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Test: GForce Software ImpOSCar3, Software-Synthesizer

Kantig, aber liebenswert

19. Juni 2024

GForce Software ImpOSCar3 - Frontansicht

GForce Software ImpOSCar3 ist die dritte Version der Software-Emulation des verschrobenen Hardware-Klassikers von 1983. Schon damals bestach die Hardware mit einer Funktion, mit der bis zu 5 User-Schwingungsformen aus einzelnen Teiltönen des harmonischen Spektrums zusammengesetzt werden konnten – additive Synthese. Und obwohl die Software das auch schon in Version 1 und 2 konnte, wurde die Möglichkeit zur Erstellung wesentlich vereinfacht und außerdem noch mit einer Wavetable-Funktion zum Scannen der Schwingungsform erweitert. Das müssen wir uns genauer ansehen.

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Installation GForce ImpOSCar3

Wie bei GForce üblich wird nach dem Kauf im User-Bereich eine Seriennummer hinterlegt, die beim ersten Start des Software-Synthesizers abgefragt wird. Eine Internetanbindung ist dafür nicht nötig. Lauffähig ist GForce Software ImpOSCar3 an Windows 7 und macOS 10.15. Damit ist das Plug-in das erste der neueren Plug-ins von GForce, das nicht mehr unter macOS 10.14 läuft. Angeboten werden eine Standalone-Version sowie AAX-, AU-, VST2- und VST3-Versionen.

Insgesamt 450 neue Patches bietet ImpOSCar3, unter anderem von namenhaften Künstlern wie Billy Currie (Ultravox) oder Darren Price & Rick Smith (Underworld). Aber auch alle Patches der Version 2 sowie die originalen Factory-Patches sind enthalten. Insgesamt kommt der Software-Synthesizer so auf über 1800 Presets.

Preset-Verwaltung

Apropos Preset-Verwaltung. Diese wurde natürlich auf den aktuellen Stand gehoben und bietet Kategorien, Schlagworte, Favoriten und Notizen. Ziemlich praktisch ist die Platzierung der vier Macro-Regler direkt auf der Seite der Preset-Verwaltung – so können die Variationen eines Patches schnell erkundet werden, ohne auf das GUI zu wechseln. Vielleicht kommt mit einem Update auch die Möglichkeit, neue Patches zu „züchten“, wie es andere Software-Synthesizer zunehmend vormachen.

Preset-Verwaltung von GForce Software ImpOSCar3

Das GUI von GForce Software ImpOSCar3 hat sich etwas verändert, strahlt aber immer noch den Charme des Originals aus. Alleine durch die Addition der Macro-Regler und der erweiterten Effektsektion, deren Einstellungen sich nun nicht mehr auf einem zweiten Screen befinden, ist das GUI nun größer. Selbstverständlich ist es nun frei skalierbar und auch moderner gestaltet, trotzdem hätte mir etwas weniger Schattenwurf besser gefallen.

Gewohnt einfach werden die MIDI-CC-Zuweisungen gemacht. Ein Klick auf CC in der Fußleiste zeigt alle Zuweisung die immer für alle Presets gelten. Hinzugekommen in Version 3 ist eine Parameter-Steuerung durch Aftertouch, was gerade Pad-Virtuosen freuen wird. Als Ziel stehen Filter, Wavetable-Position oder LFO-Rate zur Verfügung. Besonders schön ist die Tatsache, dass GForce Software ImpOSCar3 auch polyphonen Aftertouch versteht.

GForce Software ImpOSCar3 - MIDI CC Zuweisungen

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Und nicht zu vergessen: Aftertouch wie auch Modulationsrad und Velocity können nicht nur einem Ziel-Parameter auf der Liste zugeordnet werden. Tatsächlich können alle Parameter mit unterschiedlicher Intensität gleichzeitig angesteuert werden.

Synthese-Aufbau von GForce ImpOSCar3

Dieser entspricht weitestgehend dem Original und so finden wir eine bekannte subtraktiv-synthetische Signalkette von Oszillatoren und Filtern, die durch zwei LFOs und 2 Hüllkurvengeneratoren moduliert werden können. Zusätzlich gibt es den AUX-Mod, mit dem Hüllkurvengenerator- und LFO-Verlauf gemischt werden können, um z. B. die Pulsbreite oder die Tonhöhe von Oszillator 2 zu steuern.

