ANZEIGE
ANZEIGE

Test: Heritage Audio Herchild 670N, Vari-Mu-Kompressor

Legendärer Sound für budgetbewusste Studios

27. Februar 2026
heritage-audio-herchild-670n

Heritage Audio Herchild 670N, Vari-Mu-Kompressor

Heritage Audio Herchild 670N im AMAZONA.de-Test. Der Herchild ist im wahrsten Sinne ein Schwergewicht, auf der Waage sowie im Geldbeutel. Der originalgetreue Nachbau des legendären Fairchild Vari-Mu Kompressors ist für die meisten Menschen in unserem Business außerhalb des Möglichen. Da haben sich die Entwickler des spanischen Outboard-Spezialisten Heritage Audio ein paar Gedanken gemacht, um das Konzept einer breiteren Zielgruppe erschließen zu können. Herausgekommen ist der Herchild Next Gen Model 670N. Wer erfahren möchte, ob und wenn ja welche Abstriche gemacht wurden und ob der legendäre Vari-Mu-Sound erhalten geblieben ist, sollte unbedingt weiterlesen.

Kurz & knapp

Was ist es? Heritage Audio Herchild 670N, Vari-Mu-Kompressor, moderner und kosteneffizienter Nachbau des legendären Fairchild 670.

  • Klang: Musikalische, artefaktfreie Verdichtung mit typischem Vari-Mu-Charakter und souveräner Transientenkontrolle.
  • Einsatz: Geeignet für Tracking, Mix und Mastering, inklusive Stereo- und M/S-Betrieb.
  • Ausstattung: Sechs Zeitkonstanten, Sidechain-Filter, Dual-Mono-, Stereo- und LAT/VERT-Modus.
  • Technik: Reduziertes Röhren-Design mit geringeren Aussteuerungsreserven als das Original, Clipping bei hohen Pegeln möglich.
  • Preis-Leistung: Deutlich günstiger, leichter und kompakter als die Vorbilder bei voller Punktzahl im Test.
Bewertung

Heritage Audio Herchild Next Gen Model 670N

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutBest BuyNicht bewertet
Bewertung des Autors
Leser
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutBest BuyNicht bewertet
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

ANZEIGE

Heritage Audio Herchild 670N: Gene einer Legende

Wer sich ein bisschen mit Vintage-Studiotechnik beschäftigt, kommt am Fairchild 670 nicht vorbei. Er ist der Urtyp des Röhrenkompressors und bekannt geworden als der Kompressor, den die Beatles neben unzähligen großen Künstlern im Studio verwendet haben.

Erst kürzlich wurde auf der diesjährigen NAMM Show bekanntgegeben, dass es eine originalgetreue und handverdrahtete Neuauflage vom Fairchild 670 geben wird…für stolze 33.000,- Euro. Dagegen ist selbst der ursprüngliche Herchild 670, den Heritage Audio als originalgetreue Reproduktion des Fairchild mit zusätzlichen Features beschreibt, ein ausgemachtes Schnäppchen für schlappe 10.000,- Euro Anschaffungspreis.

Herchild Next Gen Model 670N

Herchild Next Gen Model 670N in der Schrägansicht

Genau aus diesem Grund wurde der Heritage Audio Herchild 670N entwickelt, ein Röhrenkompressor nach dem Vari-Mu-Prinzip mit den Genen des Herchild, aber einem modernen Produktionsansatz, bei dem deutlich Kosten gespart werden können.

So kommen im originalen Herchild neben neun Übertragern nicht weniger als 22 Vakuum-Röhren unterschiedlichster Bauart zum Einsatz, die allesamt von der Rückseite aus getauscht werden können. Im Herchild Next Gen arbeiten dagegen nur vier Vakuum-Röhren und sechs Übertrager.

Auch von der Größe und vom Gewicht her hat die Next Gen-Version einiges abgespeckt und besetzt nun fünf statt sechs Höheneinheiten im Rack. Und sie wiegt nicht mehr 13 kg, sondern nur noch knapp 6 kg.

