Test: Genz Benz, NEO-PAK 3.5, NEOX 210T und NEOX 212T, Bassverstärker

Wenn man den NEO-PAK 3.5 anhebt, könnte man fast meinen, es handele sich um ein leeres Gehäuse! Die hochwertige Optik lässt einen ein weitaus höheres Gewicht vermuten als die gerade mal 3,8 kg die das Gerät auf die Waage bringt. Ermöglicht wird dieses durch ein speziell entwickeltes Ultra Light-Schaltnetzteil, welches unter Zuhilfenahme modernster Digital-Technologie die 350 Watt starke, in diskreter Class A/B Bauweise ausgeführte Transistorendstufe mit Strom versorgt. Ebenso bezieht die Vorstufe, angetrieben von einer Röhre des Typs 12AX7, ihren Saft von diesem Netzteil. Dieses leistungsstarke Basstopteil kann man sich bequem in der zugehörigen Tasche, die leider extra erworben werden muss, um die Schulter hängen. So macht das Bassistenleben Spaß!

-- Transporttasche NEO-PAK 3.5 --

— Transporttasche NEO-PAK 3.5 —

NEOX 210T& NEOX 212T

Der eigentliche Schrecken des gemeinen Tieftöners ist ja in der Regel das Transportieren von leistungsstarken und damit oft höllenschweren Bassboxen. Man darf gespannt sein, wie GENZ BENZ mit dieser Problematik umgeht.

Zunächst fällt auf, das der Hersteller hier nicht versucht, möglichst kleine und kompakte Boxen zu fertigen, wie es der ein oder andere Mitbewerber tut. In der Tat erfordert die bandtaugliche Wiedergabe von tiefen Frequenzen immer noch ein gewisses Mindestmaß an Gehäusevolumen, die Physik lässt sich hier nicht wirklich austricksen. So kommen die Boxen auf durchaus stattliche Maße (210T: 63,5 x 54 x 42 und 212T: 79 x 54 x 42). Mit einem Smart kann man hier also nicht zum Gig fahren, mit einem VW Golf aber schon.

Die Verwendung spezieller Lautsprecher mit Neodym-Magneten sowie Birkensperrholz als Gehäusematerial ermöglicht dennoch ein sehr angenehmes Gewicht: 22,5 kg für eine 2×10“ Box mit einer Belastbarkeit von 450Watt an 4 Ohm bzw. 28 kg für eine 2×12“ Box mit 600 Watt an 4 Ohm. Da steht doch die Leistung in einem sehr gesunden Verhältnis zur Schlepperei!

Bemerkenswert ist außerdem, das die Lautsprecher vertikal, also übereinander stehend und nicht wie sonst oft üblich, horizontal angeordnet sind. Das verbessert die Abstrahlung der tiefen Frequenzen, weswegen sich diese Bauweise auch im Hifi-Bereich durchgesetzt hat. Das Bassreflexsystem, das bei den NEOX-Boxen zum Einsatz kommt nennt GENZ BENZ Dual Edge Porting. Vier rechteckige Reflexöffnungen sitzen in den Ecken der Schallwand und bilden so ein „X“ auf der Vorderseite der Boxen. Zu den Annehmlichkeiten dieser Boxenserie gehören jeweils zwei Rollen an der unteren Hinterkante, die ein bequemes Rollen bei nach hinten gekippter Box ermöglichen sollen. Das funktioniert auch prima, solange man nicht zu groß gewachsen ist, ansonsten muss man sich doch arg bücken, was den Bassistenrücken nicht so sehr erfreut. Ein versenkbarer Trolley-Griff würde hier Wunder wirken. Auch die Position der Tragegriffe auf den oberen Kanten der Boxen sind nicht so praktisch, zum Tragen wären seitliche Griffe besser geeignet. Da die Boxen aber nicht allzu viel wiegen (siehe oben) lässt sich das gut verschmerzen.

Ansonsten sind die Boxen mit der üblichen schwarzen Textilbespannung, den üblichen schwarzen, stapelbaren Kunststoffecken und dem ebenso gerne genommenen Lautsprecher-Schutzgitter versehen. Die Anschlussfelder stellen jeweils einen Eingang in Speakon und zwei in Klinkenausführung bereit. Darüber hinaus können hier die eingebauten Hochton-Hörner stufenlos in ihrer Lautstärke geregelt werden.

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