Test: Heavyocity Evolve

18. Februar 2009

Sound & FXs Library

Mit dem Siegeszug der Software-Sampler ist in den vergangenen Jahren auch das Angebot an spezialisierten Sample-Sammlungen geradezu explodiert. Am Anfang wurde bekanntes Sample-Material aus der AKAI-Küche wieder aufgewärmt und serviert. Doch inzwischen gibt es eine nahezu unüberschaubare Zahl an Stil-orientierten Sound-Sammlungen von z.T. unbekannten Software- und Sample-Schmieden. Nicht wenige bieten nur eine einzige Sample-Library an. Durch die Lizenzierung der Native Instruments Software KONTAKT 2 als quasi Standard-Host für Sample-Libraries können sich die Sample-Produzenten auf das Kerngeschäft konzentrieren: die Produktion hochwertiger Sample-Sounds. Für uns User hat dies den Vorteil, dass wir die verschiedensten Libraries immer in der gleichen Host-Umgebung nutzen können und so auch die problemlose Programmierung Library übergreifender Multisounds möglich ist.

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Wo komme ich her

Heute liegt also die brandneue Sample-Sammlung EVOLVE auf dem akustischen Seziertisch. Nach Angabe der DVD-Hülle (mit 2 Scheiben Inhalt) stammt das EVOLVE Sample-Material von den „TV and Videogame Composers of Heavy Metal Music & Sound Design“. Hört sich stark nach USA an. Wer mehr wissen möchte, sollte mal das Internet bemühen. Wir konzentrieren uns auf das akustische Ergebnis der handwerklichen Bemühungen dieser Schwermetallmusik- und Klanggestalter.

Wo gehe ich hin

Das Klangmaterial von EVOLVE präsentiert sich im Gewand des Kontakt2-Players von Native Instruments. In dieser abgespeckten Version des NI-Samplers stehen die Kontakt-eigenen Sounddesign-Parameter nicht zur Verfügung. Stattdessen können Programmierer über sogenannte Skripts ihren Sounds unterschiedliche und speziell auf die Soundkategorien und Samples zugeschnittene Sound- und Modulationsparameter mit auf den Weg geben. Dazu später mehr. Der Vollständigkeit halber muss aber gesagt werden, dass der Kontakt2-Player auch über die umfangreiche Mixing-Einheit des großen Bruders inkl. vier AUX-Effektwege verfügt, Einzelausgänge inklusive.

Das folgende Schaubild vermittelt einen Überblick, wie und nach welchen klanglichen Kriterien das Soundmaterial in EVOLVE geordnet ist. Die Zahlen in den Klammern geben die Anzahl der Presets der jeweiligen Kategorien an. Wir werden uns in diesem Test nur mit der oberen Ebene näher befassen, da sich diese Kategorien bzgl. des Sample-Materials und auch der zur Verfügung stehenden Sound-Parameter unterscheiden.

EVOLVE - Aufbau der Library

EVOLVE – Aufbau der Library

Rhythmic Suites

In diesen Räumen bietet Evolve rhythmisches Material in zwei Varianten an. In der Abteilung Looped Percussives und Looped Tonals finden sich fertig geloopte Samples perkussiver oder melodischer Art. Die Samples sind gemappt und stehen in verschiedenen rhythmischen als auch soundtechnischen Variationen und Bearbeitungen bereit. Viele Loops können auch über eine oder zwei Oktaven tonal gespielt und damit einem Songkontext angepasst werden. Für die Qualität der Tonhöhenanpassung garantiert hier die Kontakt2-Engine.

EVOLVE - Rhythmic Suites

EVOLVE – Rhythmic Suites

Zur weiteren Klangbearbeitung stehen eine FX-Einheit mit Reverb oder Delay sowie eine Kombination aus High- und Low-Pass-Filter zur Verfügung. Hier hat mich der Sound des Reverb-Effekte jedoch enttäuscht. Dies gilt leider auch für alle anderen weiteren Soundkategorien, da hier offensichtlich überall derselbe Hall-Algorithmus zum Einsatz kommt.

Klangbeispiele
Forum

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