Herchild Model 670

Der originale Herchild mit seinen 22 von außen zugänglichen Röhren

Eingeflossen in die Entwicklung sind zum großen Teil auch die Erfahrungen, die Heritage Audio mit dem Grandchild im 500er Format gemacht hat. Doch da das 500er Format bei der Stromversorgung und im vorhanden Platz limitiert ist, war es naheliegend, das Konzept ins übliche Rack-Format zu portieren und damit eine neue Kundschaft ins Visier zu nehmen, denen der Herchild zu teuer und das 500er Format zu kompromissbehaftet ist.

Das Vari-Mu Prinzip

Bei einem Vari-Mu Kompressor, wie dem Heritage Audio Herchild 670N aber auch dem Chandler RS660, den ich ebenfalls für Amazona getestet habe, ist das Regelelement die Röhre selbst. Das Eingangssignal wird analysiert und daraus eine Steuerspannung generiert. Diese Steuerspannung verändert die Gittervorspannung der Röhre und damit den Verstärkungsfaktor. Das bedeutet, wenn ein leises Signal anliegt, steigt der Verstärkungsfaktor. Bei einem lauten Signal hingegen sinkt derselbe. Daraus resultiert die Kompression, die typischerweise eine weiche Kennlinie besitzt und für den besonders musikalischen Klang dieses Kompressor-Typs sorgt.

Heritage Audio Herchild 670N

Einblick ins Innere des Heritage Audio Herchild 670N mit seinen 4 NOS Röhren

Das Besondere dabei ist, dass es quasi keine Attack-Zeit gibt. Eine Lautstärkespitze wird bereits in dem Moment abgefangen, in dem sie entsteht, nicht erst danach. So als wäre eine Look-ahead-Funktion integriert, nur ohne Verzögerung. Damit arbeitet der Vari-Mu Kompressor wie ein unsichtbarer Limiter, bei dem es keine harte Schwelle gibt. Stattdessen folgt der Verstärkungsfaktor immer dem Eingangssignal in entgegengesetzter Richtung und stabilisiert damit das Ausgangssignal. Das Signal wird nicht an die Wand gefahren, nur der Widerstand steigt. Darüberhinaus sorgen die Röhrenstufen für eine natürliche Verdichtung des Signals.

ANZEIGE

Im Original-Design verteilt sich die gesamte Bearbeitung auf sehr viele Röhrenstufen und Übertrager. Damit kann der Fairchild und vermutlich auch der Herchild erster Fassung so gut wie nicht in hartes Clipping gebracht werden. Das ist von den Designern auch genau so konzipiert worden, denn der Fairchild wurde als Broadcast-Kompressor entwickelt und alles ist so dimensioniert, dass es nie hart clippt. Das macht den besonderen Charakter von Vari-Mu Kompressoren aus.

Das bearbeitete Signal wird extrem effektiv stabilisiert, Transienten werden im Pegel angeglichen, ohne abgeschnitten zu werden und es entstehen so gut wie keine Kompressions-Artefakte. Deshalb ist dieser Kompressor-Typ auch im Mastering so beliebt. Wer dagegen Effekt-Kompression mit pumpenden Räumen oder knalligen Transienten sucht, sollte sich lieber im Feld der VCA- oder FET-Kompressoren umschauen.

Anschlüsse und Bedienung des Heritage Audio 670N

Herchild Next Gen Model 670N

Rückansicht des Heritage Audio Herchild 670N

Der Heritage Audio 670N besitzt als Anschlüsse XLR-Ein- und Ausgänge. Das Netzteil ist nicht integriert, wird aber sicher über einen verriegelnden, XLR-ähnlichen Multipin-Anschluss mit dem Gerät verbunden.