Modulationsziele fuer AT desGForce Software ImpOSCar3

Modulationsziele für AT des GForce Software ImpOSCar3

GForce Software ImpOSCar3 - Modulationsziele fuer das Modwheel

GForce Software ImpOSCar3 – Modulationsziele für das Modwheel

 

Modulationsziele fuer Velocity des GForce Software ImpOSCar3

Modulationsziele für Velocity des GForce Software ImpOSCar3

Das Filter war im OSCar immer schon speziell, da es aus zwei separaten Filtern bestand, die unterschiedlich zusammengeschaltet werden konnten. Der „Separation“-Parameter schiebt dabei die Cutoff-Punkte beider Filter auseinander – so gelingen leicht vocaloide Filterklänge.

Am Ende der Kette sitzen die Effekte Chorus, Delay und Reverb, wobei der Reverb wesentlich verbessert wurde und so nun auch integraler Bestandteil eines Patches sein kann.

Macro-Regler des ImpOSCar3 Synthesizers

Die 4 Macroregler können die meisten Synthese-, aber auch Effektparameter gleichzeitig steuern. Welche genau, kann erkannt werden, sobald das Zuweisungskreuz des entsprechenden Macro-Reglers geklickt und gehalten wird. Dann wird die weiße Linie eines Reglers türkis eingefärbt, sobald das Kreuz darüber gehalten wird. Das ist tatsächlich etwas schwer zu sehen und ich hätte mir entweder eine andere Farbe oder gleich eine Farbänderung des ganzen Reglers gewünscht. Dazu kommt erschwerend hinzu, dass alle Macro-Regler dieselbe Kennfarbe besitzen.

Macrozuweisungen des GForce Software ImpOSCar3

Ist die Zuweisung nun gemacht, wird mit einem Rechtsklick auf den Regler der Wertebereich eingestellt. Ein Klick auf den jeweiligen Makro-Regler zeigt dann alle Zuweisungen und Wertebereiche. Eine Animation bei Betätigen des Macro-Reglers gibt es leider nicht, das würde sehr zur Übersicht beitragen. Wichtig ist jedoch, dass die Macro-Regler sowohl per MIDI-CC, als auch über die Spurautomation gesteuert werden können.

Womit ich fest beim GForce Software ImpOSCar3 gerechnet hatte, wären die Modulationserweiterungen, die viele andere Software-Synthesizer von GForce Software auch besitzen; die Rede ist von XLFO und XENV. Diese würden einen LFO und einen Hüllkurvengenertator pro Parameter zulassen und so die Modulationsmöglichkeiten mächtig erweitern. Um näher an den Eigentümlichkeiten der originalen Hardware zu bleiben. Ich würde sagen – wenn ich sie nicht nutzen will, dann mache ich das eben nicht, aber gebt mir doch bitte die Möglichkeit. Dennoch würde ich nicht behaupten, der GForce Software ImpOSCar3 sei Modulationstechnisch schwach aufgestellt.

Die neuen Wavetable-Oszillatoren

Kommen wir damit zum Herzstück der neuen Version, den Wavetable-Oszillatoren und deren Erstellung über den neuen Editor. An dieser Stelle wurde der GForce Software ImpOSCar3 so richtig schön aufgebohrt und alleine das rechtfertigt die Anschaffung der Version 3, wobei ein Upgrade von Version 2 auf 3 mit ca. 30,- Euro vergünstigt ist.

Nach der Wahl des Oszillatortyps „Wavetable“ wird über den „WT Edit“-Schalter der Wavetable-Editor aufgerufen. Hier können nun die User-Schwingungsformen erzeugt werden. Im Gegensatz zum Vorgänger und dem Original besteht eine Schwingungsform nun aus bis zu 48 Teiltönen und damit doppelt so vielen wie vorher.

GForce Software ImpOSCar3 - Wavetable Editor mit zwei Frames

Die Einzeichnung der Amplitude (die Phase eines Teiltons kann leider nicht extra eingestellt werden) der Partials ist aber nicht die einzige Möglichkeit, eine neue Schwingungsform zu erzeugen. Sie lässt sich auch aus Bausteinen herkömmlicher Schwingungsformen zusammensetzen. An der rechtes Seite stehen dazu Sinus-, Rechteck-, Sägezahn und Dreieckschwingungen zur Verfügung. Auch Noise und kreisförmige Teilstücke sind vorhanden.

Um die Partials zu erstellen, wird einfach der entsprechende Balken aufgezogen – die sich ergebende Schwingungsform wird dann in Echtzeit dargestellt. Die geometrische Konstruktion vollzieht sich in einem Gitter, dessen X- und Y-Auflösung separat frei zwischen 1, 2, 4, 8, 16 und 32 eingestellt werden kann. Hat man sich mal verrannt, hilft die Undo-Funktion, die klassisch über Strg/CMD+Z zu erreichen ist.

