ANZEIGE
ANZEIGE

Test: Harley Benton HBAC-20, Akustik Gitarrencombo

Combo-Verstärker für Akustikgitarren und Gesang

21. Dezember 2025

Harley Benton HBAC-20 Aufmacher

Mit dem Harley Benton HBAAC-20 hat der Hersteller – vor allem, wenn man das kleine Preisschild von gerade einmal 99,- Euro betrachtet – einen kleinen, aber feinen Akustikgitarren-/Gesangs-Comboverstärker mit Hall und Chorus im Portfolio.
Was der kleine Amp kann, wie er klingt und sich in der Praxis schlägt, habe ich für euch ausprobiert – und das erfahrt ihr hier im Testbericht.

Bewertung

Harley Benton HBAC-20

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutBest BuyNicht bewertet
Bewertung des Autors
Leser
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutBest BuyNicht bewertet
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.
ANZEIGE
Kurz & knapp
Was ist es? Harley Benton HBAC-20, kompakter Comboverstärker für Akustikgitarre und Gesang, mit Chorus und Federhall.
  • Robustes Design: Kompakter 10-kg-Verstärker mit Stativaufnahme und Federhall an Bord.
  • Klangregelung: Halbparametrischer EQ im Gitarrenkanal erlaubt flexible Soundanpassung.
  • Einsteigerfreundlich: Ideal als Übungsverstärker oder Monitor für Solokünstler.
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Für nur 99,- Euro bietet der HBAC-20 erstaunlich viel Ausstattung.

Affiliate Links
Harley Benton HBAC-20
Harley Benton HBAC-20
Kundenbewertung:
(486)

Harley Benton HBAC-20 Front

Der Harley Benton HBAC-20 im Test

Harley Benton HBAC-20 – Unboxing und Facts

Beim Auspacken des Harley Benton HBAC-20 ist mir direkt aufgefallen: Für seine geringe Größe (gerade einmal 42×36×25 cm, B×H×T) wiegt der HBAC-20 satte 10 kg – das vermittelt mir im ersten Moment schon ein gutes Gefühl.
Was ebenfalls sofort auffällt, sobald man den Amp abstellt: Im Inneren arbeitet kein digitales Hallgerät, sondern ein echter Federhall – das für diesen analogen Hall typische Scheppern ist deutlich zu hören.

Der Verstärker kommt im schlichten Gewand daher: schwarzes Tolex, mit Metall verstärkte Ecken, die beiden durch das schwarze Frontgitter geschützten Lautsprecher (ein Hochtöner und ein 8″-Tieftöner), das braune Bedienfeld und ein Kaltgeräte-Stromanschluss auf der Rückseite.
Auf dem Bedienfeld sehen wir eine klare Unterteilung in „MIC CHANNEL“ und „GUITAR CHANNEL“. Ersterer kommt mit nur einem Level-Regler aus, der auch den Pegel des eingebauten CD/Line-Eingangs regelt.

Letzterer wartet dafür mit einer ganzen Fülle an Knöpfen und Drehreglern auf: ein Schalter zur Umschaltung der Eingangsimpedanz für passive bzw. aktive Akustikgitarren, ein Lautstärkeregler für den Guitar-Channel, ein 3-Band-Equalizer mit halbparametrischem Mittenband – und zu guter Letzt je ein Drehregler mit zugehörigem Ein-/Ausschalter für Hall- und Chorus-Effekt.
Danach folgen noch ein Line-Out sowie der Ein-/Ausschalter für den Verstärker.

Harley Benton HBAC-20 Front Detail 1

Im Bild: der Mic/Line-Channel und der größte Teil des Guitar-Channels

Der Verstärker bietet 20 W Ausgangsleistung. Das klingt zunächst nicht nach viel, hat sich im Test aber als durchaus ausreichend erwiesen. Ein wichtiges Detail befindet sich auf der Unterseite des Amps: eine Stativaufnahme, mit der sich der Verstärker auf einem Boxenstativ platzieren lässt – praktisch, damit er nicht nur die Füße föhnt, sondern den Sound direkt auf die Ohren projiziert.