Heritage Audio Herchild 670N

Frontansicht des Heritage Audio Herchild 670N

Die Bedienelemente sind wie im Original sehr großzügig bemessen. Die Regler sind ziemlich leichtgängig und in halben dB-Schritten gerastert. Die Schalter für den Bypass, die Zeitkonstanten und das Side-Chain-Filter besitzen klar definierte, nicht zu schwergängige Schaltpunkte.

Der Input-Gain fungiert als Abschwächer, der einkommende Pegel kann damit also abgesenkt werden. Der AC-Threshold bestimmt, ab wann und wie stark das Signal komprimiert wird. Je weiter er aufgedreht wird, desto mehr Kompression. Der DC-Threshold verändert den Arbeitspunkt und die Kennlinie der Röhre, was ebenfalls Einfluss auf die Störke der Kompression hat. Je weiter der Regler nach rechts gedreht wird, desto weicher wird die Kennlinie und desto früher wird das Signal komprimiert. Weiter nach links gedreht, lässt sich schon eher so etwas wie hörbare Effekt-Kompression erzeugen, vor allem in Verbindung mit den ersten beiden, kurzen Zeitkonstanten.

Sechs wählbare Zeitkonstanten

Die sechs wählbaren Zeitkonstanten haben alle eine relativ kurze Attack-Zeit von 0,2-0,4 ms. Die Release-Zeit wird mit aufsteigender Schalterstellung immer länger von 0,3 Sekunden bis 25 Sekunden. In den letzten beiden Zeitkonstanten ist die Release-Zeit dual und noch stärker programmabhängig. Für kurze Peaks liegt sie bei nur 0,2 Sekunden, während die Release-Phase für längere Pegelspitzen zwischen 10 und 25 Sekunden betragen kann.

Die sechste Zeitkonstante wird gerne in der Summen-Bearbeitung im Mastering benutzt als Stabilisierer, um den Mix zusammenzuschweißen. Alle genannten Zeiten sind aber nur Richtwerte, denn zum einen besitzt ein Vari-Mu-Kompressor keine echte Attack-Zeit, da er nahezu ohne Verzögerung reagiert und zum anderen hängen die Zeitkonstanten immer vom Eingangssignal ab.

Sidechain Filter im Heritage Audio Herchild 670N

Über das Sidechain-Filter des Heritage Audio Herchild 670N wird nicht das Audiosignal direkt, sondern die Steuerspannung für die Röhre bearbeitet. Hier kann ein Low-Cut bei 80 Hz, 160 Hz und 5 kHz sowie eine Anhebung bei 1 kHz sowie 3 kHz eingestellt werden. Damit lässt sich definieren, wie stark der Kompressor auf bestimmte Frequenzbereiche reagiert.

Setzt man beim Heritage Audio Herchild 670N z. B. einen Low-Cut, wird der Kompressor weniger durch Bassanteile im Signal getriggert. Ganz rechts sitzt der Output-Regler, um die Ausgangslautstärke in einem Bereich von +/-10 dB anzupassen. Beim VU-Meter liegen zwei weitere, versenkte Regler zur Kalibrierung des Nullpunkts und der Symmetrie des VU-Meters. Alle eben beschriebenen Bedienelemente liegen in zweifacher Ausführung vor. Der Herchild Next Gen Model 670N kann nämlich Dual-Mono, Stereo und sogar im MS-Modus betrieben werden. Zur Umschaltung des Betriebsmodus dient der AGC-Schalter.

AGC

IND (Individuell) bedeutet Dual-Mono, also zwei unabhängige Kanäle. LINK bedeutet Stereo-Modus, wobei nur der Detektor-Weg gekoppelt ist. Die Einstellungen müssen auf beiden Kanälen gleich vorgenommen werden.

