Ein Kopfhörerverstärker für alle Kopfhörer
Bei dem neuen Heritage Audio O.H.M Amp handelt es sich um einen Kopfhörerverstärker mit interessanten Features. Neben einem hochwertigen Audiopfad, analogen und digitalen Übertragungsmöglichkeiten, verspricht der spanische Hersteller eine Kompatibilität zu so ziemlich jedem Kopfhörer, dank einer weitreichenden Impedanzanpassung.
Was ist es? Heritage Audio O.H.M Amp, Kopfhörerverstärker mit analoger und digitaler Signalverarbeitung sowie flexibler Impedanzanpassung.
- Klang: Sehr neutral, linear und nebengeräuscharm mit hoher Dynamik und präziser Stereoabbildung.
- Flexibilität: Umfangreiche Impedanzanpassung ermöglicht optimale Nutzung mit nahezu jedem Kopfhörer.
- Ausstattung: Symmetrische und unsymmetrische Anschlüsse sowie Bluetooth mit gängigen Codecs.
- Praxis: Einfache Bedienung, schnelle und bequeme Einbindung von Bluetooth, sofern die Verbindung stabil ist.
- Preis/Leistung: Hochwertige Verarbeitung und vielseitige Einsatzmöglichkeiten, allerdings im gehobenen Preissegment.
Inhaltsverzeichnis
Heritage Audio O.H.M Amp auf den ersten Blick
Der Heritage Audio O.H.M Amp wird in einem schicken Pappkarton mit Magnetverschluss ausgeliefert, neben dem Kopfhörerverstärker beinhaltet er ein externes Netzteil mit den üblichen Länderadaptern. Ein rundes Heritage Audio Mousepad als kleines Werbegeschenk gehört ebenfalls zum Lieferumfang.
Der O.H.M Amp hat ein ein robustes, leicht gewölbtes Gehäuse aus Stahlblech mit 17 cm Breite, 5 cm Höhe und 15 cm Tiefe, wobei er gerade mal 888 g wiegt. Auf der Unterseite sind zwei Gummistreifen als Rutschschutz angebracht, für die Installation auf einem Mikrofonstativ ist zusätzlich ein 5/8 Zoll Gewinde im Boden eingelassen.
Wie bei vielen anderen Produkten nutzt Heritage Audio zur Gestaltung des Frontpaneels, der Taster und Knöpfe den charakteristischen Neve-Look – streng gesehen hat der O.H.M Amp aber technisch und klanglich nichts mit dem legendären Mischpulthersteller gemein.
Über drei weiße Kunststoffdrucktaster lassen sich die Eingangsquellen Bluetooth, Balanced und Unbalanced anwählen, die Lautstärke wird mit dem großen, roten Schürzenregler im Marconi-Stil eingestellt. Ein Adapter für die gängigen Kopfhörerstecker ist nicht notwendig, denn es gibt zwei Ausgänge im 6,3 mm und 3,5 mm Klinkenformat, die allerdings nicht gleichzeitig nutzbar sind. Die Ausgangsimpedanz wird über einen kleinen, blauen Drehschalter geregelt, zur Auswahl stehen LOW, 32, 50, 80, 250 und 600 Ohm.
Auf der Rückseite befinden sich neben dem Anschluss für das Netzteil und dem Ein- und Ausschalter, zwei symmetrische Kombibuchsen von Amphenol für XLR- oder 6,3 mm Klinkenstecker. Unsymmetrische Quellen lassen sich über zwei vergoldete RCA- (Cinch) Eingänge anschließen, eine kleine, angeschraubte Antenne dient wiederum als Empfänger für Bluetooth-Signale. Mittels der Thru-Ausgänge kann das Eingangssignal schließlich noch an einen weiteren Kopfhörerverstärker oder an ein Mischpult geleitet werden. Das ist vor allem praktisch, wenn Audio-Streaming über eine HiFi-Anlage laufen soll.
