Test: Grass Valley Canopus, ADVC-110, DV Audio-Videokonverter

5. Januar 2012

Canopus ADVC-110

Ab wann spricht man eigentlich von vintage? Reichen fünf Jahre, die ein Gerät auf dem Buckel hat? Im vorliegenden Fall würde ich fast sagen: Ja. Der Grass Valley ADVC-110 ist ein bidirektionaler AV-Wandler mit Hardware DV-Codec, der vor einigen Jahren noch unter dem Canopus-Label als Nachfolger des beliebten ADVC-100 auf den Markt kam und sich seither wacker im Portfolio hält. Inzwischen prangt auf dem Gerät das Grass Valley Logo, aber auch die neue Mutterfirma macht keine Anstalten, sich von der kleinen weißen Kiste zu trennen. Unzählige Video Artists nutzen den ADVC-110 nach wie vor täglich. Nicht zuletzt aus diesem Grund steht das Gerät heute in unserem Testlabor.

Nett verpackt: Grass Valley Canopus ADVC-110

Nett verpackt: Grass Valley Canopus ADVC-110



Aufbau

Die stabile Pappschachtel enthält neben besagtem weißen Kistchen ein sechspoliges FireWire-Kabel und eine Anleitung. Ein Netzteil liegt nicht bei, kann aber optional erworben werden. Der ADVC-110 ist ein Leichtgewicht und kann mit einer Grundfläche von 14 mal 12 Zentimetern bei einer Höhe von knapp drei Zentimetern noch als kompakt bezeichnet werden. Das Gerät besteht beinahe komplett aus weißem Plastik, eines der beiden Anschlussfelder ist mit einer polierten Blechplatte verkleidet. Löst man die vier Schrauben an der Unterseite, kommt nach dem Abnehmen des Deckels eine einzelne, sauber verarbeitete Platine mit Printbuchsen und dem Herzstück des Wandlers zum Vorschein. Ein großer NEC-Chip mit RISC-Prozessor und DV Codec, der auch bei anderen Canopus-Karten eingesetzt wird, verrichtet hier recht einsam seine Arbeit. Ansonsten: Viel viel SMD, also lieber wieder zuschrauben – „No user-serviceable parts inside“  heißt die Devise. Wie viele elektronische Geräte dieser Tage wird auch der in ADVC-110 China hergestellt, während der DV-Chip aber aus Japan kommt.

Herzstück: DV-Codec-Chip auf der Platine

Herzstück: DV-Codec-Chip auf der Platine

Alle Anschlüsse sind auf die beiden Längsseiten vorn und hinten verteilt. Frontseitig finden sich neben dem Input-Select Taster insgesamt drei blaue und ausreichend helle Status-LEDs, drei Cinch-Buchsen für Standard-AV Kabel, eine S-Video-Buchse und ein vierpoliger FireWire-Anschluss.

Inputs und Outputs auf Vorder- und Rückseite des Geräts

Inputs und Outputs auf Vorder- und Rückseite des Geräts

Rückseitig bietet sich ein ähnliches Bild, hier sind ebenfalls drei Cinch-AV-Anschlüsse sowie ein S-Video-Port in die Blechplatte eingelassen. Weiterhin wurde ein sechspoliger FireWire-Anschluss sowie die Netzteilbuchse untergebracht. Das Ganze ist recht logisch aufgebaut, alle Buchsen an der Vorderseite fungieren als Inputs, die Rückseite des ADVC-110 ist den Outputs vorbehalten. Lediglich die DV-Ports funktionieren beide bidirektional. Die Cinchbuchsen sind allesamt farblich in altbekannter Weise codiert, rot und weiß für die Audioseite, gelb für Composite Video. An der Unterseite des Testkandidaten befinden sich sechs DIP-Schalter und eine kleine Tabelle mit den Funktionsangaben.

Grundeinstellung: DIP-Switches an der Unterseite

Grundeinstellung: DIP-Switches an der Unterseite

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