Exotisches Holz trifft auf kompakte Power
Mit dem Catalina Bubinga Maple Studio legt der US-amerikanische Hersteller ein Thomann-exklusives Kesselset der bekannten Catalina-Serie auf. Besonders an diesem Set ist der Bubinga-Ahorn-Mix, der nicht nur eine tolle Optik bietet, sondern auch einen besonderen Sound verspricht. Was das Set kann, für wen es geeignet ist und ob sich der Aufpreis vom Catalina Maple lohnt, erfährst du hier im Test.
Was ist es? Das Gretsch Catalina Bubinga Maple Studio ist ein Thomann-exklusives Kesselset der bekannten Catalina-Serie mit Bubinga-Ahorn-Hybridkesseln.
- Kesselkonstruktion: Die Kessel des Sets bestehen aus einem 7-lagigen Hybridholz mit zwei äußeren und zwei inneren Schichten Bubinga, die einen Kern aus drei Schichten Ahorn umschließen.
- Verarbeitung und Optik: Das Gretsch Catalina Bubinga Maple Studio zeichnet sich durch eine makellose Verarbeitung, präzise sitzende Böckchen und ein edles, mattes Finish aus, das die Holzmaserung hervorhebt.
- Soundcharakteristik: Der Klang des Sets wird als warm und direkt beschrieben, mit einer fetten, punchigen Bassdrum und präsenten, punchigen Snare; die Toms bieten ein gutes Sustain.
- Ausstattung: Das Set beinhaltet einen Doppeltom-Halter und Standbeine für das Floortom; alle Kessel verfügen über eine 30°-Gratung und die Toms sind mit GTS-Halterungen ausgestattet.
- Schwächen: Die Snare-Mechanik neigt zu leichtem Mitschnarren bei Anspielen anderer Trommeln, was bei Studioaufnahmen störend wirken könnte.
- Einschränkungen: Die 14-Zoll-Floortom könnte für Rock oder härtere Musikstile, die mehr Tiefgang erfordern, an ihre Grenzen stoßen.
Inhaltsverzeichnis
Gretsch Catalina Bubinga Maple Studio
Das Gretsch Catalina Bubinga Maple Studio ist ein reiner Kesselsatz. Das bedeutet: Es ist keinerlei Hardware im Lieferumfang enthalten. Ausnahmen sind hier der Doppeltom-Halter, der von oben auf die Bassdrum montiert wird und natürlich die Standbeine der Floortom. Ebenfalls enthalten sind ein Stimmschlüssel und einige Ersatzschrauben.
Die Konfiguration der Kesselgrößen des Sets ist mittelgroß gehalten: Eine 20″ x 16″ Bass Drum, 10″ x 07 und 12″ x 08″ Tom Tom, eine 14″ x 14″ Stand Tom und eine 14″ x 5,5″ Snare Drum.
Die Kessel bestehen aus einem 7-lagigen Hybridholz. Zwei äußere Schichten Bubinga umschließen einen Kern aus drei Schichten Ahorn, abgeschlossen von zwei weiteren Bubinga-Schichten innen. Die Kessel haben eine Wandstärke von 5 mm. Die Snare bildet hier die Ausnahme, diese hat eine Wandstärke von 7 mm.
Die Bassdrum des Gretsch Catalina Bubinga Maple Studio Sets kommt mit passenden Spannreifen aus demselben Material wie der Kessel. Das macht das optische Bild sehr stimmig. Und zur Optik: Alle Trommeln kommen im matten Finish und sehen sehr edel aus, wie ich persönlich finde.
Alle Kessel sind mit einer 30°-Gratung, die Toms mit einer GTS-Halterung bestückt. Das GTS-Haltesystem (Gretsch Tom Suspension) gehört mittlerweile zur Standardausstattung vieler High-End- und Mittelklasse-Sets von Gretsch, seit 2025 auch bei der Standard Catalina Maple Serie.
