edcor 1437, bestückt.
Auf Anfrage beim Hersteller versichert dieser aber, dass beide baugleich sein sollen.

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