Test: Genelec 8320A, Nahfeld Monitore

Leistungsdaten

Der Genelec 8320A ist ein relativ kleiner, aber sehr hochwertig verarbeiteter Nahfeldmonitor, der vor allem in akustisch schwierigen Bedingungen seine Stärken ausspielen soll. Im Vergleich zu meinen Studiomonitoren, den Tannoy Ellipse 10, wirken sie fast niedlich.

Größenvergleich Genelec 8320A und Tannoy Ellipse 10

Größenvergleich Genelec 8320A und Tannoy Ellipse 10

Er besitzt einen 4 Zoll Tiefmitteltöner sowie einen 3/4 Zoll Hochtöner, welche jeweils über eine 50 Watt Class-D Endstufe angetrieben werden. Die Trennfrequenz liegt bei 2,9 kHz. Die harmonischen Verzerrungen werden für einen Pegel von 85 dB mit 3% im Bassbereich und 0,5 % über 200 Hz angegeben, was für einen Lautsprecher dieser Größenordnung sehr gut ist. Man sollte sich von der Größe der Lautsprecher aber nicht täuschen lassen, sie können sehr laut aufspielen. Der Maximalpegel wird im Datenblatt mit 100 dB angegeben, was für das Nahfeld mehr als genug ist.

Freifeldfrequenzgang, gemessen aus verschiedenen Winkeln

Freifeldfrequenzgang, gemessen aus verschiedenen Winkeln

Der Frequenzgang wird mit 55 Hz bis 23 kHz bei -6 dB Pegelabfall an den Frequenzrändern angegeben. Das ist für dieses „Böxchen“ schon erstaunlich. Noch erstaunlicher ist die Frequenzgang-Abweichung zwischen 66 Hz und 20 kHz, welche mit +/- 1,5 dB extrem gering ausfällt. Ebenso gut wie der Frequenzgang zeigt sich dank dem DCW-Waveguide auch die Schallabstrahlung, was sich am Isobarendiagramm ablesen lässt. Mit ebenso guten Werten ist in dieser Preisklasse eigentlich nur der kleine Neumann KH120 ausgestattet, der von der Größe und preislich in direkter Konkurrenz zum Genelec 8320A steht. Das Eigenrauschen des Monitors ist mit 5 dB sehr unkritisch und selbst in sehr ruhigen Umgebungen nicht hörbar.

Isobarendiagramm für die horizontale und vertikale Schallabstrahlung. Die horizontale Abstrahlung ist nahezu perfekt. Bei der vertikalen Abstrahlung zeigt sich eine leichte Einschnürung um die Trennfrequenz.

Isobarendiagramm für die horizontale und vertikale Schallabstrahlung. Die horizontale Abstrahlung ist nahezu perfekt. Bei der vertikalen Abstrahlung zeigt sich eine leichte Einschnürung um die Trennfrequenz herum.

Forum
  1. Profilbild
    Obmar

    Bei allem Respekt, selbstverständlich ist ein Subwoofer notwendig, ich kenne Genelecs dieser Größe seit 10 Jahren. Sie sind Profi laut Profil! 66Hz untere Frequenz bei +-1,5dB – das sagt alles! Es sei denn, man macht es sich zur Passion, mit jedem Mix zu einer richtigen – vollständigen! – Abhöre zu rennen, die man leider nicht selbst besitzt. Ich konnte mir Jahre lang den Woofer für die definitiv vergleichbaren 8020A nicht leisten und weiß, wovon ich rede. Eine einigermaßen ernst zu nehmende Abhöre reicht mindestens signifikant unter 40Hz.

    MfG

    Göran Hassenrück

    • Profilbild
      r.biernat  RED

      Ob man einen Subwoofer braucht oder nicht, kommt auch auf den Einsatzbereich an. Für Sprach-Editing am Schnittplatz kann man wohl darauf verzichten, wenn man tieffrequente Nebengeräusche anderweitig im Blick behält. Ansonsten muss ich sagen, dass für die Boxengröße 66Hz (-1,5dB) gar nicht schlecht sind. Ich gebe Ihnen aber Recht, man macht sich das Leben mit einem korrekt auf- und eingestellten Subwoofer natürlich um Einiges leichter. Auf einer großen Anlage gegenzuhören (Stichwort: PA) kann trotzdem nicht schaden.

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