Im Inneren der Kessel finden wir übrigens einen „Fullrange“-Aufkleber – diesen Aufkleber fand man in der Vergangenheit vor allem in Kesseln aus dem taiwanischen Werk und die Trommeln aus diesem Werk genießen bei vielen Drummern einen guten Ruf für ihre Verarbeitungsqualität. Mittlerweile finden wir den Aufkleber aber auch in Kesseln aus chinenischer Fertigung, genau wie bei diesem Set auch.
Verarbeitung & Optik
Bei meinem Verarbeitungscheck zum Gretsch Catalina Bubinga Maple Studio ist mir nichts Negatives aufgefallen. Keine Kratzer oder Verarbeitungspatzer beim Finish, alle Böckchen für die Spannschrauben sitzen präzise und fest an der richtigen Stelle und bei der Montage der Spannreifen haben alle Schrauben sofort und ohne Probleme in die Böckchen gepasst. Die Gratung ist ebenfalls tadellos verarbeitet.
Das dunkle Bubinga-Holz des Gretsch Catalina Bubinga Maple Studio Sets erzeugt einen edlen Look und mir gefällt das matte Finish sehr. Es hebt sich damit deutlich vom üblichen Hochglanz-Finish ab. Dazu trägt auch die Maserung des Holzes bei, die das Set meiner Meinung nach zu einem echten Hingucker macht.
Die Snare-Mechanik konnte mich allerdings nicht ganz zufrieden stellen. Egal wie ich die Snare gestimmt oder die Spannung der Mechanik eingestellt habe, die Snare hat immer ein wenig mitgeschnarrt, wenn ich die anderen Trommeln angespielt habe. Das fällt bei einem Live-Konzert oder im Spiel selbst nicht auf, aber bei einer Aufnahme im Studio könnte das zu einem Störfaktor werden.
Soundcheck
Neben der Optik ist natürlich der Sound des Gretsch Catalina Bubinga Maple Studio Sets das Wichtigste.
Um meinen ersten Gesamteindruck des Sets in Worte zu fassen: Der Sound des Sets im Verbund lässt sich als warm und direkt beschreiben. Die Kick ist fett und punchig genug, um sich gut durchzusetzen und die Snare ist ebenfalls schön präsent und punchy. Ich habe alle Trommeln in einer mittleren Stimmung gestimmt, die Toms haben dabei, gerade auch durch das freischwingende GTS-System, ordentliches Sustain.
Alle drei Toms des Gretsch Catalina Bubinga Maple Studio Sets weisen ein tolles Sustain auf, ohne dass es dabei nervig wird oder dass ich mir nach der Aufnahme direkt dachte: „Oh, da sollte ich jetzt mal lieber noch ein Gate draufpacken.“
Für meinen persönlichen Geschmack könnte die Floortom etwas mehr Tiefgang haben, für Rock oder andere härtere Gangarten oder wer gerne mehr Wumms bei der Floortom hat, wird mit der 14-Zoll-Floortom wahrscheinlich nicht glücklich und sollte sich eher das „Catalina Bubinga Maple Std“ Set anschauen, das kommt mit einer 22“-Bassdrum, einer 16“-Floortom und einer 6,5“-tiefen Snare.
Bei allen Klangbeispielen hört ihr zunächst immer die Felle der Hersteller. Grundsätzlich lässt sich der Sound des Drumsets durch die Wahl anderer Felle natürlich deutlich verändern, in diesem Test habe ich aber nur den Sound betrachtet, den das Set ab Werk mitbringt.
Hier kannst du einen Eindruck des Sounds bekommen. Alle Aufnahmen sind vollkommen ohne Bearbeitung durch EQ, Gates oder Kompressor. Ich habe lediglich die Phasen der einzelnen Mikrofone mit „Auto Align 2“ angeglichen.
