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Test: Fredenstein Magic Pre, Mikrofonvorverstärker


Schau mir in die Augen, Kleines!

Sicherlich, es gibt diese Unterschiede, aber sie sind nur marginal und bei unterschiedlichen Quellen auch unterschiedlich deutlich. Am stärksten tritt der Color-Effekt hier bei der Amp-Aufnahme zu Tage. Das Signal wird bei aktiviertem Color-Effekt etwas knödeliger und die Höhen treten dezent in den Hintergrund. Dazu sorgt die Sättigung, die vor allem im Mittenbereich angesiedelt ist, für eine Verdichtung in diesem Bereich. Es werden dem Signal Nuancen in den Höhen genommen, dafür aber ein kompakteres Klangbild im Mittenbereich erreicht, das sich im Mix tatsächlich definierter positioniert.

Das gilt auch für Aufnahmen über den DI-Eingang, am besten zu hören in den Beispielen LPP (Les Paul Professional mit niederohmigen Pickups). Hier habe ich zum Vergleich auch mal eine Aufnahme über die Mic-Eingänge des Pro 40 gemacht. Bei genauem Hinhören fällt auf, dass die Aufnahme über den Fredenstein Magic Pre tatsächlich lebendiger wirkt. Gerade der Bereich der oberen Mitten klingt beim Pro 40 steriler, ohne Bewegung.

Fazit

Der Fredenstein Magic Pre ist kein Allrounderm der für alle Signalquellen gleichermaßen geeignet ist. Signale mit einem prägenden Anteil an Hochmitten werden durch den Magic Pre am deutlichsten beeinflusst. Dass er „vintage“ klingt, kann man nicht verleugnen. Die eher dezente Verstärkung der Höhen, die bei aktivierter Color-Funktion sogar noch weiter zurücktritt, prägt den Quellen den Vintage-Charakter auf. Die Color-Funktion tritt am hörbarsten bei Amp-Aufnahmen mit dynamischen Mikrofonen und Gesangsaufnahmen auf. Da viele günstige Mikrofone immer noch „Wertigkeit“ vortäuschen, indem sie die Frequenzen ab 5 kHz anheben, jedoch im Mix dann schwer unterzubringen sind, empfiehlt sich der Magic Pre gerade auch hier.

Mit einem Ladenpreis von 529,- Euro zählt er nicht zu den günstigsten Kassetten für das 500er-System. Den Grundklang muss man mögen – für authentische (old school) Funk- oder RnB-Aufnahmen dürfte dieser Fredenstein prädestiniert sein.

Plus

  • bringt Lebendigkeit besonders für mittige Signale
  • kann aufdringliche Kondensator-Mics bändigen
  • einfache Bedienung
  • tolle Optik durch magisches Auge

Minus

  • keine Beschriftung der Verstärkungseinstellung
  • begrenztes Einsatzgebiet

Preis

  • Ladenpreis: 519,- Euro
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Klangbeispiele

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Fredenstein Magic Pre

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