ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Test: Harley Benton JB-62HA LPB over SB, Bassgitarre

Vintage Optik zum bezahlbaren Preis!

8. September 2026
Harley Benton JB-62HA LPB over SB Aufmacher

Test: Harley Benton JB-62HA LPB over SB (Titelbild KI-generiert)

Ein geagter Jazz Bass in Lake Placid Blue über Sunburst, karamellisierter Hals, Heavy-Aged-Hardware und dazu ein Preis, bei dem man normalerweise eher mit Kompromissen rechnet: Der Harley Benton JB-62HA LPB over SB weckt auf den ersten Blick große Erwartungen. Doch wie viel Vintage-Feeling steckt tatsächlich in dem günstigen Viersaiter und wo wurde der Rotstift angesetzt?

Kurz & knapp

Worum geht es?

Der Harley Benton JB-62HA LPB over SB bringt erstaunlich viel Vintage-Flair für vergleichsweise kleines Geld mit.

  • Starker Vintage-Look: Lake Placid Blue über 3-Tone Sunburst, gealterte Hardware und das Heavy-Aged-Finish lassen den Bass deutlich teurer wirken, als er tatsächlich ist.
  • Gute Verarbeitung: Hals, Bünde, Sattel und Hardware hinterlassen einen insgesamt überzeugenden Eindruck.
  • Angenehm zu spielen: Der geschliffene Hals und das ausgewogene C-Profil sorgen für eine gute Bespielbarkeit.
  • Gewicht mit Nebenwirkungen: Mit rund 4,3 kg ist der Viersaiter kein Leichtgewicht und zeigt zudem eine gewisse Kopflastigkeit.
  • Pickups mit Luft nach oben: Die Isola VT-JB Alnico 5 Single-Coils liefern grundsätzlich typische Jazz-Bass-Sounds, lassen im Test aber Charakter und Differenzierung vermissen.
  • Spannende Modding-Basis: Leichtere Mechaniken und ein Pickup-Tausch könnten aus dem günstigen Harley Benton einen richtig interessanten individuellen Jazz Bass machen.
Bewertung
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Sound
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Verarbeitung
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Preis/Leistung
Gesamtbewertung
4.0 / 5.0
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet

ANZEIGE

Harley Benton JB-62HA LPB over SB

Unboxing – Der erste Eindruck

Der Moment, wenn man einen Bass das erste Mal auspackt, bleibt doch immer etwas Besonderes, egal, wie häufig man das schon gemacht hat. Auf diesen Testbass war ich besonders gespannt, denn die Fotos waren vielversprechend: ein geagter Jazz Bass in der tollen Farbe Lake Placid Blue über einem klassischen Sunburst. Das klingt extrem lecker und trifft ziemlich genau mein Beuteschema. Die spannende Frage ist allerdings: Kann Harley Benton in dieser Preisklasse auch bei der Lackierung überzeugen?

Beim ersten In-die-Hand-Nehmen wird schnell klar: Ja, sie können das richtig gut! Der Bass sieht einfach klasse aus. Das tiefdunkle Blau harmoniert wunderbar mit der gealterten Hardware, während das an einigen Stellen durchscheinende Sunburst das Gesamtbild perfekt ergänzt. Auch haptisch muss sich der matte Polyurethan-Lack keineswegs vor einem klassischen Nitro-Finish verstecken. Er fühlt sich angenehm und hochwertig unter den Fingern an und überhaupt wirkt das Instrument deutlich teurer, als es tatsächlich ist.

Das macht definitiv Lust auf mehr!