Praxiserfahrung
Hier zunächst eine wichtige Anmerkung von mir: Der Aufbau hat wirklich lange gedauert. Um Platz und Pakete zu sparen, kommt das Set mit vielen Einzelteilen. Bassdrum und Floortom kommen komplett demontiert an und für das erste Aufbauen sollte man hier auf alle Fälle ein wenig Zeit einplanen – das ist aber bei den meisten Kesselsätzen so und soll auf keinen Fall ein „Meckern“ sein.
Das Tuning geht einfach von der Hand. Alle Stimmschrauben lassen sich leicht drehen und während meines Tests haben alle Trommeln das Tuning hervorragend gehalten. Da ich eher aus dem rockigen Genre komme, spiele ich normalerweise größere Tom-Kessel. Deshalb hat es mich etwas mehr Zeit gekostet, bis ich ein Tuning gefunden habe, das mir gefallen hat. Aber dabei habe ich festgestellt, dass das Set einige Flexibilität im Sound hat.
Die Floortom allerdings ist in meinem Tuning an der unteren Grenze gewesen. Tiefer wäre es nicht gegangen, ohne dass das Fell so lose wird, dass es nur noch unkontrolliert schlabbert, statt einen definierten Ton zu erzeugen.
Alternativen
Falls du gerade auf der Suche nach einem Set in dieser Preisliga bist, möchte ich dir an der Stelle noch ein paar Alternativen in gleicher oder ähnlicher Konfiguration zeigen – also ein reiner Kesselsatz, bestehend aus Kick, Snare, 2x Toms + 1x Floortom (14“). Als erstes das Sonor AQ2 Studio Set: Das Set bietet 7-lagige Ahornkessel in Hochglanzlack, eine 20“-Bassdrum und ein ähnliches freischwingendes Tom-Halterungssystem wie das Gretsch Set.
Eine weitere Alternative wäre das Pearl Decade M. Studio: Die Kessel sind bei diesem Set aus dünnerem, 6-lagigem Ahorn gefertigt und das Set kann ebenfalls mit einer freien Aufhängung der Toms aufwarten und präsentiert sich in einem edlen, matten Schwarz.
Beide Sets stellen ernste Alternativen zu dem Gretsch Catalina Bubinga Set dar, auch wenn sie nicht durch die Verwendung von exotischen Hölzern oder Thomann-Exklusivität punkten können.









































Interessant die 14 Zoll Standtom. Dies könnte, wenn man jahrelang eine größere spielte, wirklich sehr gewöhnungsbedürftig sein. Das Fell sollte eben schon gespannt sein und nicht wabbeln wie ein Vorhang. Das ist mehr als verständlich. Die Snare finde ich laut den Klangbeispielen absolut in Ordnung und die Kompaktheit und das Finish bezüglich der Optik sind ne‘ Wucht!
@Filterpad In der Tat interessant. Ich dachte immer, bei Studiokits ist das 20er Teil die Floortom und der 14er Kessel die Kick. Kleinere Floortoms unter 20″ müsste ich mich erst mal umgewöhnen, da haut man ja nur noch daneben. Auch die Snare treffe ich so gut wie nie, von daher ist eigentlich egal wie sie klingt.
Hinsichtlich der Stimmtipps, was soll ich sagen – absoluter Volltreffer. Meine Felle wabbeln immer und endlich erfahre ich mal, dass das gar nicht so soll. Ergänzen kann ich aus eigener Erfahrung, dass man das mit den kleinen quadratischen Nüpseln beeinflussen kann. Man kommt mit der Rohrzange aber oft nur schlecht dran.