Eine sinnvolle Erweiterung zum Ur-Fairchild Design ist der M/S-Modus. Er wird von Heritage Audio als LAT VERT bezeichnet (Lateral und Vertikal). Dabei wird ein einkommendes Stereosignal in Mitten- und Seitensignal gewandelt, so dass man separat Einfluss auf die gleichphasigen und gegenphasigen Anteile im Mix nehmen kann, was im Mastering gern gemacht wird. Auch hier kann man entscheiden (LAT VERT LINK), ob der Detektorweg gekoppelt ist oder ob beide Kanäle unabhängig voneinander komprimiert werden sollen.

Heritage Audio Herchild 670N im Praxistest

Die Gene des Herchild Next Generation sind unverkennbar, voll und ganz Vari-Mu-Kompressor. Er komprimiert auf sehr musikalische Weise, ohne Artefakte, ohne Pumpen, souverän und verlässlich. Er kann den Spitzenpegel selbst transientenreicher Signale mühelos konstant halten, ohne die Einklingphase des Signals abzuschneiden oder plattzubügeln.

Herchild Next Gen Model 670N

Der Heritage Audio Herchild 670N im Studio

Was so trivial klingt, ist tatsächlich gar nicht einfach und für alle anderen Kompressor-Arten ohne zusätzlichen Look-ahead nicht möglich. Selbst sehr schnelle VCA-Kompressoren lassen hier und da mal einen kurzen Anschlag durch und sorgen je nach Attack-Zeit sogar dafür, dass der Lautstärkeabstand zwischen Transient und Ausklang größer wird. Nicht so beim Heritage Audio Herchild 670N. Der Peak-Level und die Transienten des eingehenden Signals werden sicher unter Kontrolle gehalten, ohne dass das Material stark komprimiert klingt.

Herchild Next Gen Model 670N

Gleichmäßige Wellenform und Angleichung der Transienten – Heritage Audio Herchild 670N in der Mitte

Das lässt sich in der Wellenform auch optisch sehr gut erkennen. Und es führt dazu, dass man im Mix oder im Mastering mehr Headroom hat und z. B. ein nachgeschalteter Limiter nicht punktuell überlastet wird, weil ein Snare-Schlag durch die Decke geht. In der praktischen Mix- und Mastering-Anwendung ist das ein unschätzbarer Gewinn.

Es gibt auch bereits bei der Aufnahme mehr Sicherheit beim Aussteuern, wenn z. B. ein Sänger direkt mit dem Herchild in der Signalkette aufgenommen wird. Der nachfolgende Wandler kann höher ausgesteuert werden, ohne Clipping befürchten zu müssen. Und der Gesang bleibt dennoch natürlich und artefaktfrei, während man bei VCA- und Optokompressoren schon mehr aufpassen muss, damit nichts kaputt komprimiert wird. Der Herchild klingt stets gutmütig und edel und im besten Sinne musikalisch.

Die Signalkette im Herchild nutzt intern eine Spannung von 250 V. Lediglich die Output-Stage arbeitet mit +-15V. Damit ist der Herchild 670 Next Gen nicht ganz so übersteuerungsfest wie ein Fairchild oder Herchild 670, die beide auch in der Ausgangssufe mit hoher Spannung betrieben werden. Wenn man den Herchild 670 Next Gen also mit zu hohen Pegeln füttert, was bei aktuellen Audiointerfaces mit Ausgangspegeln von bis zu +24 dBu durchaus passieren kann, dann können Pegelspitzen abgeschnitten werden. Das ist mir im Praxistest bei der Bearbeitung einer Schlagzeugspur anhand der Wellenform aufgefallen.

Herchild Next Gen Model 670N

Abgeschnittene Pegelspitzen nach der Bearbeitung – in der Mitte mit Clipping, oben mit -4 dB Input-Gain, unten unbearbeitet

Mit Hilfe eines Testton-Generators lässt sich die Art des Clippings und die Clipping-Schwelle genauer analysieren. Im Analyzer sieht man, dass vor allem k3, k5, k7, k9 und weitere ungeradzahlige Obertöne höherer Ordnung entstehen und das ab einem Pegel von ca. +7dBu. Mit Hilfe des Input-Gains oder durch Herabsetzen des Treshold und damit stärkere Kompression, kann das Clipping wirksam vermieden werden.

