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Test: Harley Benton CST-24T, E-Gitarre

Harley Benton CST-24T – Sound & Praxis

Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herumreden – die Optik der Harley Benton CST-24T eilt ihren klanglichen Eigenschaften und dem Handling ein deutliches Stück voraus. Spätestens beim Anspielen, egal ob nun trocken oder in den Amp eingestöpselt, wird schnell deutlich, dass man es hier mit einer Gitarre aus dem niedrigsten Preissegment zu tun hat. Der Klang ist als eher matt und dumpf zu bezeichnen, besonders auffällig sind jedoch die vielen Deadspots, die besonders in den hohen Lagen gepickte Töne schneller verschwinden lassen, als sie erklingen. Im ersten Klangbeispiel kann man das sehr gut hören, der vierte Ton des eingespielten Licks stirbt auffällig schnell ab. Ein paar Bünde weiter unten hingegen klingt es so wie erwartet, wenn auch nicht überwältigend, denn auch in puncto Sustain herrschen hier eher unterdurchschnittliche Werte.

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Das zähe Klangbild und die ebenfalls recht zähe Dynamik können auch die beiden Roswell-P90 nicht glattpolieren, obwohl sie eher zu den stärkeren Seiten der Gitarre zählen. Mir persönlich gefällt ihr Sound eigentlich recht gut, zumindest ein ganzes Stück besser, als es bei den bisher von mir getesteten Roswell-Humbuckern in diversen Harley Benton Gitarren der Fall war. Im nächsten Beispiel hören wir den Klang des P90 am Steg, angereichert mit etwas Overdrive aus meinem Orange Micro Dark.

Nun zu den unverzerrten Sounds, unter denen es durchaus ein paar brauchbare gibt. In Klangbeispiel 3 hören wir jetzt den P90 am Steg mit einem clean eingespielten Lick.

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Wir ziehen den Dreiwegeschalter, der übrigens eine zufriedenstellende Qualität aufweist, ganz nach vorne auf den P90 am Hals. Speziell bei unverzerrt eingespielten Licks muss man sich dann und wann schon sputen, bevor der Ton abstirbt.

Abschließend noch der Sound beider Pickups gemeinsam. Sei der Klang auch noch so bescheiden: Eine gute Portion Durchsetzungskraft kann man ihm in jedem Fall bescheinigen.

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Fazit

Zu schön, um wahr zu sein? Irgendwie schon, denn rein äußerlich macht die Harley Benton CST-24T einen hervorragenden Eindruck. Unter der Haube hingegen gibt es doch einiges, was den Spaß verdirbt und schnell klar macht, dass man für knapp über 200,- Euro nun mal keine adäquate PRS-Kopie erwarten kann. Als Zweitgitarre oder aber als Einsteigerinstrument kann man jedoch nicht viel falsch machen – wie eigentlich immer bei Gitarren der Thomann Hausmarke.

Plus

  • Optik
  • akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus

  • Verarbeitungsmängel
  • Stimmstabilität
  • eingeschränkter Klang

Preis

  • Ladenpreis: 222,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Numitron AHU

    Nette Optik, als hätte man eine sunburst les Paul und eine strat in den Mixer geworfen.
    Da die Pickups bei diesen günstigen Gitarren meistens Schwachstellen sind und oft sowieso ausgewechselt werden, wie wäre es wenn ihr billige Gitarren mit hochwertigen Pickups testet? Mit euren connections zu Thomann, vielleicht geht da was.

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