Affiliate Links
Fender Original Jazz Bass PU Set
Fender Original Jazz Bass PU Set
Kundenbewertung:
(92)

Die Specs

  • Korpus & Finish: Erlekorpus mit mattem Polyurethan-Finish im Heavy-Aged-Look, Lake Placid
  • Blue über 3-Tone-Sunburst
  • Hals: Geschraubter Hals aus kanadischem Ahorn, leicht karamellisiert und mit Vintage-Tönung
  • Halsprofil: C-Profil mit 20,5 mm Stärke am 1. und 22,5 mm am 12. Bund
  • Griffbrett: Lorbeer mit Dot-Inlays und einem Radius von 305 mm
  • Bünde: 20 Medium-Jumbo-Bünde aus Neusilber
  • Mensur: Klassische Longscale-Mensur mit 864 mm (34″)
  • Sattel: Graphit, 38 mm breit
  • Halsstab: Beidseitig arbeitender Double-Action-Trussrod
  • Tonabnehmer: Zwei Isola VT-JB Single-Coils mit Alnico-5-Magneten
  • Elektronik: Klassische Jazz-Bass-Schaltung mit zwei Volume-Reglern und einer gemeinsamen Tonblende
  • Bridge: B401-Steg mit Messingsätteln und 20 mm Saitenabstand
  • Mechaniken: CB01-CR-Tuner
  • Hardware: Verchromt und passend zum Heavy-Aged-Konzept gealtert
  • Schlagbrett: Dreilagige Ausführung in Mintgrün
  • Werksbesaitung: D’Addario EXL165, .045–.105

Aufbau und Verarbeitung

Schauen wir uns den Harley Benton JB-62HA LPB over SB einmal etwas genauer an. Bei der Verarbeitung gibt es zunächst wenig Anlass zur Kritik: Der Hals sitzt bombenfest und ohne jeglichen Spalt in seiner Tasche und schlecht oder ungenau gearbeitete Stellen sucht man vergeblich.

Der Hersteller beschreibt den Body als „ausgewählte amerikanische Erle“. Durch die dicke und zudem mehrschichtige Lackierung ist von der Maserung allerdings nichts zu erkennen. Was man dagegen sehr deutlich spürt, ist das Gewicht: Mit 4,3 kg gehört der Harley Benton für einen Viersaiter definitiv zu den schwereren Vertretern seiner Art.

Neben der auffälligen Lackierung fällt sofort der geschliffene Hals ins Auge. Die Arbeit wurde nicht nur sehr fachmännisch ausgeführt, der Hals fühlt sich auch unmittelbar klasse unter dem Daumen an und vermittelt authentische Vintage-Vibes. Lediglich beim Griffbrett wurde auf das bekannte und stilechte Palisander verzichtet. Stattdessen kommt Lorbeer zum Einsatz, das sich optisch allerdings kaum von klassischem Rosewood unterscheiden lässt.

ANZEIGE
Affiliate Links
Sadowsky J-Style Bass Pickup Long 4
Sadowsky J-Style Bass Pickup Long 4 Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Ansonsten bringt der Harley Benton JB-62HA LPB over SB alle typischen Eigenschaften eines Jazz Bass mit. Die 20 Bünde sind sauber eingesetzt und weisen keine scharfen Kanten auf. Sattel und Bridge sitzen sauber in einer Flucht zum Hals und die Saiten laufen exakt über die Polepieces der mit Alnico-Magneten bestückten Single-Coils. Die Tuner lassen sich etwas schwergängiger drehen, als man es von manchen anderen Mechaniken gewohnt ist. Dafür halten sie die Stimmung zuverlässig.

Das dreilagige mintgrüne Schlagbrett passt hervorragend zum Gesamtbild und sorgt für zusätzliches Vintage-Feeling. Besonders gelungen finde ich außerdem die schön gealterte Control-Plate. Selten habe ich ein Aging gesehen, das derart unaufdringlich und gleichzeitig authentisch wirkt.

Alles in allem präsentiert sich der Harley Benton hier als solide verarbeitetes Instrument, bei dem sich in dieser Disziplin kaum Angriffsfläche für Kritik bietet.

Unplugged angespielt

Persönlich finde ich es immer wichtig, auch bei einem elektrischen Instrument zunächst einmal unplugged hinzuhören. So bekommt man ein besseres Gefühl dafür, wie resonant das Instrument ist, wie gut der Bass durchschwingt und ob sich eventuell Deadspots zeigen. Dabei geht es mir weniger um die alte Streitfrage, ob nun die Hölzer oder die Pickups größeren Einfluss auf den Klang haben. Vielmehr möchte ich ein Gefühl für den natürlichen Charakter des Instruments bekommen.

