Praktische Practice Box für deinen Modeler
Die Headrush FRFR GO ist eine ultrakompakte Full-Range-Box mit Bluetooth und Akku, die modernes Amp-Modeling überall flexibel und authentisch klingen lässt.
- Design & Verarbeitung: wertige Haptik, robuste Bauweise und sehr portable Größe mit Tragegriff
- Features: Bluetooth, Aux-Eingang, Kopfhörerausgang, EQ-Regler und bis zu 13 Stunden Akkulaufzeit
- Klang: transparente Wiedergabe von Clean- bis Crunch-Sounds, bei Highgain etwas Basskontrolle nötig
- Preis-Leistung: Sehr gutes Verhältnis von Ausstattung, Klang und Mobilität in dieser Preisklasse
Inhaltsverzeichnis
Headrush FRFR GO Full Range Box
Mit der Headrush FRFR GO bringt der Hersteller eine äußerst kompakte Lautsprecherbox für die beliebten Amp-Modeling-, Profiling- und Capturing-Systeme heraus. Das Kürzel FRFR steht für Full Range Flat Response und bedeutet, dass die Box an sich neutral alle Frequenzen gleichmäßig wiedergibt. Besonders wichtig ist das, damit unsere Sounds inklusive Boxensimulationen von Kemper, Fractal, Quad Cortex und Co. unverfälscht so klingen, wie wir sie eingestellt haben.
Wichtig ist außerdem, dass sich diese Box an Nutzer richtet, die zu Hause üben und zu Songs, Jam-Tracks o. ä. spielen wollen. Für den Einsatz in einer Band mit Schlagzeug ist die Box mit ihren beiden 3″-Lautsprechern nicht konzipiert.
Der erste Eindruck
Gleich zu Beginn meines Tests fällt mir das angenehme Gewicht der kleinen Box positiv auf, als ich sie aus ihrem Karton befreie. Einmal ausgepackt, offenbart sich eine stylishe Box mit schwarzer Gummierung und praktischem Tragegriff, die durch eine smoothe Haptik punktet.
Die vier Drehregler auf der Oberseite der Box sind fest angebracht und laufen sauber. Auch der Klinkeneingang sowie die beiden Buchsen für Kopfhörer und ein Aux-Gerät sowie der Druckknopf für die Bluetooth-Funktionalität machen einen wertigen Eindruck.
Dank ihrer kompakten Größe ist die Box zudem sehr leicht zu transportieren. Im Vergleich ist sie gerade einmal so breit wie mein 13″-Laptop und damit wunderbar zum Mitnehmen geeignet. So weit, so simpel, so tadellos verarbeitet – die Box macht insgesamt einen sehr guten ersten Eindruck.
Headrush hat schon einige Tests von uns über sich ergehen lassen, hier sind die wichtigsten im Überblick:
Die wichtigsten Features
Die Headrush FRFR GO ist bestens für Jam-Sessions zu Backingtracks oder Lieblingssongs geeignet. Dafür ist die Box sowohl mit Bluetooth als auch mit einer Aux-Buchse ausgestattet, die es erlaubt, zwei externe Geräte wie z. B. Smartphones und Laptops gleichzeitig zu verbinden.
Mit den Bass- und Treble-Reglern lassen sich zudem schnelle Soundanpassungen direkt an der Box vornehmen, wenn der Raum einmal zu dumpf oder zu schrill klingt. Außerdem kannst du mit dem Kopfhörerausgang auch leise üben, ohne auf Bluetooth oder die Aux-Geräte verzichten zu müssen.
Specs im Überblick
- Bluetooth-Verstärker mit linearem Frequenzgang
- geeignet für Amp-Modeling-Pedale
- Amp Lautstärke zum Üben zu Hause
- Bestückung: 2x 3″ Lautsprecher für akkurate Emulationen von Gitarrenverstärkern und -boxen
- Leistung: 30 W
- 6,35 mm Klinke-Line-Pegel-Eingang für den direkten Anschluss von Amp-Modelern
- Bass- und Höhen-EQ für schnelle Klanganpassungen
- kabelloses Audio-Streaming von jedem Bluetooth-fähigen Gerät
- 3,5 mm Stereoklinken-Aux-Eingang für den Anschluss anderer Audioquellen
- bis zu 13 Stunden Akkulaufzeit über den eingebauten Akku
- tragbares Design mit Tragegriff
- Abmessungen: 32 x 15 x 18,4 cm
- Gewicht: 3,35 kg
Die Headrush FRFR GO im Praxistest
Beim Ausprobieren der Box möchte ich direkt mein Handy verbinden, um zu einigen Songs zu spielen. Die Bluetooth-Verbindung klappt völlig problemlos und super einfach: Einfach 3 Sekunden den Bluetooth-Knopf gedrückt halten – und mein Smartphone ist verbunden.