Kommen wir im nächsten Teil zum wichtigsten Abschnitt des Tests: Wie schlägt sich der Verstärker in der Praxis?

ANZEIGE

Praxischeck

Fangen wir mit dem Gitarrenkanal an: Ich habe meine treue Taylor-Akustikgitarre angeschlossen und einfach mal losgespielt. Der erste Eindruck: Der kleine Verstärker kann auch ordentlich laut.
Der Klang meiner Gitarre über den Verstärker mit allen Klangreglern in Mittelstellung hat mir allerdings nicht gefallen – er war mir zu mittig und entsprach nicht meinem Geschmack. Das hört ihr in den Klangbeispielen aber am besten selbst.
Die Klangregelung funktioniert jedoch sehr gut – gerade mit dem parametrischen Mittenband lässt sich der Sound gezielt anpassen.

Kommen wir nun zu den beiden internen Effekten: Chorus und Federhall.
Zunächst zum Chorus: Der Schalter aktiviert den Effekt ohne hörbare Einschaltgeräusche. Über das Poti lässt sich – soweit ich das feststellen konnte – die Balance zwischen Dry- und Wet-Signal regeln. Weitere Anpassungsmöglichkeiten wie z. B. Modulationsfrequenz sucht man auf dem Bedienfeld jedoch vergeblich.
Zum Klang: Der Chorus-Effekt klingt in Ordnung, mir fehlen hier allerdings deutlich die Einstellmöglichkeiten – zumindest für die Geschwindigkeit der Modulation.

Harley Benton HBAC-20 Front Detail 2

Im Bild: die Effektsektion des kleinen Verstärkers – Chorus und Hall

Weiter geht’s mit dem Federhall. Beim Einschalten hören wir zunächst das für diesen Effekt typische „Ploing“. Der Hall selbst klingt wie ein Federhall eben klingt. Die einen lieben ihn, die anderen nicht. Ich selbst bin kein Freund vom Spring-Reverb und würde ihn wahrscheinlich deaktiviert lassen. Auch hier lässt sich über das Poti die Lautstärke des Effekts zum Originalsignal der Gitarre hinzumischen.

Kurz zur Erklärung: Was ist eigentlich ein Federhall? Einfach gesagt: Das elektrische Signal (z. B. einer Akustikgitarre) wird in mechanische Schwingungen umgewandelt und durch eine namensgebende Feder geschickt. Die entstehenden Schwingungen erzeugen einen charakteristischen Nachhall, der am anderen Ende der Feder wieder in ein elektrisches Signal zurückverwandelt wird. So entsteht der typische Sound des Spring-Reverbs.

Zum Schluss habe ich noch mein Smartphone an den Line-Eingang des Harley Benton HBAC-20 angeschlossen und einen Song abgespielt. Und ich muss sagen: Der Verstärker klingt besser, als ich erwartet hätte.
Klar – der Sound kommt nicht an eine HiFi-Anlage oder eine ausgewachsene PA heran. Aber um Musik zu hören oder einen Backing-Track abzuspielen, mit dem man üben kann, reicht das allemal.
Ein großes Manko am Mic-/Line-Kanal: Beide Quellen teilen sich denselben Lautstärkeregler und es gibt keine Möglichkeit, den Klang des Mikrofons separat zu beeinflussen.

Jetzt habt ihr genug über den Verstärker gelesen – im nächsten Teil des Tests könnt ihr selbst reinhören!