Wavetable Editor Geometrische Erzeugung von Schwingungsformen.jpg des GForce Software ImpOSCar3

Wie entsteht denn im GForce Software ImpOSCar3 nun aus einzelnen Schwingungsformen ein Wavetable? Theoretisch können nun 256 verschiedene Wavetabls erstellt werden, über die dann, wie in der Wavetable-Synthese üblich, druchgescannt werden kann. Zum Erstellen dient die obere Frame-Leiste. Es können aber auch nur eine Ausgangs- und eine Ziel-Schwingungsform erzeugt werden, zwischen denen dann überblendet werden kann. Dazu stehen dann zwei Optionen X-Fade und Spectral zur Auswahl, die jeweils in nuanciert anderen Überblendungen resultieren. Zur besseren optischen Übersicht über den Prozess kann zudem die Ansicht der Schwingungsform von 2D auf 3D umgestellt werden.

Wavetable Editor 3D Ansicht des GForce Software ImpOSCar3

Nicht nur beide Oszillator-Wavetables sind im Editor erreich- und editierbar, sondern auch die beiden LFOs. Diese werden jedoch mit einer einfachen Multi-Segmentkurve erstellt und nicht über Teiltöne.

Sehr praktisch auch hier wieder wichtig: Parameter wie Wavetable-Position, LFO-Mod und Oszillator-Balance direkt im Editor einstellen zu können – das erspart Hin- und Herschalten zwischen Oberfläche und Editor.

GForce Software ImpOSCar3 - Wavetable Editor Browser

Praxis und Klang des GForce ImpOSCar3

Nach kurzer Zeit ist der Wavetable-Editor intuitiv zu bedienen und es ist ein Leichtes, eine klangliche Vorstellung umzusetzen. Vor allem, wenn ein wenig Routine im Erstellen der Schwingungsformen über die Teiltöne eintritt, ist der Weg vom Klang im Kopf zum Klang im Arrangement erstaunlich schnell.

Der GForce Software ImpOSCar3 kann nun typisch additiv und wavetable-ish klingen, aber auch ganz knackig analog. Das Dual-Filter mit der Separationsfunktion der Cutoff-Frequenzen birgt ungewöhnliche Filterfahrten und viele Presets machen davon Gebrauch.

Überhaupt sind die Presets eine Stärke des Software-Synthesizers von GForce Software. Ich habe nicht wenige gefunden, die mich mit einer Wirkmacht an Jungle und Breaksbeats der 1990er erinnern, wie es bisher noch kein Synthesizer geschafft hat. Durch die neue Wavetable-Funktion ist der GForce Software ImpOSCar3 nun aber auch etwas für Ambient- oder Drone-Musik, mit dem gewissen Mut zur Kantigkeit.

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Fazit

Das Update ist absolut gelungen und war ehrlich gesagt nach über 10 Jahren auch fällig. Die kantigen Klänge des GForce Software ImpOSCar3 heben ihn ab von anderen Synthesizern und die Wavetables erlauben nun ein weitaus breiteres Spektrum und Einsatzgebiet. Dennoch würde ich mich scheuen, den Software-Synthesizer nun als Allrounder zu bezeichnen.

Zusammen mit den Macros erwächst der GForce Software ImpOSCar3 zu einem echten Performance-Synthesizer, der aber auch in Sachen Sounddesign nun viel mehr zu bieten hat. In der Praxis habe ich die X-Modulatoren aus anderen GForce Synthesizern nicht vermisst und vielleicht ist hier auch weniger mehr.

Plus

  • neuer Wavetable-Editor
  • neue Macro-Regler
  • große Preset-Vielfalt
  • charaktervolles Klangbild

Minus

  • Macro-Zuweisung farblich nicht zu unterscheiden

Preis

  • 82,- Euro
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Kundenbewertung:
(5)
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    janschneider

    Der impOscar war einer der ersten, wenn nicht sogar der erste, Softsynth, den ich mir anno dunnemal gekauft habe, bin allerdings nie so richtig warm geworden damit. Habe jetzt die Version 3 zum Anlass genommen, den nochmal zu testen, aber irgendwie komme ich weiterhin nicht mit dem User interface klar, das ist für mein Auge einfach optisch verwirrend, vielleicht die mal horizontale, mal vertikale Anordnung, keine Ahnung. Mag ja angelehnt sein an die Hardware, aber das hilft mir nix, wenn die Bedienung keinen Spass bringt.
    Nun ja, spar ich mir halt die Updatekosten, auch wenn es nicht viel ist.