Unser Harley Benton JB-62HA LPB over SB gehört mit seinen 4,3 kg zu den eher schwereren Vertretern seiner Gattung. Der Grundcharakter ist eher dunkel, die Attack bewegt sich im mittleren Bereich und die Saiten schwingen ruhig und gleichmäßig aus.

In den tiefen Lagen entwickelt der Bass ordentliches Knurren, ohne dabei zu mittig oder nasal zu werden. Mit zunehmender Höhe verändert sich das allerdings. Ab etwa dem 8. bis 9. Bund habe ich das Gefühl, dass die Töne etwas enger und gedrückter wirken und nicht mehr ganz so frei und offen ausschwingen. An den ab Werk verwendeten D’Addario-Saiten kann es meiner Einschätzung nach eigentlich nicht liegen – zumindest sind mir diese nicht für einen solchen Effekt bekannt.

Davon abgesehen liefert der Harley Benton unplugged ordentlich Ton und hinterlässt einen guten Eindruck. Besonders positiv fällt die Bespielbarkeit auf. Die Bünde sind sauber eingesetzt, die Saitenlage passt und der geschliffene Hals liegt angenehm in der Hand. Das C-Profil bewegt sich in einem sehr angenehmen mittleren Bereich: nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn.

Überhaupt fühlt sich der Bass unter den Fingern richtig gut an. Das Aging und die verschiedenen Lackschichten sorgen dabei für eine ganze Reihe haptischer Reize, die das Spielen zusätzlich interessant machen.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt allerdings die etwas ausgeprägtere Kopflastigkeit. Wer klassische Vintage-Fender-Modelle gewohnt ist, wird sich daran vermutlich nicht weiter stören. Im modernen Bassbau ist eine solche Gewichtsverteilung allerdings eigentlich nicht mehr üblich. Die Kombination aus dem ohnehin hohen Gesamtgewicht, den relativ schweren Tunern an der Kopfplatte und der klassischen Gurtposition knapp vor dem 12. Bund sorgt für einen konstant leichten Druck auf der linken Schulter.

Mit einem breiten Gurt lässt sich das allerdings recht gut entschärfen.

Affiliate Links
DiMarzio DP123Creme Set
DiMarzio DP123Creme Set
Kundenbewertung:
(34)

Die Sounds

Wie gewohnt hören wir uns nun durch die verschiedenen Sounds. Treue Leser wissen, dass ich versuche, Instrumente mit Beispielen aus dem echten Alltag eines Bassisten zu präsentieren. Slapgewitter, 32tel-Läufe, Tapping-Eskapaden und komplexe Akkordgriffe klingen alleine gespielt natürlich beeindruckend. In der Praxis werden sie allerdings von 99,99 % der Bassisten weder gebraucht noch in einer Band verlangt, geschweige denn gewünscht.

Dabei halte ich mich bis heute an die Devise meines ersten Lehrers Tom Bornemann, der mir immer wieder eine Frage stellte:

„Du musst dich entscheiden, ob du von anderen Bassisten bewundert werden möchtest oder von anderen Musikern, die dich dann für ihre Bands haben wollen.“

Ein Satz, den ich bis heute ziemlich treffend finde …

Der Ton am Interface überrascht. Die Pickups klingen deutlich heller und obertonreicher, als man es angesichts des unplugged eher dunklen Grundcharakters erwarten würde. Dieser rückt elektrisch deutlich in den Hintergrund. Stattdessen präsentiert sich der Bass knackig und offen, auch wenn mir beim Spielgefühl etwas Attack fehlt.

Grundsätzlich liefern beide Pickups genau das, was man von einem Jazz Bass erwartet. Für meinen Geschmack könnte der Bridge-PU allerdings etwas weniger nasal klingen. Das ist allerdings ein Stück weit subjektives Empfinden.

Mit halb geschlossener Tonblende wird das Klangbild homogener, runder und wärmer. Das gefällt mir bereits deutlich besser. Der scharfe, nasale Charakter des Bridge-Pickups bleibt allerdings erhalten.

Leider fällt die G-Saite klanglich etwas aus dem Gesamtbild heraus. Bei den Beispielen ist das beispielsweise beim hohen C im 5. Bund gut zu hören. Die anderen drei Saiten kommen dagegen sehr geschlossen und homogen aus einem Guss. Das ist etwas schade.