Klangbeispiele

Harley Benton HBAC-20 Studio Setup

Der Verstärker im Studio – hier seht ihr meinen Testaufbau für die Aufnahmen

Der Aufbau für die Testaufnahme des Harley Benton HBAC-20 sah wie folgt aus: Meine Taylor-Akustikgitarre hat hier als Testobjekt hergehalten. Von der Gitarre aus geht das Signal über den Umweg durch einen A/B-Fußschalter (damit ich parallel das Direktsignal der Gitarre als Vergleich aufnehmen kann) in den Verstärker. Vom Verstärker aus habe ich noch den Line-Out direkt an meinen AD-Wandler angeschlossen.
Um den Sound des Verstärkers im Raum einzufangen, habe ich in etwa 40 cm Entfernung ein Austrian Audio OC16 platziert in etwa mittig zwischen dem Tief- und dem Hochtöner.
Und jetzt hört mal selbst rein, wie der Verstärker klingt.

ANZEIGE
Klangbeispiele
Fazit

Der Harley Benton HBAC 20 ist ein kleiner Akustikgitarren-Verstärker, der sich vor allem an Einsteiger oder Alleinunterhalter richtet – man bekommt hier für sehr kleines Geld schon einiges geboten. Der Verstärker kann, für seine geringe Größe, schon sehr laut werden und eignet sich bestens als Übungsverstärker oder als Monitorbox für einen Musiker, wenn er sein Instrument direkt daran anschließt.

Plus

  • eingebaute Effekte - Chorus und Hall
  • 3-Band-Klangregelung mit parametrischen Mitten
  • CD/Line-Eingang für Playbacks
  • durch Line-Out lässt sich der Verstärker auch gut als “Monitor-Box” nutzen
  • Stativaufnahme auf der Unterseite

Minus

  • Mic-Level & CD/Line Pegel nicht getrennt voneinander regelbar
  • die eingebauten Effekte klingen eher mittelmäßig und haben keine detaillierten Regelmöglichkeiten

Preis

  • 99,- Euro
Affiliate Links
Harley Benton HBAC-20
Harley Benton HBAC-20
Kundenbewertung:
(486)
ANZEIGE
Affiliate Links
Harley Benton HBAC-20
Harley Benton HBAC-20
Kundenbewertung:
(486)
Über den Autor
Profilbild

Rickmusic96 RED

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Nvelope AHU

    Wow, das ist schon ein ganz umfangreiches Paket an Technik und auch Sound, was man hier für 99 € bekommt!
    Dass man hierbei Kompromisse schließen muss, das versteht sich von selbst – dieser Preis lässt keine Maximal-Ausstattung zu; dennoch finde ich die parametrische Mittenklangregelung sehr bemerkenswert und nützlich, sei’s für eine Akustikgitarre oder auch ein Mikrofon …
    Der Line-Eingang für einen Zuspieler wird sicher weitgehend für Telefon oder Laptop benutzt – und genau diese haben ja einen Lautstärkeregler; das mindert den im Test genannten Nachteil nur eines Lautstärkereglers für Mic und Line.
    Die Muffe für einen Boxenständer im Unterboden ist eine Super-Idee … ich frage mich ohnehin seit vielen Jahrzehnten, warum die meisten Gitarrencombos immer noch strikt die Rückseite der Unterschenkel und Kniekehlen des Gitarristen beschallen; ich habe noch bei keiner einzigen Person dort unten Ohren vorgefunden (ob nun Musiker oder nicht …)!
    Sehr interessant – für den Preis allemal.

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Nvelope ja, ich hatte für meinen Kerry King 10 w Marshall
      extra einen ständer..klingt sonst nicht besonders 😄