Technische Details des Heritage Audio O.H.M Amps
In dem Schaltkreis des Heritage Audio O.H.M Amps kommen zum Teil namhafte und hochwertige Komponenten zum Einsatz. Die diskreten Diamantpuffer stammen aus den hauseigenen Monitor-Controllern RAM System 2000 und 5000, für die Ausgangsregelung benutzt Heritage Audio ein „Blue Velvet“ Potentiometer des japanischen Herstellers Alps, während die Operationsverstärker von Burr Brown sind.
Auch für den Bluetooth-Eingang werden Wandler von Burr Brown verwendet, dessen renommierte DACs für ihren detaillierten und „warmen“ Klang bekannt sind.
Um eine möglichst hohe Dynamik, geringe Verzerrungen und Signalstabilität zu erzielen, speist ein 30 V Netzteil den O.H.M Amp, das auch Stör- und Schaltgeräusche aus dem Stromnetz reduziert.
Praxiseinsatz des Heritage Audio O.H.M Amp
Der Aufbau und die Bedienung des O.H.M Amps ist einfach und komplett selbsterklärend. Wenn die Kabelverbindungen bestehen, muss nur der gewünschte Kanal angewählt werden. Anschließend findet der Impedanzabgleich mit den jeweiligen Kopfhörern statt, als grobe Faustregel gilt, dass die Kopfhörerimpedanz acht Mal höher sein sollte als die des Vorverstärkers. Wer es ganz genau wissen möchte, findet online aber auch entsprechende Impedanzrechner, die zusätzlich die Ausgangsspannung oder den Spannungspegel des Preamps berücksichtigen. Durch einen sauberen Abgleich wird letztendlich gewährleistet, dass der Kopfhörer weder unter- noch überbelastet ist, nicht verzerrt und einen sauberen, unverwaschenen Klang liefert.
Auch die Verwendung der Bluetooth-Schnittstelle gestaltet sich bei dem Test unter macOS und iOS äußerst simpel: Am Computer oder Handy muss einfach nur in den Bluetooth- und Audioeinstellungen der O.H.M Amp angewählt werden und schon baut sich die Verbindung auf. Dabei nutzt der O.H.M Amp automatisch das vorgegebene Protokoll des Sendegerätes, sofern es folgenden Codecs entspricht: APTX, APTX LL, AAC, APTX HD und SBC.
Bei Verbindungsfehlern muss der kleine Reset-Knopf neben dem Bluetooth-Button für 10 Sekunden gedrückt werden. Die durchgehende Beleuchtung dieses Knopfes signalisiert grundsätzlich auch, dass Bluetooth verbunden ist. Unerfreulicher Weise blinkt er dauerhaft, wenn kein Anschluss besteht, was je nach Blickwinkel des Anwenders schon irritieren kann.
Natürlich ist die Liste der möglichen Störfaktoren bei einer Verbindung über Bluetooth immer lang und reicht von Frequenzüberschneidungen mit anderen Geräten, über physische Hindernisse (in den meisten Fällen Stahlbeton) bis hin zu einer zu hohen Gerätedichte. Auch bei diesem Test konnten zwischenzeitig leichte Rauschartefakte im Klang sowie eine große Latenz zwischen dem Abspielgerät und der Wiedergabe wahrgenommen werden. Wohlgemerkt, das Problem trat nur temporär auf und ist erfahrungsgemäß bei den zuvor genannten Problemen zu suchen.
Wer wirklich ein störungsfreies, audiophiles Erlebnis haben will, sollte grundsätzlich immer den Kabelweg nutzen.
Klang
Für diesen Test kamen sehr unterschiedliche Kopfhörer zum Einsatz, unter anderem ein Beyerdynamic T5, ein AKG K601, ein Sennheiser HD 25-1 und zwei Beyerdynamic DT100, einer mit 400 Ω und der andere mit 2 kΩ.
Bei allen Kopfhörern überzeugt der O.H.M Amp mit einem edlen Klangbild, das absolut nebengeräuscharm, linear und ungefärbt ist. Das Signal hat eine hohe Stabilität und natürliche Dynamik, egal ob bei niedriger oder hoher Lautstärke.