Beim kleinen Test mit ein paar meiner Lieblingssongs bin ich direkt beeindruckt von der Lautstärke, die die kleine Box liefert. Mit den beiden 3″-Lautsprechern lässt sich problemlos ein Pegel erreichen, der die Nachbarn schnell auf den Plan rufen könnte. Die Maximallautstärke reicht also locker zum Üben und Jammen aus.
Als Nächstes schließe ich meinen Kemper an und lade meine Allzweck-Performance, die alles von kristallklaren Clean-Sounds bis zu High-Gain- und Solo-Sounds abdeckt. Wir arbeiten uns nun von den cleanen zu den verzerrten Sounds.
Clean-Sounds
Hier liefert die Box einen sehr ausgewogenen und runden Sound. Mit dem Bassregler lässt sich zudem ein ordentliches Low-End hineindrehen – praktisch vor allem im Freien, um etwas verlorenen Bass wieder aufzuholen.
Bei beliebten Edge of Breakup-Sounds verleiht die direkte und knackige Ansprache der Box eine sehr gute Transparenz und einen ordentlichen Druck. Wirklich amtlich für zwei 3″-Lautsprecher! Meine Sounds wirken absolut natürlich und so, wie ich sie kenne und liebe.
Reverb, Delay und Effekte:
Auch bei stark effektbeladenen Sounds bleibt die Box transparent, sodass vor allem meine Ambient-Clean-Sounds richtig Spaß machen. Hier matscht nichts und die langen Delay- und Reverb-Fahnen klingen sauber und quasi durchsichtig aus – genau wie es sein soll.
Kommen wir nun zu den Crunch- und Drive-Sounds. Hierfür verwende ich nun den Bridge-Pickup meiner Ibanez TQM 1:
Crunch- und Mid-Gain-Sounds:
Crunch- und Mid-Gain-Sounds bringt die Headrush FRFR GO ebenfalls gut und sauber herüber. Ihre Stärke liegt hier klar bei Powerchord-Riffs mit bissigem Sound und nicht zu viel Verzerrung sowie bei 80s-Rhythm-Sounds mit einem Hauch von Chorus. Auch Drive-Sounds à la Eddie Van Halen meistert die Box problemlos. Bis hierhin ist das Ergebnis wirklich beeindruckend für eine so kleine, batteriebetriebene Box – und ich reize die Lautstärke mit Freude aus.
Drive- und High-Gain Sounds
Beim Wechsel zu stark verzerrten High-Gain- und Lead-Sounds macht sich erstmals eine Limitierung bemerkbar. Bei Sounds mit viel Gain und deutlichem Bassanteil zeigt sich auf den tiefen Saiten ein leicht kratziger Sound in der Membran der Lautsprecher.
Gehe ich jedoch mit dem Master-Volume der Box etwas unter 7, verschwindet das Kratzen wieder. Auch dann liefert die Box noch eine sehr ordentliche Lautstärke, die zum Üben locker ausreicht.
Glücklicherweise lässt sich das Problem im EQ des Modelers leicht beheben: Einfach die störenden Bassfrequenzen etwas absenken – und schon klingt das Ganze wieder aufgeräumt.
In diesen Fällen ist auch der Input-Volume-Regler am Headrush FRFR hilfreich. Je nach Ausgangsgerät kann es sein, dass einzelne Frequenzbereiche bereits unausgewogen am Input der Box ankommen. Durch kleine Anpassungen in Bässen und Mitten sowie eine Absenkung des Input-Volumes konnte ich meine Sounds nochmals verbessern. Die Lautstärke lässt sich anschließend bequem über den Master-Volume-Regler der Full-Range-Box zurückholen.