Heritage Audio Herchild 670N: Spektrum-Analyse des Signal-Clippings mit 1 kHz Sinuston

Es hat also einen Grund, warum ein originaler Herchild 670 oder ein Fairchild so viel mehr kosten. Der hohe Headroom ist nur mit konstant hoher interner Spannung und dem entsprechenden technischen Aufwand möglich.

Im Normalbetrieb zeigen sich nur leichte Obertöne zweiter und dritter Ordnung, was beides durch die Röhrensättigung erzeugt wird und ein durchaus wünschenswertes und frisches Obertonspektrum mit sich bringt. Rauschen oder anderweitige Störgeräusche sind beim Herchild Next Gen Model 670Nn kein Thema.

Für die Klangbeispiele zum Heritage Audio Herchild 670N habe ich die gleichen Audiospuren benutzt, die ich schon im Testbericht des Manley Elop genutzt habe, Gesang, Bass und Schlagzeug. Somit lassen sich klangliche Quervergleiche anstellen.

Beginnen wir mit der Schlagzeugspur erst unbearbeitet und dann bearbeitet einmal mit gemächlicher und mit schneller Zeitkonstantenvorwahl. Hier zeigt sich, wie gut der Herchild Next Gen Model 670N Transienten unter Kontrolle halten kann, ohne vordergründig nach Kompression zu klingen. Knallige Transienten und pumpende Räume sind prinzipbedingt aber nicht sein Metier.

Als nächstes kommt die Bassgitarre zum Einsatz, bei der die gespielten Noten teils sehr unterschiedlich von der Lautstärke sind. Der Herchild glättet auch hier souverän und unauffällig. Er hilft dabei, dass die Bassgitarre fest im Mix sitzt.

Auch der Gesang wird hörbar nach vorne gebracht und stabilisiert, ohne dass Plosiv- oder S-Laute sich unangenehm in den Vordergrund drängen. Es klingt dadurch intimer und man ist gefühlt näher dran an der Stimme.

ANZEIGE
Klangbeispiele
Fazit

Der Heritage Audio Herchild 670N ist ein moderner Vari-Mu-Kompressor mit dem typischen Klangverhalten, das diese Kompressor-Bauart so beliebt und legendär gemacht hat. Gleichermaßen für Tracking, Mix und Mastering geeignet, ist der Herchild in der Lage, Signale sicher, aber unauffällig zu verdichten, ihnen edlen Glanz und klangliche Fülle zu verleihen. Selbst schnelle Transienten werden prinzipbedingt mit absoluter Sicherheit kontrolliert. Sein Klangverhalten ist dabei stets gutmütig, musikalisch und edel, wofür auch schon seine Vorgänger gepriesen wurden.

Vergleicht man mit seinen vielfach teureren Vorgängern, kann er bauartbedingt nicht die internen Aussteuerungsreserven bieten, ist dafür aber leichter, kleiner und wesentlich günstiger und bekommt deshalb auch die volle Punktzahl.

Plus

  • Klangverhalten typisch Vari-Mu-Kompressor
  • Kompression sehr souverän und gleichzeitig musikalisch
  • optisch und klanglich nah am Original
  • dabei leichter, kleiner und wesentlich kostengünstiger
  • hochwertig verarbeitet und sehr nebengeräuscharm

Minus

  • nicht so übersteuerungsfest wie das Original, Signal-Clipping möglich

Preis

  • 2.999,- Euro
Affiliate Links
Heritage Audio Herchild 670N
Heritage Audio Herchild 670N
Kundenbewertung:
(2)
ANZEIGE
Affiliate Links
Heritage Audio Herchild 670N
Heritage Audio Herchild 670N
Kundenbewertung:
(2)
Über den Autor
Profilbild

r.biernat RED

Musik-Komponist, Multiinstrumentalist,
freiberuflicher Tonmeister (B.A. Recording Arts) und Fotograf, beheimatet auf der schönen Ostseeinsel Rügen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Mixit

    Ich lese Beiträge zu den Fairchild 670 Erben immer wieder gerne. Ich setze, wie viele sicherlich auch, die UAD Software ein.

