Test: FX Teleport 1.01

Am Master wiederum muss man nun noch mit wenigen Klicks die vom Slave angebotenen PlugIns einrichten. Dabei werden so genannte „Wrapper“ erzeugt, die der Sequenzer dann als die eigentlichen PlugIns sieht, die aber im Grunde nichts weiter sind als ein Verweis an FX Teleport, das jeweilige PlugIn auf dem Slave zu laden. Über diesen Weg wird dem Sequenzer vorgegaukelt, er hätte ein ganz gewöhnliches PlugIn geladen – dass dieses dabei noch nicht einmal auf dem selben Computer gestartet wurde, bekommt er also gar nicht erst mit. Ein ebenso simpler wie genialer Trick, um FX Teleport völlig unabhängig von der eigentlichen Anwendung zu machen.

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Mit erfolgter Einrichtung der Wrapper ist man dann „ready to go!“ und kann loslegen.

Beam me up, Scotty!
Installation fertig, Server läuft, die Wrapper sind eingerichtet – Zeit, ein wenig Teleportation zu betreiben. Als Sequenzer benutze ich hier Cubase SX, man ist aber, wie gesagt, auf keinen speziellen VST-Host beschränkt, FX Teleport tut’s ja mit allen (…die unter Windows laufen).

Im Sequenzer gibt es nach der Installation von FX Teleport einen neuen Ordner in der Liste der zur Verfügung stehenden PlugIns, in dem alle zuvor eingerichteten Wrapper stehen. Die Namen entsprechen dabei denen der urpsrünglichen PlugIns mit der Erweiterung „(LAN)“. LAN steht für Local Area Network, der gängigen Bezeichnung für ein (lokal begrenztes) Netzwerk zwischen mehreren Computern.

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Lädt man jetzt eines der teleportierbaren PlugIns, öffnet sich das zugehörige Wrapper-Fenster und gleichzeitig wird auf dem Slave-Rechner vom FX Teleport Server das eigentliche PlugIn geladen und dort dessen Bedienoberfläche (GUI, Graphical User Interface) angezeigt.

Dass die Bedienung des PlugIns am Slave-Rechner erfolgt und nicht am Master innerhalb des Sequenzers, ist anfangs etwas verwirrend und lässt sich durchaus als Nachteil von FX Teleport auslegen – ich fand es aber andererseits auch recht handlich, die ausgelagerten PlugIns alle beisammen zu haben. Über die Konfigurations-Leiste der Wrapper kann man zudem das jeweilige PlugIn in den „Local Mode“ schalten, dann wird es wie gewohnt auf dem Master geladen, verbraucht aber natürlich dann auch dort die CPU-Leistung.

Über diesen Weg kann man übrigens sehr einfach mit einem Projekt beginnen, bei dem anfangs alle PlugIns lokal ausgeführt werden und sobald es anfängt knapp zu werden, teleportiert man nach und nach einzelne PlugIns auf den oder die Slaves. Ich habe es mir inzwischen angewöhnt, alle leistungshungrigen PlugIns immer gleich direkt als Wrapper im Local Mode zu laden und kann dadurch jederzeit Leistung wieder frei machen, wenn’s nötig wird – sehr praktisch!

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    AMAZONA Archiv

    Tolle Beschreibung-Informativ und Kompetent.Guter Mann

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