Der Bassbereich klingt sauber und klar definiert, außerdem lassen sich in keiner Weise Verzerrungen wahrnehmen. Insbesondere die Mitten wirken sehr aufgeräumt und transparent, gerade bei wohlbekannten Referenz-Tracks beeindrucken sie mit einer nüchternen Objektivität, was besonders bei dem begrenzten Frequenzspektrum der DT100 auffällt. Auch die hohen Frequenzen sind sehr neutral, differenziert und haben dabei einen angenehmen offenen und luftigen Charakter.
Im Vergleich zu einem Lake People G93 oder dem Kopfhörerverstärker eines SPL MTC treten die Transienten des O.H.M Amps ein klein bisschen ausgeprägter hervor, wobei es sich allerdings um keinen plakativ wahrnehmbaren Unterschied handelt.
Äußerst aufgeräumt erscheint schließlich auch das Stereo-Panorama, in dem sich Instrumente sehr genau orten lassen. Auch Hall-, Raum- und Echosignale werden natürlich und präzise wiedergegeben.








































Diese Produktkategorie scheint mir ein bisschen Lösung sucht Problem zu sein.
ein 500€ Verstärker für zu leise Kopfhörer?!?
wer lötet das ding zusammen? der audiopapst im Mondschein?
Ein Dimmparameter für die Bluetooth Leuchte mit minimalster Einstellung = 0,00 wäre vielleicht ganz sinnvoll gewesen. Ist ja auch mit 549€ kein superbilliger Verstärker. Ansonsten hilft nur ein Edding und „pfusch“ (darüber malen). Ansonsten gefällt mir gut was man liest. Aber bevor ich so einen kaufe würden mich weniger die Differenzen zwischen den Verstärker-Modellen interessieren, sondern tatsächlich der Unterschied zwischen dem Interface oder Mischpult, und dann der ganze Spaß mit den Audio O.H.M Amp. Meine Kopfhörer sind hochwertig, aber bislang am normalen Focusrite angeschlossen. Der Mehrwert würde mich extrem interessieren. Wenn dieser deutlich ist, wäre ich auch bereit die 549€ auszugeben. Das der Audio O.H.M Amp eine Einstellung hat für die passende Ohm, gefällt mir sehr! Das zeigt eine gewisse hohe Qualitätsstufe meiner Ansicht nach.
@Filterpad audiophiles Schlangenöl für den headphonesound
macht im grunde gar nix bis auf die zum Kopfhörer passende ohmzahl. man kann aber sicher lange ich höre was was du nicht hörst spielen 🤗😉
da kauf ich doch lieber einen Instrumenten preamp, den höre nicht nur ich.
@Filterpad zu dem Vergleich kann ich nur mein Fazit von vor 15 Jahren beitragen. RME Soundkarte gegen verschiedene Kopfhörerverstärker war dieses Soundkarte immer besser. Kein Rauschen und sauberer Klang. Selbst bei meinen Denon DJ Controllern sind die Kopfhörerverstärker völlig störungsfrei konstruiert. Da habe ich wohl auch Glück gehabt, denn bei anderen DJ’s habe ich auch Geräte mit eingebauten Niagarafällen gehört.
Schließe mich da meinem Vorredner an. Der Preis ist schon ziemlich heftig. Sinnvoll sicherlich, wenn man viele verschiedene Kopfhörer nutzen möchte.
Ansonsten müsste das schon ein ordentlichen Mehrwert haben. Auch wenn ich die Idee an sich schon ganz toll finde und mich eigentlich frage, warum das bei Kopfhörer-Verstärkern nicht ohnehin schon Standard ist.
Ich hatte mal einen von Presonus, den ich aber irgendwann wieder aus dem Setup genommen habe, weil die vorhandenen Anschlüsse eigentlich auch ausreichen.