      • Profilbild
        Nvelope AHU

        @Numitron Beim Bass-Combo spielt es ja eine etwas weniger wichtige Rolle, ob der Lautsprecher bodennnah steht … aber die Höhen einer Gitarre erfordern schon, dass die Ohren beschallt werden und nicht die Unterschenkel und Kniekehlen.
        Hohe Frequenzen ähneln in der Abstrahlcharakteristik eines Lautsprechers der des Lichts: direkter Schallkegel (oder z.B. das Licht einer Taschenlampe) nach vorne, reduzierte Höhenwiedergabe (Helligkeit des Lichts einer Taschenlampe) eben außerhalb dieser direkten Richtung/Achse.
        Somit betonen Gitarristen mit auf dem Boden stehenden Combos/Boxen zumeist die Höhen, damit an ihren Ohren (zumeist etwa 1,5 m höher ‚angebracht‘) wenigstens ‚ein bisschen‘ davon ankommt – während der Lautsprecher deutlich mehr Höhen in den Schallkegel nach vorne strahlt.
        Deswegen ist ein Combo-Ständer mehr als angebracht, v. a. wenn das im Verstärker eingestellte Signal dann auch an den Mixer geht (und somit – für die Ohren des Gitarristen – die Einstellungen am Gitarrenverstärker die Referenz auch für den Sound im Saal sein soll.
        Aber ich sehe seit Jahrzehnten bei vielen Gelegenheiten, dass diese akustischen (Grund-)Kenntnisse nicht sehr bekannt sind – oder einfach vernachlässigt werden . . .

  2. Profilbild
    Metaphistopheles AHU

    Kleine Preise besonders für Einsteiger sind ja sehr zu begrüßen.
    Bei akustischen Verstärkern bin ich da aber skeptischer als bei E-Gitarren-Combos: Während man letztere auf einer Bühne manchmal noch durch Abmikrofonierung und Pult-EQ tendenziell „retten“ kann, sollen Akustik-Combos ja auch ohne PA Abnahme einen natürlichen Sound haben.
    Wenn man den integrierten EQ direkt schon zur Korrektur der preisbedingeten Mängeln von Verstärker und Speaker nehmen muß, statt für die Feinanpassung an Raum und Instrument, dann ist m.E. Vorsicht geboten.
    Habe leider schon zu viele kleine Akustik-Amps und Billig-Wedges erlebt, die den Gesamt-Sound deftig abwerteten. Ggf. nochmal ein paar Münzen sparen, bzw. sich in der Ecke kleiner günstiger Breiband-PA Lautsprecher umschauen?

  3. Profilbild
    Nvelope AHU

    Warum tolerierst du Abmikrofonierung & Nachbearbeitung (Pult-EQ) bei E-Gitarren, offensichtlich nicht aber bei Akustikgitarren (welche bei einem solch kleinen Amp ja schon in einem mittleren Veranstaltungsraum auch über ein Pult laufen müssen)?

    Ich sehe in diesem kleinen Amp (wie im Text beschrieben) einen gut- & günstig-Amp für Anfänger und auch für’s Über zu Hause, laut Text AUCH als Monitor in einer Veranstaltung, aber genau dann ist es eher wahrscheinlich, dass er auch über eine PA laufen kann/wird (per ‚Line OUT‘).

    Dass er (wie viele Akustikgitarren-Verstärker auch) für Mic IN & Line IN ausgestattet wurde, kommt der avisierten Zielgruppe und der avisierten Nutzung sicher sehr entgegen – zumal solche Akustik-Amps (im Gegensatz zu Amps für E-Gitarren) ja immer auch mit einem Tweeter ausgestattet sind und somit so etwas wie Fullrange-Ambitionen haben.

    Ich finde die 3-Band-Klangregelung – mit den sehr nützlichen parametrischen Mitten – jedenfalls genau richtig … der Zielgruppe wird’s nützen; für die PA-Klangregelung wird, wenn der Line OUT genutzt wird, dann immer noch ein akzeptables Signal zur Verfügung stehen.
    Man kann immer noch den Amp per Mic abnehmen … oder sogar die Gitarre per ‚Mic to PA‘ – dann wäre dieser Amp wirklich ’nur‘ ein Monitor für den Gitarristen (wozu ihn der schon erwähnte Flansch im Boden ja auch prädestiniert).
    Ambitionierte Musiker werden sich für Akustik-Gitarren sicher in einem ganz anderen Preissegment umsehen …

  4. Mehr anzeigen
Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Wir behalten uns die Löschung von Inhalten vor. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die nach unserer Einschätzung gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verletzen oder Diffamierungen, Diskriminierungen, Beleidigungen, Hass, Bedrohungen, politische Inhalte oder Werbung enthalten.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X
ANZEIGE X