Bedienen lässt sich das Programm sehr angenehm über die Tastatur, aber auch das Erstellen von MIDI Maps bietet Modul8 an. Mit der vorliegenden Version ist es endlich möglich Keyboard und MIDI Maps zu im- und exportieren. Wünschenswert wären nun noch einige Standard-Maps für gängige Controller, die zumindest Einsteigern das Zuweisen erleichtern würden.
Die neueste Programmversion unterstützt außerdem DMX, das heißt, mit dem passenden Interface von Entec kann auch der Lightoperator eine Modul8-Show fahren und umgekehrt der VJ notfalls ein paar Wackellampen bedienen. Das Zuweisen der Kanäle erfolgt dabei sehr einfach über das Keywordsystem des Programms. Dieses System wird auch in den unzähligen Zusatzmodulen verwendet, die teilweise bereits vorinstalliert und zusätzlich über eine umfangreiche Online-Library erhältlich sind. Zu den Standard-Modulen gehören unter anderem ein Texteditor und ein BPM-Router, mit dem sich Effekte in Abhängigkeit der Musikgeschwindigkeit beeinflussen lassen. Das Paint-Modul unterstützt außerdem Grafiktablets von Wacom. Module können auch vom Benutzer selbst per Baukastensystem, per Keyword und bei Bedarf per Skript erstellt und der Community zur Verfügung gestellt werden.
Ebenfalls neu und äußerst praktisch: Der Import von Einzelbildordnern als Slideshow über das Mediaset. Einziger Wermutstropfen bei all den Features und Neuerungen: Bei sehr langsamen Crossfades (15s und mehr) von ähnlichen Bildern ist deutlich eine Eindunklung zu sehen, die wahrscheinlich auf eine lineare Blendensteuerung zurückzuführen ist. Leider habe ich zu diesem Problem, das in normalen VJ-Shows eher unwichtig sein dürfte, noch keine Lösung vom Support erhalten.
Wer seine Videoshow auch für die Nachwelt erhalten möchte, hat in Modul8 die Möglichkeit, das Ganze in eine Datei aufzuzeichnen. Die einfachste Methode ist die Direktaufzeichnung auf Festplatte. Diese Lösung wirkt sich jedoch negativ auf die Gesamtleistung des Systems aus, weshalb die Option Logical Record zu bevorzugen ist. Hierbei werden alle Aktionen während der Show aufgezeichnet, das eigentliche Videofile aber erst nachträglich erzeugt.

























