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Test: Golden Age Project Comp-3A, Vintage Kompressor

Die Schaltung greift typisch weich in das Material ein, was sich naturgemäß bei dynamischen Signalen wie cleanen Gitarrensounds, Bläsern und natürlich Vocals am besten realisieren lässt. Bei komplexen oder bereits stark verdichtetem Material kommt die Schaltung zwangsweise an ihre Grenzen, hier muss ein externer Release-Regler für die Klarheit sorgen. Inwieweit solche Signale allerdings nochmals verdichtet werden müssen, steht auf einem anderen Blatt.

Erwartungsgemäß arbeitet der Golden Age Project Comp-3A nicht nur im Vergleich zu konventionellen Kompressoren gerade im Release-Bereich langsamer, sondern auch im direkten Vergleich zu anderen Optokoppler neigt man dazu, ihm eine gewisse „Trägheit“ anzulasten. Ob dies ein Nachteil ist, hängt einmal mehr vom persönlichen Geschmack und vom Ausgangsmaterial ab. Ich persönlich finde den Vintage-Charakter in dieser Hüllkurvenbearbeitung sehr gut getroffen, was somit auch den Charakter des ausgehenden Signals mehr in den Vintage-Bereich verschiebt.

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Fazit

Mit dem Golden Age Project Comp-3A überzeugt die schwedische Klonmaschinerie ein weiteres Mal. Der an den legendären Teletronix/Urei LA-3A angelehnte Kompressor/Limiter glänzt mit eine sehr intuitiven 2-Regler-Technologie, die auch mit sehr wenigen Handgriffen hervorragende Ergebnisse liefert.

Auch wenn die äußere Aufmachung in bestimmten Punkten ein wenig der Preispolitik geschuldet ist, so überzeugen die inneren Werte auf ganzer Linie. Wer einen Großteil des legendären Sounds zu einem vergleichsweise sehr günstigen Preis in seinen Workflow integrieren möchte, findet im Golden Age Project Comp-3A einen sehr guten Optokoppler, der seine Stärken insbesondere in der Signalbearbeitung von offenem Klangmaterial im Bereich Bass, Gitarre und Gesang ausspielen kann.

Ein hervorragender Klon, unbedingt antesten!

Plus

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Klang
  • Schaltung
  • Clearmountain-Modus

Minus

  • -

Preis

  • Ladenpreis: 549 Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Roger_Strom

    Ach ist das schön. Der LEGENDÄRE Neve LA-3A…der Nachfolger des noch legendäreren Neve LA-2A, der mit unverkennbarer Neve-Optik für das legendäre Neve-Flair sorgt…

    Ich würde mir wünschen dass der professionelle Tester sich etwas Zeit nimmt seine Plug Ins zu deaktivieren, um für einen Moment nach der Firma UREI zu googeln.
    Vielleicht kann er ja dann auch für das doppelte des Preises ein Original ersteigern, damit wir endlich davon sprechen können.

    Hut ab.

  2. Profilbild
    malekmusic  

    Was haben la-2a und la-3a kompressoren mit neve zu tun? Die ganze la serie ist von teletronix bzw. urei und gehoert heute zu universal audio.
    Irgendwie ist es schwer den test zu lesen, wenn ständig von neve klang usw. die rede ist.

  3. Profilbild
    Malefiz

    „…nimmt als Vorbild den ca. 1970 eingeführten Transistor-gestützten Neve LA-3A…“ Der Neve LA-3A? Ist ja der Hammer! Sind wir uns da wirklich sicher, dass da nix durcheinander geraten ist und das Gerät eigentlich von einer anderen Firma stammte – etwa UREI/Universal Audio?

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Das wird ja immer günstiger! Gute Entwicklung! Gutes muss nicht immer teuer sein.

    • Profilbild
      Malefiz

      Nun, das sollte es doch auch sein, da nur geringe Kosten für R&D anfallen. Dieser Trend ist generell zu beobachten – egal ob im Synthie Markt (DM-12) als auch im Studiobereich. Nimm ein bekanntes Konzept und verkaufe es neu. Leider bleibt die Innovation dabei auf der Strecke…

  5. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ein Blick in das Gerät hatte mich noch interessiert. Ist nicht immer möglich, ok. Aber ich dachte, ich erwähne es mal … :-)

  6. Profilbild
    Woe

    Interessantes Gerät! Kann mir irgendjemand verraten inwiefern sich dieses Model von dem Golden Age Project Comp-2A unterscheidet? Finde leider im Netz keinen Test zu dem 2A…

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