Affiliate Links
Lollar J-Bass 4S Set
Lollar J-Bass 4S Set
Kundenbewertung:
(37)

Die Tonblende arbeitet über den gesamten Regelweg solide. Ihren Einfluss würde ich insgesamt im mittleren Bereich einordnen. Auch komplett geschlossen bleiben noch Obertöne erhalten, trotzdem ist der Unterschied zur mittleren Einstellung deutlich hörbar.

Besonders gut gefällt mir hier die Kombination mit dem Neck-PU. Die Mischung aus tiefem, wuchtigem Wumms, einem dunklen Klang mit leicht röhrendem Charakter und trotzdem vorhandenen Obertönen kann ich mir in zahlreichen Bandsituationen sehr gut vorstellen.

Ein guter Test, um das Potenzial von Pickups auszuloten, sind Sounds in Palm-Muting-Spielweise. Hier zeigt sich relativ schnell, ob die Tonabnehmer auch feine Details und Unterschiede abbilden können oder eher alles zu einem großen Klangbrei zusammenfassen.

Also hören wir auch hier einmal genauer hin:

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, wie ich die beiden Isola VT-JB Alnico 5 Single-Coils des Harley Benton JB-62HA LPB over SB bewerten soll. Wirklich feine Unterschiede bilden sie leider nicht besonders deutlich ab. Trotz unterschiedlicher Pickup-Einstellungen muss man schon sehr genau hinhören, um die verschiedenen Klangcharaktere herauszuarbeiten.

Das helle Klangbild wirkt auf mich zudem etwas steril. Mir fehlt Wärme und vor allem eine gewisse mittige Präsenz. Gerade von einem Jazz Bass mit Single-Coils erwarte ich dieses gewisse Etwas in den Mitten: das Schmatzen, das Knurren und all die kleinen Nuancen, die ihn von seinem Bruder, dem Precision Bass, unterscheiden.

Affiliate Links
Harley Benton JB-62HA LPB over SB
Harley Benton JB-62HA LPB over SB
Kundenbewertung:
(1)

Um dem Harley Benton klanglich etwas auf die Sprünge zu helfen, habe ich deshalb noch einige Beispiele mit meiner Tube-DI-Box „Gnome“ von WRA aufgenommen. Diese ist dafür bekannt, den Ton mit zusätzlicher Wärme zu färben, ohne das grundsätzliche Klangbild komplett zu verändern.

Persönlich gefällt mir der Sound damit deutlich besser. Die leichte harmonische Verzerrung durch die Röhre glättet den Klang und sorgt für ein deutlich stimmigeres Gesamtbild. So macht mir der Bass gleich wesentlich mehr Spaß.

Fazit und Ausblick

Meine Eindrücke vom Harley Benton JB-62HA LPB over SB sind insgesamt gemischt.

Optisch gehört er für mich klar in die erste Liga – vorausgesetzt natürlich, man steht auf den Vintage-Look. Auch bei der Verarbeitung gibt es wenig auszusetzen. Die Bespielbarkeit ist gut, der Hals liegt angenehm in der Hand und lediglich das höhere Gewicht sowie die etwas ausgeprägte Kopflastigkeit trüben das Gesamtbild ein wenig.

Deutlich weniger überzeugt haben mich dagegen die Pickups. Sie funktionieren grundsätzlich so, wie man es von ihnen erwartet, lassen aber für meinen Geschmack Charakter und Differenzierung vermissen. Irgendwie sind sie weder richtig Fisch noch Fleisch. Gerade einem Jazz Bass fehlt dadurch ein wenig das gewisse Etwas. Der Spaß am Instrument kommt deshalb für mich erst dann richtig auf, wenn man klanglich etwas nachhilft.

Damit ist der Harley Benton für mich weniger ein rundum fertiges Instrument als vielmehr eine sehr interessante Ausgangsbasis für weitere Modifikationen.

