Test: Gretsch, G5435T Pro Jet Black, E-Gitarre

-- Black Top FilterTron Pickups --

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Sound

Unverstärkt hat die Gretsch G5435T bereits einen sehr lauten und vollen Ton, was sowohl auf die Resonanzkammern im Korpusinneren, als auch auf die gewölbte Ahorndecke zurückzuführen ist. Das Sustainverhalten ist stark ausgeprägt, insbesondere in den höheren Lagen entstehen schöne, schwingende Obertöne. Im Bassbereich ist sie etwas dezenter, was sich aber schnell ändert, sobald die Gretsch an einen Verstärker angeschlossen wird.

Die beiden Tonabnehmer nehmen positionsbedingt jeweils ihre klassische Rolle ein. Am Hals liefert der Humbucker, anders als unverstärkt, volle Bässe und warme untere Mitten, während der Tonabnehmer in Brückenposition für schneidige Leadsounds mit starkem oberen Mittenanteil sorgt. Sind beide gleichzeitig aktiv, werden die unterschiedlichen Klangeigenschaften vereint, wodurch sehr volle Sounds entstehen, die aber natürlich nicht so differenziert ertönen wie jeder Tonabnehmer separat.

Bei den Mini-Humbuckern der Vorgängermodellen war die Klangcharakteristik sehr sauber und klar, erfreulich arm an Nebengeräuschen, aber dann doch Gretsch untypisch steril, eher wie bei einer modernen Hagström E-Gitarre. An diesem Manko hat Gretsch hörbar gearbeitet.
Die neuen Blacktop Filter ‚Tron-Pickups haben deutlich mehr Schmutz in sich. Das wird ganz schnell deutlich, da die Tonabnehmer bereits am Ausgang der E-Gitarre, je nach Einstellung der Volumepotis, einen gesättigten oder sogar übersteuerten Ton herausgeben können. Dadurch lassen sich mit minimalen Reglerveränderungen unterschiedlichste Sounds kreieren. Rock’n’Roll-Riffs erlangen dadurch deutlich mehr Punch, gerade mit dem Brückentonabnehmer, bei Blues- und Country-Licks kann allein durch die Spielart und die Anschlagsstärke zwischen cleanem und verzerrtem Ton variiert werden. Natürlich lassen sich aber auch mit gedrosselten Volumereglern ganz cleane Sounds erzeugen, die butterweich und cremig erklingen. Dafür eignet sich besonders gut der Halstonabnehmer oder die Kombination aus Hals- und Brückentonabnehmer. Trotz dieser etwas rotzigeren Pickups ist es Gretsch gelungen, die Nebengeräusche wie bei den Vorgängern äußerst niedrig zu halten.

Klangbeispiele
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