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Test: Fredenstein V.A.S. Mic Pre, Mikrofonvorverstärker

Jetzt ist es an der Zeit, mal den Kopfhörerverstärker zu testen. Der liefert ein detailliertes und ordentlich lautes Signal ab. Die Lautstärke lässt sich mit dem Volume-Regler unabhängig vom Output einstellen, d.h. bei Versuchen mit dem Gain muss auch hier nachgeregelt werden. Trotz der guten Performance bin ich etwas unschlüssig, wie ich dieses Feature bewerten soll. Klar kann ich hier den Klang des Preamps unverfälscht abhören, da ich am Gerät aber keine Möglichkeit habe, ein Playback einzuspielen, reduziert sich der Nutzwert auf reine Sprachaufnahmen bzw. Instrumental-/Übungssession. Andererseits, bei einem Ladenpreis von 229,- Euro für den Einkanaler kann nicht viel vom Budget für den Headphone-Amp verbraten worden sein. Also nehmen wir sein Vorhandensein einfach so mit, er lässt sich ja auch als separat regelbarer zweiter Ausgang nutzen, vielleicht manchmal ganz nützlich.

Bisher habe ich nur mit der Stimme getestet, nun soll auch ein Instrument zum Einsatz kommen. Dafür nutze ich ein Kleinmembran-Kondenser, ein AKG SE 300B mit CK91 Nierenkapsel. Hier würde ich eindeutig dem TLA A1 den Vorzug geben, er klingt offener und detaillierter, der Fredenstein kommt hier etwas topfig. Allerdings ist mit dem Low Z-Button eine deutliche Klangveränderung Richtung Neutralität zu erreichen, da gefällt mir der Preamp wieder richtig gut. Obwohl die Impedanzveränderung laut Beschreibung vorwiegend für dynamische Mikros implantiert wurde, lohnt es sich doch hier ein wenig zu experimentieren.

Auch für Bändchenmikrofone soll der Low Z-Button taugen, eine gute Gelegenheit, das Audio-Technica AT4080 zum Einsatz zu bringen. Hier geben sich die beiden Schalterstellungen nicht viel, der Klang gefällt sehr gut. Die Mitten agieren hier nicht so „eisenhaltig“, sondern geben einen schönen Schmelz auf die Stimme. Auch mit der Akustik-Gitarre lässt sich sehr schön arbeiten. Ein samtiger Sound mit dezenten, aber angenehmen Höhen ist das Ergebnis.

Wo die Gitarre schon parat ist, gleich noch den DI-Eingang gecheckt. Der liefert ordentlich Pegel, bei meiner Breedlove mit aktivem Tonabnehmersystem kann das Gain ganz unten bleiben. An der Gitarre schwäche ich auch noch ordentlich ab. Zum Klang: Auch hier macht sich der Ausgangsübertrager mit einem guten Pfund Mitten bemerkbar, der offenere und neutralere Klang gelingt mir hier wieder mit dem TLA.

Das Eisen hört man

Das Eisen hört man

Forum
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    fno  

    Neben Armins informativem Text gibt´s nun auch Blicke unter die Motorhaube, den optischen Hinweis auf eine nicht oberflächliche Herangehensweise an das Produkt, das in diesem Fall meinem Erbsenzählerauge kaum Anlass zu Kritik bietet. Wenn nun noch die Potis mit der Frontplatte verschraubt sind… Ich hätte kein Problem damit, wenn Innenansichten der Geräte hier zur Gewohnheit würden, schliesslich können Bilder viel interpretationsfreie sachliche Information bieten. Und welcher Hersteller könnte etwas dagegen haben, wenn er von der Qualität seiner Produkte überzeugt ist?

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