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Test: Future Artists MIDI LOOPER, 4-Spur-MIDI Looper


We're jammin' in the loop

Die Aufnahmebereitschaft startet nach Druck auf den linken Taster, der danach rot flackert und bei Empfang der ersten MIDI-Nachricht startet. Hat man die Phrase zu Ende gespielt, wird der Loop durch nochmaliges Drücken geschlossen und dadurch eben auch die Geschwindigkeit festgelegt. Der linke Taste leuchtet dann grün, was die Farbkodierung für die erste Spur ist. Zur Orientierung blinken beide Taster, der linke im aktuellen Tempo, der rechte gemäß den eingespielten Noten. Vielleicht wäre ein einfaches MIDI-Metronom, das z.B. auch im BeatStep Pro integriert ist, von Vorteil. Denn für mich ist diese optische Rückkopplung keine große Hilfe beim Einspielen – denn primär höre ich die Musik ja.

Was kann es?

Hat man den ersten Loop eingespielt, kann man durch Drehen des linken Encoders die nächste Spur anwählen, wobei sich die Spurfarbe auf Lila (Spur 2) ändert, und gleich die zweite Spur aufnehmen. Dabei haben die Spuren keinerlei festgelegte MIDI-Kanäle, jede Spur stellt quasi einen eigenständigen 16-Spur-Speicher dar, denn es können Noten und Controller-Werte von beliebigen MIDI-Kanälen auf ein und der selben Spur aufgenommen werden.

spricht alles, außer Program Change - MIDI LOOPER aus der Pfalz

Spricht alles außer Program Change – der MIDI LOOPER aus der Pfalz

Was dann auf alle Noten-Daten einer Spur anwendbar ist, ist die Echtzeitquantisierung, die man mit dem linken Encoder „eindrehen“ kann. Zur Verfügung stehen: 1/96, 1/32, 1/24, 1/16, 1/12, 1/8, 1/6 und 1/4 Quantisierungen. Genauso gut kann man sie auch wieder „ausdrehen“, denn die Originalaufnahme bleibt in jedem Fall erhalten. Dabei ist 1/96 die eigentliche Auflösung der Aufnahme, entspricht also den 24 ppq, mit der die MIDI-Clock getaktet ist. Für mich als Synkopen-Aficionado ist das für die eine oder andere Phrase, gerade bei Solo-Linien, ein wenig knapp. Eine höhere Auflösung wäre jedoch mit Oversampling der MIDI-Clock verbunden, das eine nicht unerhebliche Neuprogrammierung erfordern würde, aber bei genügend großer Nachfrage könnte es implementiert werden.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es eine Undo-Funktion für die Aufnahme gibt. Hat man Mist gespielt, kann das noch während der Aufnahme rückgängig gemacht werden. Passt alles, steht die Spur für ein Overdub bereit, denn auch das ist möglich. Dabei merkt sich der Future Artists MIDI LOOPER alle Overdubs und kann diese bei Bedarf Schicht für Schicht auf- und auch wieder abtragen – auf jeder der vier Spuren, wie gesagt. Natürlich ist aufgrund des begrenzten Speichers irgendwann kein Platz mehr für weitere Aufnahmen. Die Aufnahme ist pro Spur auf eine Länge von 1 bis 64 Takten begrenzt, wobei eine Spur maximal 250 Noten plus 250 Controller-Werte aufnehmen kann. Insgesamt stehen also 1.000 Noten und 1.000 Controller-Events zur Verfügung. Dabei sind die Controller Events sparsam einzusetzen, denn die sammeln sich schnell an.

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    *modular*

    Anmerkung: 2015 gab es noch keine Superbooth, auf der 2016er Superbooth wurde das Teil präsentiert.

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Future Artists MIDI LOOPER

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