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Test: GForce Virtual String Machine

(ID: 2980)

 

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Test: GForce Virtual String Machine

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Generieren bedeutet hier, Sie wählen einen Parameter aus und schicken einen Controllerbefehl mit der Nummer, mit der Sie gern diesen virtuellen Regler bedienen möchten und über MIDI Learn ist die Zuordnung schon geschehen. Die Einstellungen lassen sich getrennt für jeden Layersound vornehmen, jedoch ist es erlaubt, mehrere Parameter mit demselben Controller zu bearbeiten. Ein Wertebereich kann allerdings nicht definiert werden.

Oberhalb des Keyboards befindet sich linker Hand die Sound Selection-Abteilung. Erfreut kann man hier feststellen, dass sich zwei Multisamples layern lassen, wenn es gewünscht ist. Einstellungen für die Layer können getrennt (A,B) oder gemeinsam (Link) vorgenommen werden. Der Status A, B oder Link wird auch farblich deutlich gemacht. Diese Aussage gilt für den gesamten Bereich der oberen Bedienelemente bis hin zu den Velocity- und Aftertouch-Reglern. Durch Solo-Schalter kann man während des Programmierens oder Spielens gezielt einen Layer auswählen, der andere wird automatisch stumm geschaltet. Einstellbar sind in diesem Bereich Grob- und Feinstimmung, darüber hinaus werden hier noch die Position im Stereobild und die Lautstärke des einzelnen Layers festgelegt.

Der folgende LFO wirkt sich auf die Tonhöhe aus und lässt sich in der Geschwindigkeit und der Modulationstiefe verändern. Zusätzlich besteht die Option, ihn zu einer etwaigen MIDI-Clock zu synchronisieren.

Das Filter lässt sich im Bandpass-, Lowpass- oder Highpass-Modus betreiben, ist in seiner Eckfrequenz und seinem Resonanzverhalten programmierbar und kann über eine ADSR-Hüllkurve moduliert werden. Das Filter ist allerdings

nicht zur Selbstoszillation zu bringen, was m.E. im Rahmen von String Ensembles auch statthaft ist. Der Einsatz eines LFOs zur Filtermodulation ist hier nicht vorgesehen. Direkt im Anschluss befindet sich die ADSR-Hüllkurve zur Amplitudenmodulation.

Velocity kann sowohl auf die Lautstärke wie auf die Eckfrequenz des Filters wirken, Aftertouch ist nur auf das Filter anwendbar. Die Modulationstiefe beider Controllerwerte ist einstellbar.

Die Effektsektion lässt das Herz höher schlagen, denn hier findet sich alles, was der String Ensemble-Spieler zur Verfeinerung des Klangbildes benötigt: Ein Phaser und ein Ensemble-Effekt!

Der Phaser ist als 6- oder 12-Stage-Phaser ausgelegt und kann in seiner Mittenfrequenz und der Resonanztiefe eingestellt werden. Ein eigener LFO, der ebenfalls zu einer eingehen MIDI-Clock synchronisiert werden kann, moduliert die Mittenfrequenz des Phasers mit den Parametern Geschwindigkeit und Modulationstiefe. Ein Dry/Wet-Regler bestimmt das Verhältnis zwischen Original- und Phasersignal.

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Der Ensemble-Effekt sorgt über die Anwahl der Stimmenanzahl und das Verstimmen gegeneinander für eine gewisse Dichte des Signals. Auch hier bestimmt ein Mix-Regler das Dry/Wet-Verhältnis.

Zu guter Letzt kann im Masterbereich die Gesamtlautstärke, das Mastertuning und die Wirkung des Stereobildes (breit/schmal) in Abhängigkeit der Panorama-Einstellungen der einzelnen Layer beeinflusst werden, indem ein subtiler Verzögerungseffekt zugeschaltet wird.