Aber ich glaube wenn man Kopfhörer über 1000 Euro hat, dann ist das schon eine Überlegung wert. Mich würde ja auch mal interessieren, ob man den Unterschied zwischen einen 200 Euro und einem 2000 Euro Kopfhörer wirklich so hört, dass es den Preis rechtfertig?
@Andreas was man will ist ja am ende das der kopfhörermix nicht seltsam auf großen boxen klingt.
dafür reichen 100€ Sonys. ;)
(mdr 7506)
empfohlen von Skywalker Sound ™, David Lynch und Andrew Scheps.
Man kann aber auch viel Geld für Dinge die man nicht braucht ausgeben, wenn man will.
@Andreas Ich nutze viele verschiedene Kopfhörer und könnte mit dem Teil nichts anfangen, denn ich will nicht immer umstecken müssen, was auch nicht gerade die Lebensdauer der Buchse verlängert. Viele Kopfhörer, viele Anschlüsse. So ein Einkanäler ist nichts für mich.
Eine Anmerkung zum Preis: In einem größeren Studio dürfte der Gesamtpreis des installierten Equipments locker im sechsstelligen Bereich liegen, da sind 500 Euro eher ein „Mitnahmepreis“ – das kaufst Du, weil darüber zu diskutieren teurer wäre. Und wenn es Dir beim Mischen auch nur ein kleines bisschen hilft, dann hat es sich schon gelohnt.
In meiner heimischen Musikecke hingegen wäre der eher Overkill.
Danke für den Test. An der Preisdiskussion möchte ich mich nicht beteiligen da jeder selber entscheiden kann ob er so viel Geld für einen Kopfhörerverstärker ausgeben möchte. Leider gibt es wenig technische Daten zu solchen Geräten aber viel Marketingsprache.
Nur mal so: Ich hatte ein Motu M4 mit Neumann NDH30 Kopfhörern.
Dann gab es den SPL Phonitor 2 zum Ausverkaufspreis. Ich habe ihn dann mal kommen lassen. Ich war neugierig was meine Ohren dazu sagen werden.
Diese waren für mich überraschend sehr begeistert, insbesondere die Dynamik im Bassbereich und die Transparenz allgemein waren dem M4 deutlich überlegen. Daher steht er auch heute noch hier.
Ich wollte dann meine Begeisterung mit einem guten Freund teilen. Dieser hörte sich beide Geräte an und konnte keinen Unterschied wahrnehmen.
Tja, so ist das, für den Einen ist ein technisch aufwändiger Kopfhörerverstärker reines Schlangenöl, für den Anderen eine Offenbarung. Beides ist OK. Daher als Tipp: selber testen.
Vielleicht sollte man der Preisdiskussion hinzufügen, dass wir uns hier in der Einstiegsklasse der Studiokopfhörerverstärker befinden. Die in Studios sehr verbreiteten Modelle liegen alle um die 2000€ aufwärts.
Hört man das? Ja, wenn man tatsächlich kritisch hören kann und muss – vor allem über längere Zeit. Einen Wechsel zwischen sehr günstigen Modellen hört man kaum. Einen Wechsel zwischen einem günstigen und teuren Modell schon eher. Einen Wechsel zwischen einem sehr günstigen und einem sehr teuren Modell hört jeder (hoffentlich).
Eine Impedanzanpassung ist vor allem dann sinnvoll, wenn man den Klang eines Mixes oder Masters auf mehreren verschiedenen Kopfhörern vergleichen will. Schließlich gaukelt Lautstärke immer einen besseren Klang vor. So kann man durch die Impedanzanpassung die gröbsten Unterschiede ausgleichen.
Mixen über Kopfhörer wird immer wichtiger, da die meiste Musik heutzutage so konsumiert wird. In diesem Zuge fällt ein Minuspunkt auf, der nicht erwähnt wurde: es gibt keine Möglichkeit, einen Bluetooth Kopfhörer parallel anzuschließen, um diesen im identischen Signalweg zu haben. Die meistgenutzten Kopfhörer sind In-Ear-Hörer mit Bluetooth. Hier sollte es immer die Möglichkeit geben, schnell von einem guten Studiokopfhörer auf z. B. Apple Air Pods zu wechseln, ohne dass ich mein Audio-Interface umgehen und meine DAW auf das System umschalten muss, um diese mit dem Mac zu verbinden.