    • Profilbild
      Kazimoto AHU

      @janschneider Allein die Oberfläche sieht schon wie ein Labyrinth aus. Das Featureset ist auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr, es ist heute nur ein weiteres Plugin unter vielen besseren.

      • Profilbild
        Jens Barth

        @Kazimoto Ich finde, dass der impOscar einen eigenständigen Sound hat, der durch das Update nochmal deutlich aufgewertet wird. Mit der Oberfläche komme ich gut klar.

        Da ich aber immer auf der Suche nach neuen Plugins bin würde mich interessieren, welche Plugins denn so viel besser sind?

        • Profilbild
          Kazimoto AHU

          @Jens Barth Als Hardware von 1983 und ohne Computer verstehe ich das eigenwillige Design und mag auch fast alles vom Schöpfer Chris Huggett. Als Plugin hat der OSCar kein Alleinstellungsmerkmal und ist bis auf die eigenwillige GUI eher beliebig bis schwach. Wahrscheinlich tut man sich bei Gforce auch deswegen so schwer damit aufzuräumen. Im Fazit ein klassisches „für Fans des Orginals“, jetzt auch mit eher dürftig implementierten Wavetables, das hätte es m.M.n. getroffen.

          • Profilbild
            Jens Barth

            @Kazimoto Nochmal: Er ist „…ein weiteres Plugin unter vielen besseren.“ Welche? Konkret. Interessiert mich wirklich.

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              Kazimoto AHU

              @Jens Barth Nimm den SurgeXT, der ist ebenfalls ca. 20 Jahre alt, läuft auf Linux und kostet nix. Kann sogar FM.

              • Profilbild
                Jens Barth

                @Kazimoto SurgeXT hab ich, er ist gut aber bei weitem nicht besser. Klanglich bei mir nur eine Randerscheinung. Er klingt eben anders und darum geht es ja, um Klang.

                Ich bin großer Fan von U-he. Diva, Hive, Zebra, eigentlich alle Synths. Cherry hat auch gute Synths. Omnisphere von Spectrasonics nicht zu vergessen. In Sachen Wavetables ANA2 und Pigments von Arturia. Trotzdem hat der impOscar seinen Platz in meinen Produktionen, SurgeXT aber nicht. Ebenso nicht Vital und Serum, die ja gerade auch im Wavetable – Bereich stark gehypt werden.

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                  Kazimoto AHU

                  @Jens Barth Ich dachte ich nehme was gleich altes, wobei Zebra auch schon 20 Jahre auf dem Buckel hat, wie auch vieles von Gforce. Bei U-he mag ich die alten Uhbik Effekte.

                  Bei Golem läuft gerade ein netter Podcast, „Ist digital wirklich besser“, da werden u.a. Claes Johanson und Urs Heckmann interviewt, sehr informativ.

                  Irgendwann habe ich sowas wie einen Cut gemacht und viele alte Plugins nicht mehr installiert. ANA2.5 kenne ich nicht, ist aber gerade für 66$ im Angebot.
                  Bei mir sind Phaseplant, Vital, Serum, Pigments und neuerdings Osirus und OsTIrus im Dauereinsatz. Pigments mochte ich anfangs nicht aber Arturia hat gute Programmierer auf die Sounds angesetzt, das haut es dann wieder raus.

                  Zum „Hype“, der ist schon gerechtfertigt.
                  Auf einer Seite bekommst du bei Vital 3 OSC mit äußerst umfangreichen Funktionen, einen Sample OSC, 2 flexible Filter mit Routings, 3 EGS, 4 LFO/MSGs, 2 Random Sources, 4 Macros und man ist derart schnell alles zu verknüpfen und zu programmieren, das ist schon toll.

                  Den Imposcar hatte ich irgendwann als kostenloses Plugin und bin damit nicht warm geworden. Letztlich ist der OSCar für mich ein eher obskurer Synth, der als Hardware bei Geeks sehr beliebt ist aber in Software zu viel gute Konkurrenz hat. Ist aber nur meine Meinung. Vielleicht etwas überbewertet aufgrund seines Aussehens? Bitte nicht dafür schlagen! 😄

                  • Profilbild
                    Jens Barth

                    @Kazimoto Ostirus hab ich, hatte auch den Virus Ti. Find ich gut, ist aber jetzt auch nicht wirklich neu. Wobei das für mich keine Rolle spielt. Ein Moog – Sound z.B ist nun mal unsterblich, obwohl uralt. Phaseplant hab ich nicht, nachdem ich Serum und Vital besitze wüsste ich auch nicht, warum. Da gilt dann wirklich einer von vielen.