Getestet habe ich das Instrument auf einem Intel Pentium IV Rechner mit 3,4 GHz, 2 GB RAM, wobei sowohl die Standalone als die VST-Fraktion unter Cubase 4.1 und Ableton 6 ausprobiert wurden. In allen Fällen kam es über den gesamten Testzeitraum zu keinen Problemen. Geladen werden die Klänge, sofern neue Samples einzulesen sind, mit einer Höchstdauer von knapp 10 Sekunden, die Systemauslastung liegt im grünen Bereich.

Bei sämtlichen Ensembles (und diese Mühe habe ich mir wirklich gemacht, so viele Multisamples sind es nun auch wieder nicht) fiel mir die professionelle Bearbeitung der Einzelsamples auf. Sie wirken sauber geschnitten und geloopt, mit anderen Worten, mir ist nicht ein Sample unangenehm aufgefallen. Sehen Sie mir nach, dass ich nicht bei jedem Instrument sagen kann, dass es genau so klingt wie seine Hardware-Entsprechung, aber bei den mir gut bekannten (Solina, Polymoog, ARP Omni, Rhapsody) kann ich nur sagen, dass der Charakter gut eingefangen ist und der Klang klar und durchsetzungsfähig ist, womit ich ausdrücken möchte, dass ich in bisherigen entsprechenden Klangbibliotheken immer das Gefühl eines etwas dünnen Klangbildes hatte. Dem ist hier nicht so!

Neben der Möglichkeit, die reinen Samples der unterschiedlichen Fabrikate einzuladen und diese nach seinem persönlichen Geschmack mittels der angebotenen Funktionen zu gestalten, sorgen schon eine Vielzahl von Programmen, die sich entweder auf ein Fabrikat sowohl im Single- als auch im Layer-Modus oder auf Mischungen zweier unterschiedlicher Instrumente stützen, für eine große Auswahl von einfach bis heftig modulierten String Ensemble-Darstellungen.

Hier ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei!

Vielleicht kann der eine oder andere Leser mittels eines Kommentars seine persönlichen Eindrücke im Hinblick auf sein gesampeltes String Ensemble schildern.

Die Fernsteuerung über MIDI-CCs hat ebenfalls problemlos mein Wirken überstanden, so dass auch einer Automation der Parameterveränderungen nichts im Wege steht.

Mitbewerber


An Konkurrenzprodukten kann ich auf eine Sampling-CD von Best Service verweisen, die im AKAI S-1000 Format einige der hier auftretenden String Machines anbietet, aber doch dem Zahn der Zeit in Sachen Authentizität Tribut zollen muss. Einige weitere Ensembles finden Sie in Zero-Gs Nostalgia-Paket, aber auch hier wird eher eine schmale Palette an String Ensembles angeboten, da diese Bibliothek sich der gesamten Bandbreite klassischer Synthesizersounds verschrieben hat.

Fazit

Ich verstehe jeden Musiker und jeden Sammler, der auf seine Hardware String Machine schwört, sofern sie gut erhalten ist, noch alle Zähne im Mund, sprich Tasten an Bord hat und zudem noch funktioniert. Aber gerade die erstgenannte Klientel sollte sich doch, sofern sie auf dem Klang dieser alten Maschinen steht, mit einem Paket wie VSM versorgen, denn es gab zu viele Maschinen, die gut klangen, aber man konnte sie nicht alle haben. Der Charakter dieser alten Instrumente ist in diesem Paket wirklich gut eingefangen worden und beim Spielen einiger wohlbekannter Linien lief mir doch ein leichter Schauer über den Rücken, denn es waren nicht nur die alten Melodien, sondern eben auch die dazu gehörenden Klänge, mit denen ich sie wiedergeben konnte. Egal, ob Sie im Disco- , im Progressive Rock- oder im Electronic Music-Bereich arbeiten, Sie werden vieles aus der Vergangenheit erkennen und im Bedarfsfall einzusetzen wissen.

