Test: Gibson, Les Paul Traditional 12-String, E-Gitarre

16. Oktober 2012

Les Paul 12-String

Gibson feiert in diesem Jahr den 110. Geburtstag. Grund genug für uns, einmal nicht ein „herkömmliches“ Les Paul-Modell zu testen, sondern uns in diesem Artikel mit einer eher außergewöhnlichen „Paula“ zu befassen. Nicht dass wir die Wichtigkeit und Popularität einer der erfolgreichsten Gitarrenmodelle aller Zeiten hier schmälern möchten, aber auch Exoten unter den Gitarren sind immer eine ganz reizvolle Sache und außerdem ist sie ja auch eine „richtige“ Les Paul, unser heutiges Testmodell. Die Gibson Les Paul Traditional EB 12-String ist das erste Les Paul-Modell des ruhmreichen Herstellers, welches über eine zwölffache Besaitung verfügt und damit den gewohnten Les Paul-Sound in ein ganz neues Licht rückt. Ob dieses strahlend hell oder eher neblig trüb ist, sollte der folgende Artikel klären.

-- Die Gibson Les Paul Traditional 12-String --

— Die Gibson Les Paul Traditional 12-String —

Aufbau/Verarbeitung

Die in den USA im Stammwerk von Gibson gefertigte Les Paul 12-String erscheint in einem robusten Formcase, in dessen Innern sich lediglich ein Inbus-Schlüssel zur Justierung des Halswinkels befindet. Das Instrument selbst wurde schwarz lackiert und besitzt am Rand von Body und Hals ein cremefarbenes Binding und auch das Pickguard, die Rahmen der Pickups sowie der Dreiwege-Toggle-Switch besitzen diese „vintage-beige“ Färbung. Auf den ersten, flüchtigen Blick also alles typisch Les Paul und ohne große Überraschungen. Spätestens beim Blick auf die Kopfplatte wird aber klar, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Paula, sondern um ein zwölfsaitiges Modell handelt, denn die Kopfplatte ist natürlich aufgrund der gestiegenen Anforderungen mitgewachsen, um die zwölf Mechaniken auch wirklich unterbringen zu können. Alles andere ist so weit beim Alten und Bewährten geblieben, denn auch unser Testmodell besitzt einen Mahagoni-Korpus mit einer aufgeleimten Ahorndecke.

Die Qualität des verwendeten Holzes und aus wie viel Teilen der Korpus verleimt wurde, lässt sich bei der deckend schwarzen Lackierung leider nicht nachprüfen. Gibson gibt diesem Finish die Bezeichnung „Ebony“ für Ebenholz, was die Sache ziemlich genau trifft. Die Qualität des Finish ist zudem tadellos. Es sei deshalb erwähnt, weil man bei Gibson leider diesbezüglich auch schon andere Dinge erlebt hat. Bei der Les Paul 12-String wirkt aber alles sehr hochwertig, das betrifft auch die Rückseite des Bodys und des Halses, welcher über ein Palisander-Griffbrett verfügt und ebenfalls die typischen Maße einer Les Paul besitzt, wenn auch der Radius des Griffbretts etwas flacher gefräst wurde, um der Greifhand die Arbeit etwas zu erleichtern. Trapez-Inlays aus Perlmutt sorgen für die Orientierung und mit einer Mensur von 628 mm bewegt sich auch unser Testmodell auf typischem Gibson-Terrain.

-- Schwarze Schönheit mit doppelter Versuchung --

— Schwarze Schönheit mit doppelter Versuchung —

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