@Markus Galla Welche Kosten 2000€ aufwärts?
@Filterpad Hier die „Billigheimer“:
https://www.thomann.de/de/kopfhoererverstaerker.html?oa=prd&gk=STHPKP&sp=solr_improved&cme=true&filter=true
Und dann gibt es natürlich noch die besonderen Modelle (also nicht beim Discounter), bei Neumond mit dem Schamhaar einer Jungfrau zusammengefügt … „Wer nach dem Preis fragt, kann es sich nicht leisten“
@Filterpad Der weit verbreitete SPL Phonitor 3 kostet schon 1.8k, die diversen Versionen davon noch deutlich mehr.
@Markus Galla wenn ich klang des kopfhörerverstärkers aufblase höre ich nicht mehr was alle anderen hören werden;
so belügt man sich schön selbst ;)
bei mir zuhause hat das ganz anders geklungen version 2.0 🤭
@plumperquatsch Genau DARUM geht es eben nicht.
Vielleicht hast du dich mal mit Beschallungstechnik auseinandergesetzt. Es gab da früher mal so eine Sache, die nannte sich Endstufe und wurde für den Betrieb passiver Lautsprecherboxen benötigt. Schon damals stellten Tontechniker mit Erstaunen fest, dass Endstufen mit identischen Leistungsdaten ganz unterschiedlich geklungen haben. Mit einigen Endstufen hatte die Musikwiedergabe knackige Transienten, druckvolle Bässe und sauber Höhen, mit anderen klang es verwaschen und lahm.
Ein Kopfhörerverstärker ist nichts anderes als eine Endstufe, die mit dem Kopfhörer (= zwei kleine Lautsprecher) interagiert. Sie entscheidet zusammen mit dem Kopfhörer maßgeblich darüber, wie es am Ende klingen wird.
So wie eine sehr gute PA-Endstufe ordentlich Geld kostet, ist das auch bei Kopfhörerverstärkern, wobei bei Kopfhörerverstärkern allerdings die Preise deutlich überzogen sind, vergleicht man das mit PA-Endstufen. Aber Preise orientieren sich nun einmal immer an dem, was die Anwender bereit sind, dafür auszugeben.
Bei den PA-Endstufen sind die Hersteller durch die aktiven Lautsprechersysteme ordentlich unter Druck geraten, was die Preise nach unten korrigiert hat. Ich hatte früher eine gute QSC-Endstufe und eine Crown-Endstufe (letztere besitze ich immer noch). Die Crown-Endstufe klang mit Subwoofern deutlich besser als die QSC-Endstufe. Beide waren damals sehr teuer, heute bekommt man sie zum Taschengeldpreis. Bei Kopfhörerverstärkern hat diese Entwicklung noch nicht eingesetzt. Platzhirsch SPL gibt hier den Ton mit dem SPL Phonitor an.
Hinzu kommt, dass die teuren Kopfhörerverstärker auch von der graswachsenhörenden Hi-Fi-Gemeinde gekauft werden, die ihre Lautsprecherkabel über kleine Plastikbrücken erdentkoppelt und glaubt, dass der 10.000 Euro teure Plattenspieler über den 20.000 Euro teuren Röhrenverstärker bessere Audiowerte hätte als der CD-Player für 200€ über einen Transistorverstärker für 500€. Aber lassen wir das Thema besser.
Zusammengefasst: Es gibt schon deutliche und hörbare Unterschiede zwischen einem billigen und einem besseren, teureren Kopfhörerverstärker. Das bedeutet aber nicht, dass letzterer 2000 Euro kosten muss…
@Markus Galla „Mit einigen Endstufen hatte die Musikwiedergabe knackige Transienten, druckvolle Bässe und sauber Höhen, mit anderen klang es verwaschen und lahm.“
Hihi
und auf welcher version der wiedergabe möchtest du dich jetzt verlassen? ;)
dem output von deinem laptop oder der gepimpten version? 🤗
ich würde das laptop nehmen. ;)
In diesem Preisbereich ist es auch nicht mehr weit zu Produkten aus dem Hause RME,
die bei angemessenen (und noch akzeptablen) Preisen ein überragendes Feature-Set bieten.