Wenn ich daran denke, wie viel Zeit ich in das Sampeln, Bearbeiten und Instrumentieren des Solinas mit Hilfe von Kantakt 2 und dessen KSP-Scripts verbracht habe (wobei mir das Ergebnis aber viel Freude bereitet hat) und um wie viel einfacher ich es gehabt hätte, wäre die VSM schon erwerbbar gewesen….!

So bleibt zu guter Letzt nur das Urteil, dass das unmittelbar nächste Produkt zu den noch existierenden Hardware-Ensembles doch diese qualitativ und quantitativ hervorstechende Sammlung an klassisch-„analogen“ Klängen ist.

Und leichter zu tragen sind diese GForce-Kisten allemal!

 

Plus

++++++ herausragendes Preis-/Leistungsverhältnis

++++ authentische Multisamples

++++ Vielzahl an fertigen Programmen

Minus

– die Oberfläche könnte bei der MIDI-CC-Zuordnung etwas kontrastreicher gestaltet sein

 

Hersteller/Vertrieb

GForce

M-Audio

 

Systemvoraussetzungen

PC

Formate: Standalone, RTAS, VST

Intel Pentium IV 1 GHz, 512 MB RAM, 2,5 Gigabyte freier Speicherplatz

Windows XP mit SP2

VST 2.0 oder RTAS-kompatible Host Applikation für die Verwendung als VST Instrument

Mac

Formate: Standalone, AudioUnit, RTAS, VST

PowerMac G4 1,25 GHz, 512 MB RAM oder Intel Mac, 2,5 Gigabyte freier Speicherplatz

OS X 10.4.X

VST 2.0 oder RTAS-kompatible Host Applikation für die Verwendung als VST Instrument

Preis

129 €

 

 

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Named Later RED

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Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Endlich ist der VSM da. Hoffentlich schieben die ne Demo nach.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Coole Sache! Aber die für mich schönsten Strings fehlen leider, nämlich die des VP-330 Vocoder Plus. Bladerunner läßt grüßen ;-)

    • Profilbild
      a.jungkunst AHU

      Für alle, die die VP330-Sounds vermissen: Diese gehören zur erweiterten Ausstattung des GForce M-Tron und zur Grundausstattung des GForce M-Tron Pro!

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich wollte schon sagen ! Die VP-330 Strings sind einfach vergessen worden. Tolle Kiste die ich ein bisschen vermisse.

  4. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Na endlich – neue Demo-Aufnahmen! ;-) Aber: leider arbeitet VSM nur mit gesampelten String Sounds – der String-Chorus-Effekt leidet darunter (keine Phasengleichheit bei mehreren Tönen). Besser wäre eine virtuelle Emulation dieses Chorus-Effekts gewesen. Hoffen wir auf den Markt belebende Mitbewerberprodukte von Arturia oder Native Instruments… ;-)

  5. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hab die VSM Software seit gestern.
    Da ich nahezu alle Strings im Original hier habe ich einen direkten A:B Vergleich.
    – bei allen Keyboards können die Anteile von Cello, Viole, Strings stufenlos beigemischt werden, die kann die Software leider nicht
    – Beim ELKA Rhapsody wird der eigentliche Charme des Gerätes durch ein Mischung aus Strings und Piano sowie Cembalo erzeugt. Dies ergibt den typischen TD Sound. Die VSM Software verfügt nur über die String Sektion. Piano und Cembalo fehlen komplett. Somit ist der TD Sound nicht möglich.
    – Das gleiche gilt für den Crumar Multiman
    – Der Logan String ist völlig daneben! Ich gehe davon aus, das eine defektes Gerät als Master benutzt wurde. Der Logan hat drei Chorsueinheiten, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen, wenn eine ausfällt klingt alles nach Kirchenorgel. Dies ist hier leider der Fall

    Hajo

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Danke für die Einschätzung des Logan, da fehlte mir der persönliche Eindruck! Zum ELKA und allgemein: Es geht hier um String Machines, nicht darum, was sie sonst noch können, also fehlen auch bestimmte Klanganteile. Der TD-Sound ist keine Referenz. Nicht alle Sounds können stufenlos dazu gemischt werden, Beispiel Solina (Violin/Viola/Trumpet/Horn – An oder Aus! Tipp: Layer A oder B entsprechend belegen und per MIDI-CC dazu mischen. Das VSM versteht sich als Wiedergabe-Tool für String Samples und besticht durch eine eigene GUI.

