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Test: Golden Age Project Pre-73 MK III, Mikrofonvorverstärker

Konstruktion

Im Normalfall liegt es mir fern, die ersten Testzeilen mit einem fetten Minuspunkt zu beginnen, aber in diesem Fall bleibt mir leider nichts anderes übrig. Auch wenn die Jungs / Mädels von Golden Age Project sowohl im Layout der Produkte als auch in der Webpräsenz eine zuweilen sympathisch schrullige / Indie Attitüde an den Tag legen, ein Desktop Gerät mit offenen Schrauben rund um das Gehäuse ohne Gummifüße oder Ähnlichem geht gar nicht! Nicht nur dass das Produkt bei jedem Kabelstecken rutscht, als wären wir auf der Eisbahn, nein, die Schrauben zerkratzen dir in null-komma-nichts deine Arbeitsoberfläche. Bei einer MDF-Platte mag das noch sekundär sein, aber meine Arbeitsfläche besteht aus weißem Klavierlack. Nur durch das Unterlegen eines DIN A4 Blatts o.ä. kann man das Zerkratzen vermeiden, was meines Erachtens indiskutabel ist. Vier aufklebbare Gummifüße bewegen sich in den Produktionskosten unter einem Cent, daran kann das wirklich nicht scheitern.

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Golden Age Project Pre-73 MKIII - Aufsicht

Golden Age Project Pre-73 MKIII – Aufsicht

Genug des Meckerns, kommen wir zu den angenehmen Seiten. Der Preamp kommt in einem hübschen Dunkelrot daher und wurde einwandfrei verarbeitet. Warum man die Schrauben des Stahlgehäuses allerdings auf der Frontseite im Gegensatz zu allen anderen Seiten nicht versenkt, erschließt sich mir nicht. Von der Breite her liegt das Produkt knapp unter der halben 19 Zoll Rackbreite, was einen Einbau auch mit einem 9,5 Adapter nur mit ordentlichen Umbaumaßnahmen ermöglicht. Von daher, schön entsprechend Platz auf der Arbeitsplatte einplanen.

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Um die Entwicklung des Modells MK II zu dem vorliegenden MK III besser aufzuführen, hier noch mal die Eckpunkte des Vorgängers, die auf die aktuelle Version übernommen wurden. Bei dem Pre-73 handelt es sich um einen einkanaligen Preamp, dessen komplette Schaltung diskret ohne jegliche ICs aufgebaut ist und in Class A arbeitet. Strom erhält der Preamp über eine 24 V „Wandwarze“, die dem Produkt beiliegt.

Golden Age Project Pre-73 MKIII - Rueckseite

Golden Age Project Pre-73 MKIII – Rückseite

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    mhagen1  

    Danke, Axel, für diesen professionellen und praxisnahen Test und die guten Soundbeispiele! Die Golden Age Project Geräte habe ich schon länger im Auge, weil die Originale unfassbar teuer sind, besonders im API 500 Format. Ob es den Mk III wohl auch bald als System-500-Modul geben wird, so wie den Pre-573? Die Herstellerwebsite ist leider nicht aktuell.

    Das mit der verbesserten Sprachverständlichkeit kann ich übrigens an den Soundbeispielen nicht nachvollziehen. Ich habe kein Wort verstanden :-)

  2. Profilbild
    Pflosi  

    Hübscher Bericht, danke! Erfreue mich immer noch an meinen beiden MK1 Modellen. Meiner Meinung nach ist bei dem Preamp hervorzuheben, dass er „färbt“ – im guten Sinne, aber wenn man ein absolut cleanes Signal will, sollte man anderswo suchen IMO.

    Kann gut verstehen, dass man ein so schönes iDesk nicht verkratzen will :) Allerdings, GAP bietet Rackkits an, mit denen man problemlos zwei ihrer Halfrack Geräte in ein normales Rack einbauen kann. Insofern ist die Aussage im Bericht, dass das nur „mit ordentlichen Umbaumassnahmen“ möglich ist, eher irreführend. Ein weiterer Flüchtigkeitsfehler: der Low-Z Switch schaltet natürlich den Miceingang von 1200 Ohm auf 300 Ohm runter, nicht umgekehrt ;)

    Gruss!

  3. Profilbild
    AQ  AHU

    Hallo Axel
    Sehr guter Beriicht über einen sehr interessanten Preamp. Leider hat sich da ein falscher Link zum Hersteller eingeschlichen. Auf der richtigen Seite sind auch alle Infos zu finden: http://gol.....mutweb.com.
    Gruss
    Andz

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