Test: Genelec 1030A PM

21. August 2003

Genelec 1030A PM

Fast schon ein Klassiker


Die Genelec 1030A PM ist ein magnetisch geschirmter Nahfeldmonitor, der sich zur Kontrolle oder zum Abmischen von jeglichem Audiomaterial eignet. Durch seine kompakten Ausmaße ist er in vielen kleineren Studios und auch im Broadcast oder Post-Produktion Bereich zu finden. In der heutigen Zeit gleicht ein modernes Tonstudio äußerlich fast einem Videoschnittplatz, so dass Aufstellungen neben den CRT- oder TFT-Monitoren möglich sind. Die magnetische Schirmung verhindert eine Beeinflussung des Bildes bei CRT-Monitoren. Durch die hohe Klangqualität der 1030 wird diese besonders gerne dort eingesetzt, wo wenig Platz vorhanden ist, aber auch der Preis kann eine Rolle bei der Anschaffung gegenüber einem größeren System spielen.

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1030A PM

Der Aufbau der Box ist nach einem zwei Wege Bassreflex System entworfen. Das Kürzel „A“ in der Bezeichnung steht für Aktiv, d.h. die Endstufe befindet sich schon in der Box. Im Falle der 1030 ist die Verstärkung für Hochtöner und Tieftöner mit zwei getrennten Endstufen ausgestattet, was in einer besseren technischen Anpassung gegenüber nur einer Endstufe resultiert. Das Bassreflexsystem hat zwei Schlitze seitlich des Hochtöners, anstatt der gewohnten runden Öffnung, in der Front. Eine Besonderheit ist (wie auch bei den Mackie-Boxen) der WaveGuide, der eine trichterförmige Anordnung vor der Hochtonkalotte darstellt. Er ist für ein verbessertes Abstrahlverhalten verantwortlich. Das Kürzel „PM“ im Namen steht für die magnetische Schirmung der Boxen.

 

Rückseite

Auf der Rückseite der 1030 APM schaut es recht aufgeräumt aus. Hier befinden sich die Einstellmöglichkeiten für die Raumanpassung. Diese sollten aber nur von der Normalposition abweichen, wenn es direkte Probleme mit dem Studioraum gibt. Auch hier ist es generell besser den Raum akustisch zu verändern als Einstellungen an der Box zu verändern. Möchte man die 1030 Nahe der Wand oder sogar in Ecken aufstellen, ist eine Frequenzkorrektur mit dem Bass TILT unbedingt vorzunehmen

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Das Level-Poti kann zur Anpassung an das Mischpult genutzt werden. Ich hatte hier die Stellung dauerhaft auf -6 dB, würde mir aber eine größere Absenkung wünschen, denn ich konnte den Regelweg des Potis auf meinem Pult nur zu einem viertel nutzen. Neben dem Netzanschluss liegt hier der Netzschalter, was in der Praxis unangenehm auffällt. Ich hätte den Schalter gerne vorne gesehen, da beim An- und Ausschalten der kompletten Studio-Anlage schon mal hässliche Knackser auftreten können, die bei manuellem Schalten der Box nicht auftreten. Das gesamte Rückpanel inklusive Endstufe ist schwingend gelagert, um Resonanzen entgegenzuwirken.

 

Surround

Die 1030APM eignet sich hervorragend zum Aufbau eines Surround Systems. Mit Hilfe des Subwoofers 7070A lässt sich ein 5.1 oder 6.1 System aufbauen, in dem der Bassbereich bis ca. 20 Hz nach unten erweitert wird. Laut Genelec ist die Fertigungstoleranz der Boxen so gering, dass ein nachträgliches Erweitern eines Stereosystems mit Boxen einer neueren Baureihe problemlos möglich ist. Genelec legt also großen Wert auf konstant bleibende Klangeigenschaften der Boxen.

Forum
  1. Profilbild
    Wangan

    Die 1030 sind ansich wirklich tolle Boxen,leider mit einen sehr empfindlichen Basstreiber!
    Wir hatten ein 12er Setup in Nutzung,davon sind schon 3 defekt gegangen!
    Zum Glück kostet Ersatz nur um die 55 Eus ohne neue Einmessung!^^
    Beim Einbau merkte ich auch die etwas billigen Käbelchen im Inneren mit einfachen KFZ Flachsteckern als Verbinder!

    Ansonsten,eine ordentliche Box :)

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