Fazit: Hier bekommt man wirklich praxisnahe Expertise auf jedem Gebiet. 😁
Ansonsten mal wieder herzlichen Glückwunsch zum ersten Kommentar unter diesem Artikel. Mach dir nichts draus, dabeisein ist alles! 🏅
@MatthiasH Das ist absolut nicht willkürlich! Ich besitze (streng genommen) 2 vollwertige Drumsets und diverse Percussions (Djembe, Cajón). Bilder siehe Homepage! Diese werden aber aktuell wenig bespielt, da ich mich mehr dem DAW-Producing gewidmet habe und dieses Hobby schon genug Zeit in Anspruch nimmt. Die Kenntnisse kommen mir beim Songwriting natürlich zugute. Aber die Ohren sind nach 3 Stunden auch voll und es reicht dann auch mal mit Musik! Bei Gitarreneffekten und Gitarren per se wirst du mich nie finden (Ausnahmen bestätigen die Regel, die es zweifelsfrei gibt)! 🎸 Daher nochmal: Es ist nicht willkürlich wo, wie und wann ich etwas verfasse. Selbstverständlich ist jeder Beitrag aus Sicht eines Musikers beschrieben, der damit keine Knete verdient, aber ein musikalisches Gehör besitzt. – Je nachdem was man darunter versteht (kein absolutes Gehör). Themen wo ich zugange bin sind: Synthesizer, DAW und Musiksoftware, Drums & Percussion, Studiotechnik aber keine PA und gegebenenfalls alles rund um das Piano. That’s my Obsession! Saiten no way!
@Filterpad Obsession hätte ich dir auch auf gar keinen Fall absprechen wollen. Du lieferst quantitativ zweifellos beachtlich ab! Sorry für das Missverständnis. 😓
@MatthiasH Ich weiß gar nicht warum ich mich immer rechtfertigen muss! Egal. Wie ich schon sagte: Ich gehe mal davon aus, dass die meisten meiner Beiträge inhaltlich betrachtet einen Mehrwert für die Community sind. Fachlich (so weit wie möglich), unterhaltsam und nach absoluten Richtlinien der Nettikette. Ich hoffe nicht das nach dem Test eines Synthesizers ich auch noch dessen Innenleben erklären muss! Viele Artikel würden völlig ohne Inhalt bleiben, wenn ich nicht den ersten Anstoß gegeben hätte. Gerade das Thema Drums & Percussion ist in einer Synthesizercommunity logischerweise rar gesät. Da es nicht willkürlich ist, da ich wie erwähnt diverse Percussion besitze, ist es meiner Ansicht nach berechtigt für einen Beitrag aus meiner Feder, ohne das Drum-Set gänzlich in seiner Holzmaserung auseinander zu nehmen. Ebenso glaube ich nicht, dass die Beitragsmenge grundsätzlich zu einer Qualitätsminderung beiträgt. Stichwort hier dein Qualität statt Quantität und siehe im direkten Vergleich zu anderen Usern und dessen Geschichten. Das ist definitiv nicht mein persönlicher Anspruch, auch wenn es nicht immer zur vollkommenen Zufriedenheit funktioniert. Das klappt logischerweise mal besser, mal schlechter und manchmal auch gar nicht! Aber die Aktivität gleichzusetzen mit einer unterdurchschnittlichen inhaltlichen Qualität halte ich für grundlegend falsch und ist auch nicht mein persönlicher Anspruch. Es gibt genügend Themen, da wird man mich niemals finden. Beispiele erwähnte ich bereits. Amazona ist das was es ist: Eine Community (es wird kommuniziert) und ich bin gerne Teil dieser. Es ist nicht mehr – aber auch nicht weniger. 😁
@MatthiasH giebt es pm..habe ich nie ein wort von martin gehört
wo er steht über den dingen.nimmt er sich zeit.🎸selten und schön ist das.
zeit geben und sie nehmen
ich kann nur sagen bringt es mich weiter.warum hast du zeit
für pfeile?eintracht wird es nicht sein forum oder leben egal
plus minus giebt null.eine mitte.ist es so schwehr???
@MatthiasH Man könnte meinen, dass du gerade einen persönlichen Feldzug gestartet hast. 👎