  6. Avatar
    AMAZONA Archiv

    – Choruseinheit:
    o Der Stringsound wird dadurch erzeugt, dass alles Tasten übe drei Eimerkettenspeicher (BBD Bucket Brigade Bridges) laufen. Diese werden pahsenverschoben mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten angesteuert (0,6 HZ, 16 Hz). Der Gesamtsound läuft dann durch diesen Chorus. Genau wie Robert Sigmuntowski schon geschrieben hat, darf dieser Chorus nicht mit gesampelt werden. Er muß separat hinter die Tonerzeugung gelegt werden. Ansonsten klingt es nie wie das Original.

    Hajo

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Dafür hat VSM eine Ensemble-Einheit. Das es NICHT einfach ist, diese String Machines eben wegen dieser vorhanden internen Modulationen zu sampeln ist eigentlich hinlänglich bekannt. Lassen sich die Chorus-Einheiten am Original abschalten, ist das auch gemacht worden. Diese originalen Chorus-Einheiten lassen sich übrigens auch nicht über einen Kamm scheren, sie sind auch pro Modell unterschiedlich. Ich behaupte weiterhin, dass die GForce-Leute einen guten Job gemacht haben. Wer die absolute Emulation eines Instruments sucht, sollte von allen emulierenden VSTi die Finger lassen

  7. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Und es gibt sie doch, die deutsche Nörgelmentalität. Wer behauptet, Software würde nie wie das Hardware Original klingen, kann für diese Erkenntnis nun wirklich keinen Nobelpreis beanspruchen. Ich kenne persönlich genügend Keyboarder, die beim Klang des VSM ihr persönliches Déjà-vu hatten und sich … im Gegensatz zu manch anderem… über den überaus fairen Preis freuen.

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Ach ja… das Nörgeln… hier geht's einfach nur um persönliche Ansichten, nicht um gesellschaftlich relevante Nörgeleien. Einige juckt's nicht, wenn der String Ensemble Chorus aus dem VSM keine Phasengleichzeit erzielt, weil er aus Samplesätzen entsteht. Einige andere juckt's doch. Das ist so wie die Diskussion über 3- oder 4-lagiges Toilettenpapier – Preis contra Exquisität im Wischvorgang. Da Musik und alles, was damit zu tun hat, Spaß macht, sollte es auch diesem Comment-Schlagabtausch heißen: "Lächeln und winken!". In diesem Sinne auf weitere heitere Kommentare hoffend und einen schönen Abend wünscht

      Sigmuntowski

  8. Avatar
    AMAZONA Archiv

    (Anmerkung für die Leser: Die Ensemble-Einheit der VSM ist kein „Ensemble“ im Sinne eines String Ensemble, sondern lediglich eine Detune-Funktion a la Unisono.) – Klar haben die Jungs von GForce gute Arbeit gemacht, ohne Zweifel. Alle hier stehenden Kommentare von Musikern, die seit Jahren oder Jahrzehnten mit echten String Ensembles arbeiten, dienen ja auch nur dazu, aufzuzeigen, woran es bei einer Softwareemulation von String Ensembles hapern KANN; dass Software den String Ensemble Chorus RICHTIG emulieren kann, zeigen z.B. diverse Patches für Reaktor und Reason. Ich denke, früher oder später wird eine der großen Firmen (NI, Arturia etc.) ein komplett sampleloses, virtuelles Solina auf den Markt bringen – dann sieht’s für VSM eng aus… ;-)

  9. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Waynes Interessiert…. diese Woche um 50 % reduziert

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