Test: FX Teleport 1.01

8. Oktober 2003

FX Teleport 1.01

Die Lösung aller Performance-Probleme?

1_image001.jpg

Wem ging beim Arbeiten mit den immer mehr und leistungsfähiger werdenden PlugIns nicht auch schon mal die Performance des Computers auf Grundeis? Wäre es nicht praktisch, wenn man mit einfachen und kostengünstigen Mitteln zusätzliche Leistungsreserven schaffen könnte? Steinberg schuf mit VST System Link die Möglichkeit, mehrere Computer sample-synchron zusammenzuschalten und als Netzwerk-Verbund für den Musiker nutzbar zu machen, mit FX Teleport tritt nun ein weiterer Anbieter auf den Plan – mit dem Versprechen, alles einfacher zu machen und dennoch leistungsfähiger zu sein. Auch wenn das Konzept von FX Teleport grundverschieden von Steinbergs Ansatz mit VST System Link ist, verfolgen beide das gleiche Ziel: Kapazitäten zusätzlicher Rechner zur Verfügung zu stellen, ohne Spezialhardware und ohne Kompromisse in Bezug auf Timing und Synchronität.

 

In diesem Test werde ich FX Teleport unter die Lupe nehmen und auch seine Vor- wie Nachteile gegenüber Steinbergs VST System Link beleuchten. Denn glaubt man den schon seit längerem durch die Foren vagabundierenden Vorankündigungen, wird FX Teleport eine neue Ära in Sachen Musikcomputer-Performance einläuten…

2_image005.gif

Funktionsweise
Mit FX Teleport lassen sich PlugIns auf einen oder mehrere andere Computer auslagern. Man kann damit die Leistung zusätzlicher Rechner nutzen, ohne die gewohnte Arbeitsumgebung im Sequenzer verlassen zu müssen, denn die „teleportierten“ PlugIns verhalten sich (fast) wie ganz normal geladene PlugIns. Die Kommunikation zwischen den Rechnern erfolgt dabei über ein gewöhnliches Netzwerk und nicht wie bei VST System Link über digitale Audio-Verbindungen.
Da sich FX Teleport völlig transparent in die VST-Umgebung einbindet, funktioniert es mit allen Programmen, welche die VST2-Schnittstelle unterstützen – eine spezielle Anpassung wie im Falle von System Link ist nicht notwendig.

 

FX Teleport arbeitet dabei folgendermaßen: der Rechner, auf dem auch der Sequenzer läuft, ist der sogenannte Master, von ihm aus teleportiert man PlugIns zu einem oder mehreren Slaves. Dort findet dann die eigentliche Berechnung des PlugIns statt und dessen Ausgangssignal wird zurück zum Master geschickt. Das ist in etwa vergleichbar mit dem Einschleifen externer Effektgeräte, nur dass FX Teleport das Auslagern quasi im Hintergrund macht und der Sequenzer davon nichts mitbekommt.
Da die Audiodaten dabei vom Master zum Slave und wieder zurück geschickt werden müssen, entsteht natürlich eine gewisse Latenz, die vom verwendeten Netzwerk und dessen jeweiliger Belastung abhängig ist. Verwendet man einen Sequenzer, der keinen vollständigen Latenzausgleich hat, ist man also gezwungen, dieser Problematik von Hand zu begegnen, was mitunter etwas knifflig werden kann.

3_image009.jpg

Forum
  1. Avatar
    Peter Jansen

    Tolle Beschreibung-Informativ und Kompetent.Guter Mann

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.