Test: Headrush FRFR-112 Active Monitor

19. Juli 2018

Laut und zuverlässig!

Headrush FRFR-112 title

Full Range Flat Response – hinter diesem sperrig wirkenden Begriff verbirgt sich nicht weniger als das Versprechen, unsere mittlerweile geliebten und von den Bühnen dieser Welt nicht mehr wegzudenkenden Modeling- oder Profiling-Amps so neutral wie möglich an das kritische Gitarristenohr zu leiten. Die Idee dahinter ist offensichtlich: Die Modeler geben am Output ein bereits fix und fertiges mit Speaker-Simulation versehenes Signal aus, das sinnvollerweise nicht mehr durch eine klangverfärbende Gitarrenbox geschickt werden sollte. Headrush wirft zu diesem  Zweck den brandneuen, aktiven FRFR-112 Monitor in den Ring. 2000 Watt verspricht er, schick sieht er aus und er verheißt auf den ersten Blick vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Na dann wollen wir ihn mal erleben, den Kopfrausch.

Frisch aus der Verpackung gepellt, zeigt sich ein modern designtes, dem Testerauge schmeichelndes Gesamtbild. Kompakt in den Abmessungen (605 mm x 354 mm x 350 mm) und mit 16,3 kg gut und rückenfreundlich zu transportieren, nicht zuletzt wegen der Vielzahl der Griffe. Man findet auf jeder Seite der Box die Möglichkeit, diese sicher zu greifen und zu tragen. Die Gehäuseform ist auf Multifunktionalität ausgelegt. Die Box kann aufrecht stehend, seitlich liegend oder leicht gekippt als Monitor Verwendung finden, zudem befindet sich auf der Unterseite ein Hochständerflansch mit Arretierungsschraube, mit dessen Hilfe die Box auf jeden handelsüblichen Boxenständer montiert werden kann.

Headrush FRFR-112 front

Headrush FRFR-112 – Facts & Features

Zuerst fällt natürlich das stabile Frontgitter aus Metall auf, das einem versehentlichen Fußtritt problemlos widerstehen dürfte. Das Gehäuse der FRFR-112 ist aus stabilem Kunststoff gefertigt, der den Eindruck macht, dass ihm so schnell nichts den Garaus machen könnte, die Oberfläche ist jedoch recht empfindlich und zeigt nach kurzer Benutzung bereits Spuren, die zum Beispiel durch scharfe Gegenstände hervorgerufen werden. Für den täglichen Einsatz „on the road“ bzw. den regelmäßigen Transport im Auto sollte man also ggf. über ein Case oder eine Tasche nachdenken, wenn man den derzeit angesagten Vintagelook nicht schon am dritten Tag erreicht haben will. Das Frontgitter sitzt rappelfrei und bombenfest und mit vier Schrauben befestigt im Gehäuse, mitten drauf prangt der stylish-moderne Headrush Schriftzug.

Auf der Rückseite finden wir unten die Netzbuchse und den Netzschalter der Box, die Sicherung hat man, gar nicht so leicht sichtbar, in die Netzbuchse integriert. Im oberen Teil der Rückseite befinden sich die Eingänge. Zwei an der Zahl, ausgestattet mit jeweils einer XLR-Klinken-Kombibuchse und einem Volume-Regler sowie einer LED, die zufrieden grün leuchtet und bei Übersteuerungen des Eingangs gern in ein ärgerliches Rot umschwenkt. Zwei Eingänge bedeuten übrigens nicht, dass man die Box etwa stereo betreiben könnte, weil ja das Signal nur über einen Speaker wiedergegeben wird. Klingt eigentlich logisch, da ich aber im Vorfeld des Tests gerade mit einem Kollegen drüber gesprochen habe, sei es hier noch mal erwähnt. Natürlich kann man beide Ausgänge des Modelers an die beiden Eingänge anschließen, man erhält dann aber höchstens unschöne Phasenauslöschungen bei Stereosounds.

Da muss dann tatsächlich eine zweite Box her. Neben den Eingängen befindet sich eine XLR-Buchse als Ausgang, an der das gemischte Signal der beiden Eingangskanäle unverstärkt anliegt und zum Durchschleifen des Signals an beispielsweise eine weitere FRFR-Box oder ans FOH-Pult dient. Sollte es bei komplexeren Verkabelungen zu Brummproblemen durch Masseschleifen kommen, kommt der Ground-Lift-Schalter zum Einsatz, der sich neben dem Ausgang befindet. Ebenfalls an Bord ist ein Contour-Schalter, der die tiefen und die hohen Frequenzen um jeweils etwa 3 dB anhebt und sich, soviel vorab, während des Tests vor allem bei geringen Lautstärken positiv ausgewirkt hat. So weit zu den Äußerlichkeiten.

Headrush FRFR-112- innere Werte

Nach Lösen der vier Schrauben und Entfernung des Frontgitters offenbart sich das frontseitige Innenleben der Headrush FRFR-112, hier werkelt ein 12″ Custom Lautsprecher in enger Zusammenarbeit mit einem 1,4″ Neodymium Hochtöner auf engem Raum, aber nicht ohne ausreichend Platz für eine Bassreflexöffnung zu lassen. Löst man die deutlich zahlreicheren Schrauben auf der Rückseite der Box, zeigt sich das aufgeräumt verdrahtete Herzstück der Box, das uns die 2000 Watt Leistung verspricht. Der Frequenzgang der Box ist mit 53 – 20.000Hz angegeben. Das liest sich gut, sagt aber erst einmal nichts über den Klang.

–Frontseitiges Innenleben mit 12″ Speaker und 1,4″ Neodymium-Hochtöner sowie einer Bassreflexöffnung —

 

— Aufgeräumtes Innenleben —

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