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Test: Gemini CDX-2250, Doppel CD-Player

21. August 2014

Preiswert - aber auch gut?

Player für CDs scheinen inzwischen zur aussterbenden Art zu gehören. Im Auto werden sie durch USB-Sticks ersetzt, zu Hause durch die Dockingstation des Smartphones (oder durch den alten Plattenspieler, der wieder aus dem Keller geholt wurde, weil das Vinyl gerade seinen fünfzehnten Frühling erlebt) und die DJs legen entweder mit Controller plus Notebook oder immer noch/wieder mit Vinyl auf und der, der noch einen CD-Player nutzt, steckt doch am Ende zumeist einen USB-Stick in diesen hinein. Klammheimlich schleicht sich die Compact Disc aus unserem Leben. Vielleicht wird sie schon die nächste Generation nur noch für futuristische Bierdeckel halten. Oder für Christbaumschmuck. Und dann genauso hilflos davor stehen wie die Kids heute, denen es unmöglich ist, eine Kassette und einen Walkman so zusammen zu bringen, dass ein klingendes Etwas entsteht. Nun ja – gut 30 Jahre sind in der schnelllebigen Technikwelt auch eine verdammt lange Zeit. Auch die VHS-Kassette wurde nur 32 Jahre alt.

Gemini CDX-2250

Gemini CDX-2250

Wie ich darauf komme? Ausgelöst wurde dieser – zugegebenermaßen etwas ausschweifende Gedankengang – durch die inzwischen seltene Freude, mal wieder einen CD-Spieler testen zu dürfen. Meinen letzten Doppel-CD-Spieler hatte ich im Juli 2012 im Test (den American Audio Encore 200), den letzten Rack-Doppel-CD-Spieler sogar zuletzt im Oktober 2008 (den Numark DDS80). In der Zeit hatte ich dann übrigens 23 DJ-Controller und 15 DJ-Mixer getestet; da kann man mal sehen, wie selten die CD-Player inzwischen geworden sind.

Ein Blick in die aktuellen Angebotslisten des Dealers meines Vertrauens: Der Gemini ist der mit Abstand preiswerteste Dual CD-Player derzeit. Gerade einmal 195 Euro werden dafür aufgerufen. Aber ist der CDX jetzt ein Billigheimer und gerade mal für die Beschallung von Familienfesten zu gebrauchen? Oder tatsächlich ein Gerät, mit dem sich arbeiten lässt? Schauen wir doch einfach mal nach.

Ausgepackt

In der Verpackung findet sich das Gehäuse mit den beiden Laufwerken aus der Abteilung „Komplett-Metall in 2 HE“ mit den Maßen 482x88x254 Millimeter und 4 Kilo Gewicht plus die Steuereinheit (482x88x70 Millimeter, 1,5 Kilo) – ebenfalls mit zwei Höheneinheiten und Metalldress. Verbunden werden die beiden Teile durch ein gut ein Meter langes 13-poliges Spezialkabel (liegt bei), die Stromversorgung erfolgt über den Player mit einem Euro-Netzkabel (liegt ebenfalls bei). Und wenn wir schon mal bei den mitgelieferten Kabeln sind: Zwei Stereo-Cinch-Kabel haben es ebenfalls in die Kiste geschafft.

Sowohl Player als auch Steuermodul sind 19-Zoll-Rack-tauglich.Wer kein Rack hat (solche Leute soll es ja geben) oder keines benutzen will, kann das Laufwerkgehäuse dank der Gummifüße auch sicher ebenerdig platzieren. Die Steuereinheit kann dann – wegen des Verbindungskabels auf der Rückseite – nicht liegend betrieben werden, sondern nur aufrecht stehend. Zwar liegen dafür dann kleine Klebegummis bei, doch wirklich stabil ist das wegen der geringen Bautiefe natürlich nicht. Statik für Anfänger: Jedes Gebilde, das höher ist als tief, steht von Natur aus wacklig.

Und schließlich gibt es auch noch ein viersprachiges gedrucktes Handbuch im DIN-A-4-Format. Nicht gerade eine abendfüllende Lektüre und reichlich sparsam illustriert, aber „für die paar Knöppe“ sollte es reichen. Inzwischen freut man sich ja schon, wenn sich überhaupt etwas hilfreiches Gedrucktes findet.

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