Alternativen zur Headrush FRFR Go
In diesem Preisbereich tummeln sich zahlreiche Konkurrenzprodukte, hier sei zunächst der Positive Grid Spark 40 BK genannt.
Auch interessant sein dürfte die Harley Benton FRFR-112A, die vor allem mit deutlich mehr Leistung punktet und sich dadurch auch für Proben oder den Live-Einsatz empfiehlt.
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Warum sind FRFR Boxen eigentlich kein Thema für die Verstärkung von Keyboards zu Hause?
@Unimoog Das frage ich mich auch schon lange. Die müssten dann aber zweikanalig sein, damit man das Piano im Raum hören kann und das Leslie nicht mono vor sich hin wabert.
Ich habe jetzt mal einen Marshall Kilburn3 BT Speaker bei der Probe ausprobiert – würde in relativ leiser Umgebung gehen, wenn da nicht die Artefakte wären, die man deutlich wahrnimmt,
@ukm der hier und andere kleine haben halt deutliche bassdefizite.
hab selber presonus Eris 3.5. die haben mehr Bass als man anhand der Größe denkt.
zerren aber trotzdem schnell, wenn der Bass Regler zu hoch eingestellt ist.
vor allem bei 808 und anderen elektronischen Sounds.
deswegen sind die schon reserviert für den Mann meiner Cousine.
Meine Frage war grundsätzlich gestellt. Für die Verstärkung von Keyboards zu Hause – ich meine gerade auch zum Spielen – gibt es die dezidierten Keyboardverstärker (meistens von Roland), Studio Monitore oder Mini PAs. Die erstgenannten sind nicht mein Ding und letztlich Mono, Studio Monitore bieten Stereo,
haben aber i. d. R. höchstens 8 Zoll und sind mit einem echten Rhodes überfordert. Mini PAs rauschen nicht selten. Warum also nicht zwei FRFRs mit einem Stereoeffekt davor? Oder übersehe ich etwas?
@Unimoog Es spricht nichts dagegen. Du kannst das einfach ausprobieren. Der Unterschied zu einer „normalen“ Fullrange Aktivbox ist, dass in der Regel der Hersteller deren Sound formt (durch einen DSP). Eine lineare Box klingt selten gut. Unser Gehör funktioniert nicht linear und ist vor allem für unterschiedliche Pegel nicht linear (Stichwort: Fletcher-Munson-Kurven). Wir nehmen bei geringen bis mittleren Lautstärken Mitten deutlich stärker wahr als Bässe und Höhen. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, werden bei Fullrange-Lautsprechern in der Regel Bässe und Höhen angehoben. Von der Stereoanlage kennst du das auch als Loudness-Taste (die berühmte Badewannen-Kurve hat dort ihren Ursprung).
Eine FRFR-Box macht genau das nicht. Sie gibt das Eingangssignal möglichst unverfälscht wieder. Warum macht sie das? Weil die Anhebung, die die Hersteller von Aktivboxen für PA/Keyboardverstärkung normalerweise im DSP der Box vornehmen, beim Amp-Modeling geschieht (z. B. durch das Modeling einer 4×12″ Box). Doppelt wäre einmal zu viel. Deshalb haben mittlerweile viele PA-Aktivboxen einen FRFR-Modus, damit die Box für Amp-Modeler mit Speaker-Simulation möglichst linear klingt. Für alle anderen Bereiche würde das aber eher flach und uninteressant klingen, deshalb überlässt man das FRFR-Feld lieber den Amp Modelern und nimmt für Keyboards einen PA-Lautsprecher oder Keyboardverstärker mit per DSP an unser Gehör angepasstem Frequenzgang.
@Markus Galla danke! interessant!
@Markus Galla Herzlichen Dank, das war sehr hilfreich.
Tatsächlich kann ich die Rezension 1 zu 1 unterschreiben. Nutze die Box mit meinem Tonex-Pedal, mit ein wenig tweaken klingen die Sounds genau so, wie sie sollen. Die Leistung reicht auch dicke für Jamsessions unterwegs oder für leise Proben mit Edrums usw. Auch als Musikbox tut sie ihren Dienst.