Affiliate Links
Gotoh GB640 4L N Bass Tuners
Gotoh GB640 4L N Bass Tuners
Kundenbewertung:
(86)

Der erste Schritt wäre dabei sicherlich ein Satz leichterer Mechaniken, um die Kopflastigkeit zu reduzieren. Zusammen mit einem schönen, breiten Gurt dürfte sich der Bass damit deutlich komfortabler spielen lassen. Der größere klangliche Hebel liegt allerdings bei den Pickups. Ein hochwertigerer Satz könnte dem JB-62HA LPB over SB meiner Meinung nach deutlich mehr Charakter verleihen.

Hierzu ein paar Empfehlungen:

Sadowsky J-Style Pickup

Wer sehr preisbewusst an die Sache herangehen möchte, sollte zunächst darüber nachdenken, nur den Bridge-Tonabnehmer zu tauschen. Auch wenn man normalerweise gerne beide Pickups vom selben Hersteller verwendet, spricht grundsätzlich nichts gegen eine Kombination verschiedener Marken.

Meine Empfehlung wären hier Pickups von Sadowsky, die für ihr schönes, mittiges Knurren bekannt sind. Gerade der Bridge-PU könnte davon profitieren. Wichtig ist lediglich, vor dem Kauf die Abmessungen zu kontrollieren.

Fender Original Jazz Bass Pickup Set

Wer beide Tonabnehmer tauschen, aber trotzdem nicht allzu viel ausgeben möchte, dem sei das Fender Original Jazz Bass PU Set ans Herz gelegt. Die Pickups sind solide Allrounder, die grundsätzlich jedem Jazz Bass gut zu Gesicht stehen dürften. Im Vergleich zu den ab Werk verbauten Isola würde ich hier einen wärmeren und runderen Grundcharakter erwarten.

DiMarzio DP123

Neben einer klanglichen Verbesserung bringen die DiMarzio DP123 auch optisch eine interessante Alternative mit: Das cremefarbene Set passt hervorragend zum Vintage-Look des Basses.

Klanglich dürften die Pickups ebenfalls sehr gut passen, da DiMarzio für einen ausgewogenen Ton über den gesamten Frequenzbereich bekannt ist. Die Beschreibung „trocken“ trifft den Charakter dabei wohl ziemlich gut. Das sollte unserem Harley Benton JB-62HA LPB over SB definitiv gut zu Gesicht stehen.

Lollar J-Bass 4S

Mein persönlicher Tipp sind die Lollar J-Bass 4S. Ich kenne diese Pickups aus mehreren Bässen und bin immer wieder begeistert davon, wie viel Charakter und Sound sie mitbringen. In Deutschland greift man bei hochwertigen Jazz-Bass-Pickups häufig zu Herstellern wie Kloppmann, wodurch Lollar hierzulande gefühlt immer noch ein wenig den Status eines Geheimtipps besitzt.

Meiner Meinung nach völlig zu Unrecht. Wenn man bereit ist, etwas mehr in die Hand zu nehmen, könnten die Lollar dem Harley Benton genau das geben, was ihm momentan noch fehlt: Charakter, Wärme und diesen gewissen Jazz-Bass-Vibe.

Und genau deshalb sehe ich im JB-62HA LPB over SB vor allem eines: eine verdammt gute Basis für einen richtig interessanten Mod-Bass.

ANZEIGE
Klangbeispiele
Fazit

Der Harley Benton JB-62HA LPB over SB ist kein Bass, der mich klanglich vom ersten Ton an vollständig überzeugt hat. Dafür fehlt den Pickups schlicht das gewisse Etwas. Aber: Er bringt eine ganze Menge mit! Ein hervorragendes Vintage-inspiriertes Finish, eine gute Verarbeitung, einen sehr gelungenen Hals und eine überzeugende Bespielbarkeit. Dazu kommt eine Konstruktion, die geradezu nach Modifikationen ruft. Wer ein günstiges und optisch ansprechendes Vintage-Instrument sucht, sollte den Harley Benton JB-62HA LPB over SB definitiv auf dem Schirm haben. Wer dazu Lust hat, an seinem Instrument weiterzubasteln, bekommt hier eine hochwertige Basis für sein Projekt.