    Was mich tatsächlich interessieren würde, wäre ein Vergleich zwischen den Heritage Audio Herchild 670 /670N und der UAD 670 Software Variante. Liegt auch der 670N noch einiges von der Software entfernt oder ist diese schon recht nahe?

    Es geht mir dabei nicht darum, eine Bestätigung zu erhalten wie gut doch schon die Software Variante ist, sondern viel mehr darum, wie groß der Unterschied noch ist zwischen Hard- und Software ist.

    Ich vermute, dass das letzte Quäntchen „Sahne“ unerreicht an die Hardware geht. Und genau das würde ich gerne mal auf einer guten Abhöre erleben (hören).

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das Grinsen einsetzt, wenn die Hardware am Zuge ist.

    • Profilbild
      r.biernat RED

      @Mixit Ich habe ziemlich ausgiebig zwischen Plugins und der Hardware verglichen, beim Test des Chandler-Pendants habe ich dazu auch vergleichende Klangbeispiele erstellt. Der UAD Fairchild gefiel mir da nicht so gut. Wie die allermeisten Plugins schafft er es nicht, die Transienten auf einem gleichmäßigen Pegel zu halten. Die Hardware macht das aber. Diesmal habe ich etwas weiter recherchiert und herausgefunden, dass das Vari-Mu Plugin von Pulsar Audio das sehr überzeugend schafft, dabei aber fast schon zu kontrolliert und etwas schlanker im Bass klingt. MJUC von Klanghelm ist ebenfalls gut, hält Pegelspitzen aber auch nicht sicher.
      Hier ein kleiner Tipp: Wenn man vor den Kompressor eine leichte Sättigungsstufe legt, dann reagieren auch Plugins mehr wie die Hardware und halten Transienten besser. Das ist wohl auch das Geheimnis von Pulsar.

      • Profilbild
        Mixit

        @r.biernat Vielen Dank für deine Infos.

        Im Netz gibt es ja einiges zum UAD Fairchild 670/Legacy und andere PlugIns. Wie zu erwarten ist, fallen diese unterschiedlich aus. Tendenziell geht es jedoch etwas in Richtung UAD, daher finde ich deine Angaben hierzu sehr interessant.

        Das mit der Sättigung finde ich spannend, das teste ich mit dem Fabfilter Saturn 2 mal aus. Oder hast Du eine Empfehlung, welches PlugIn hierfür ggf. besser geeignet ist?

        • Profilbild
          r.biernat RED

          @Mixit Saturn kannst du definitiv nehmen, die Sachen von Fabfilter sind ja nicht umsonst Industrie-Standard. Ich benutze das Logic-interne Chroma Glow Plugin, was für meinen Geschmack noch besser und lebendiger klingt. Vor allem der Squeeze-Algorithmus ist auf Drums richtig gut. Von Analog Obsession gibt es mit Razor Clip kostenfrei ein cooles Plugin, wa das auch gut macht und übrigens auch mehrere Vari-Mu Plugins. Mir gefällt momentan die Kombination aus Chroma Glow und Klanghelm MJUC am besten. Davon gibt es übrigens auch eine abgespeckte, kostenfreie Version.

  2. Mehr anzeigen
Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Wir behalten uns die Löschung von Inhalten vor. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die nach unserer Einschätzung gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verletzen oder Diffamierungen, Diskriminierungen, Beleidigungen, Hass, Bedrohungen, politische Inhalte oder Werbung enthalten.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X
ANZEIGE X