                    Vital ist nett, aber der Klang überzeugt mich nicht wirklich. Irgendwie emotionslos. Was eben bei impOscar nicht so ist. Der ist aus meiner Sicht gerade nicht vergleichbar mit anderen. Ist aber sicher Geschmacksache. Und die Geschmäcker sind verschieden. Dafür wird man selbstverständlich auch nicht geschlagen.🤣

                    • Profilbild
                      Kazimoto AHU

                      @Jens Barth Vital ist clean und Serum ist noch cleaner=emotionslos, in deinen Worten, das hängt aber vom Genre ab. Wenn du psychedelische Psytrance-FM Leads oder Sequenzen machst ist gerade das erwünscht. Ein Trick bei Vital Wärme zu bekommen ist eigene Wavetables erstellen. Mein K4 hat da viel digitalen Schmutz, den ich gerne dafür nehme. Noch geiler ist bei Vital der additive Bereich, den du unabhängig vom Oszillatortyp aktivieren und als neutralen EQ benutzen kannst. Etwas weniger Höhen und mehr Bauch und schon kommt das Lagerfeuer. Nimm einfach eine Saw, das 24dB Filter mit etwas Hi-cut und Drive, anschließend ins additive Menü, obenrum rund 2/3 der Harmonischen entfernen und unternrum die letzten 5 etwas anheben, anschließend als Wavetable exportieren und fertig. Das ist nicht alles. Du kannst dir auch eine Wavetable basteln, bei der im Attack viel Bass und im Ausklang weniger vorhanden ist, als Wavetable auf Oszillatorebene ohne EQ oder Filter, sozusagen als phasenlinearer Dynamic-EQ, den du dazu mit Modulationswheel steuern kannst. Vital kann sehr deep sein, bleibt aber dennoch gut zugänglich und ist deswegen ein Eldorado für Sounddesigner, mehr als Zebra es jemals war, sorry lieber Urs. Serum ist nochmal anders, den nutze ich nur gelegentlich und wollte Steve Duda mit dem Kauf unterstützen, damit er irgendwann eine Clap und Linux-Unterstützung macht, aber das hängt wohl nicht alleine von ihm ab, Serum ist wohl etwas abenteuerlich programmiert, was man beim Betrieb mit Wine unter Linux auch merkt.

  2. Profilbild
    Tai AHU 3

    Schade, wurde die ganze Zeit mit Angeboten von GForce bedacht mit reichlich Preisreduktion. Das scheint gerade rum zu sein.

  3. Profilbild
    Filterpad AHU

    Hard,-wie Software scheint das Teil wirklich speziell zu sein. Denke man liebt oder h. ihn. Zugegeben, ich brauche beides nicht. Aber wenn es mal irgendwo dabei ist, warum auch nicht! Er gehört jedenfalls zu den „Trash-Synthesizern“ um es mal so zu nennen. Selbst eingefleischte Amazona-Liebhaber scheinen mit der Hardware klanglich überfordert zu sein. Macht das Teil auch irgendwie interessant weil normal hat jeder.

  4. Profilbild
    Flowwater AHU

    So kann einen die Optik täuschen: Ich hatte den »Imposcar(x)« für eine Emulation des Oberheim »Two/Four/Eight-Voice« gehalten und ihn immer links liegen lassen. Und zwar reinweg wegen der Farbgebung. Jetzt erfahre ich, dass der Wavetables und Additive Synthese kann. Aha?

  5. Profilbild
    8-VOICE AHU

    Ist der Import von Wavetables/Samples auch möglich? Sehe da einen Pfeil im Editor der darauf hinweisen könnte….

    • Profilbild
      fitzgeraldo

      @8-VOICE Das geht (momentan) leider nicht.
      Oder ich war zu blöd dafür es zu finden.

      Für mich jetzt aber kein „Wavetabler per se“ sondern schlicht ein supergut-klingendes und flexibles Plugin in meinem VST-Stall. Und das schon seit vielen Jahren …

    • Profilbild
      chardt AHU

      @Kama Nein – eine Anekdote. Was ist der Unterschied? Tja, damit wären wir wieder beim Thema „Ahnung“.

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