Plus

  • grandiose Optik
  • solide Verarbeitung
  • gute Bespielbarkeit

Minus

  • hohes Gewicht
  • Pickups klanglich etwas steril

Preis

  • 249,- Euro
Affiliate Links
Harley Benton JB-62HA LPB over SB
Harley Benton JB-62HA LPB over SB
Kundenbewertung:
(1)
Harley Benton JB-62LA SB
Harley Benton JB-62LA SB
Kundenbewertung:
(1)
ANZEIGE
Affiliate Links
Harley Benton JB-62HA LPB over SB
Harley Benton JB-62HA LPB over SB
Kundenbewertung:
(1)
Harley Benton JB-62LA SB
Harley Benton JB-62LA SB
Kundenbewertung:
(1)
Über den Autor
Profilbild

Naris Sebastian Stolz RED

Professioneller Musiker mit Leib und Seele auf Kontrabass, E-Bass und Fretless. Früher als Bassjournalist beim 'Bass Quarterly', heute für amazona.de und bassic.de. Lehrbuchautor und Unterrichtstätigkeit beim VdM, ansonsten internationale künstlerische Tätigkeit im Studio und on tour.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Mike Perschy

    Ehrlich, der Bass ist grandios für den Preis, fast schon ein Kunstwerk. Pickups oder Mechaniken tauschen ist keine Raketentechnik und verlangt nicht die allerhöchste technische Finesse. Ich weiß nicht wie’s euch geht aber den einzigen optischen Kritikpunkt finde ich in dem für mein Auge nicht schönen Harley Benton-Schriftzug. Mich stört allein schon der Namen aber das kann man ändern! Ein Decal ist leicht entfernt. Doppeldaumenhoch von mir! Geiles Teil.

  2. Profilbild
    Tai AHU

    „Heavy-Aged-Finish lassen den Bass deutlich teurer wirken, als er tatsächlich ist“

    Die einen sagen so, die anderen so. Sieht für mich aus als hätte Harry seinen Sunburst Bass unfachmännisch mit blauem Acryllack angestrichen. Als ich las: KI generiertes Titelbild dachte ich mir, ok, die hat noch Luft nach oben. Dann aber sah ich, der sieht überall so aus. Würde mein Bass so aussehen würde ich ihn wegwerfen, oder die Schleifmaschine auspacken.

  3. Profilbild
    MadMac AHU

    Ganz ehrlich, dieser ganze Aging-Hype wird langsam lächerlich. Sorry, aber dieser Bass sieht aus als hätte er eine Begegnung mit einem wildgewordenen Rudel Wildschweine gehabt. Ich habe noch nie echte alte Instrumente in solch einem Zustand gesehen. Und was kommt marketingmäßig als Steigerung nach Heavy-Aged? Etwa Brutal-Aged? Es bleibt spannend! 🤘

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @MadMac haha.
      denke ich mir auch.
      besser viel spielen und den selber abnützen als von anderen abnützen lassen. 😀

  4. Profilbild
    Viertelnote AHU

    farbe aging hat optical illusion.
    ein loch in decke🙂oder es liegt
    an meine heterophory🙂
    aber zu instrument: klingt es sehr gut
    aber ich habe schon viel gitarrs aber
    für geschenk ist es definitive.
    aber:

    finde ich aging nicht immer gut wenn man
    es nachbilden oder überträgt auf ein neues
    instrument. kann man sagen okay ich werfe instrument
    treppe runter trete auch nach.so einfach ist es nicht. oder anders:
    auch aging muß man plausible / glaubhaft machen.ist
    auch kunst

  5. Profilbild
    svebur

    Hat HB da eine Sunburst-Lackierung blau übergesprüht und dann kunstvoll abgeblättert? Beim echten Gebrauch wäre wohl auch das Sunburst verschrubbt. Irgendwie sieht das aus, als wurde das Design mit KI erstellt worden.

  6. Mehr anzeigen
Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Wir behalten uns die Löschung von Inhalten vor. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die nach unserer Einschätzung gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verletzen oder Diffamierungen, Diskriminierungen, Beleidigungen, Hass, Bedrohungen, politische Inhalte oder Werbung enthalten.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X
ANZEIGE X