Beim Konverter-Shootout (Vergleich AD-Wandlung) auf YouTube (von Einstmann) spielte damals ein ADI-2 Pro FS auf Augenhöhe mit einem reinen AD-Wandler von Lavry und dem AD/DA-Wandler von HEDD, die den rund dreifachen Preis hatten.
Momentan sind die Produkte ausverkauft und es wird lt. RME-Forum eine Neuauflage der Referenzwandler erwartet. Die Einstiegsgeräte (gleiche Qualität, nur reduzierte I/O) sind hoffentlich wieder im Bereich 1000 € zu haben.
Das ist für mich der Sweetspot aus Qualität, Features, und Preis, da gibt es nichts Vergleichbares von anderen Herstellern und zusätzlich die RME-typische (sehr!) lange Firmware-/Software-Wartung obendrein. Da dies noch ein durchaus erschwinglicher Preis ist, ist man hier, denke ich, besser aufgehoben als bei anderen Geräten, die auch schon viel kosten, aber im Gegensatz dazu wirklich nicht viel zu bieten haben.
Selbst ein Urgestein wie Bob Katz, der mit der Crème de la Crème von Geräten ausgestattet ist, ist von den Geräten begeistert, wie im RME User Forum zu lesen ist. Ich bin schon sehr neugierig auf die neuen Geräte.
Irgendwie sieht dieser KHV doch etwas leicht bastellmäßig aus.
Materialwert so um die 80 Öcken.
Ich bin inzwischen was KHV und ihre angebliche klangliche Überlegenheit betrifft, doch ziemlich desillusioniert !
In meinem Arsenal habe ich derzeit 43 KH von Koss Porta Pro bis zu HiFiman und Ollo.
Auch an KHV mangelt es mir nicht. Von ART über Behringer, ifi, Fiio bis zu Lake People und SPL lungert bei mir alles Mögliche herum. Die erhoffte und oftmals beschriebene klangliche Offenbarung hat sich bis dato bei mir leider nicht eingestellt. Auch nicht mit dem Sennheiser HDV 820 den ich letztens gehört habe. Auch scheinen mir alle diese KHV ohne voll reingedrehtem Pre-Gain +12/+18dB ziemlich unbrauchbar zu sein, da viel zu leise. Selbst mit einem Sony MDR 7506 !
Ich weiß nicht, ob ich nochmal in einen KHV investieren soll.
Für Diejenigen aber die eine Korrelation von Preis und Qualität hören wollen, empfehle ich den großen Röhren-KHV von Audio Technica für 100.000 €. In Worten : Einhunderttausend Euro.
Dieser offenbar eine Konstruktion vom Planeten Krypton !😁😅
@SoundForger2000 100 Tausend ist eine schöne runde Zahl, da ist nichts zu meckern.
@SoundForger2000 Bei so vielen Geräten (KH und KHV) würde ich mich auf die Suche nach einem wirklich überzeugenden Gerät machen und das Set-up konsolidieren.
Ich bin einen anderen Weg gegangen und habe mich ab einem bestimmten Punkt (Kauf des ADI-2 Pro Referenzwandlers in 2016) nur noch für erstklassige KH im Preisbereich bis 2500 € interessiert, vorzugsweise Planarkopfhörer.
Dazu habe ich diverse Audeze Modelle, AKG, Beyerdynamic, Sennheiser
getestet und die Wahl fiel eindeutig auf den Audeze LCD-3 (offener Planar KH). Später gabs ein Upgrade auf ADI-2 Pro FS R BE und es gesellte sich ein DCA Aeon 2 Closed-back (offener Planar KH) für Aufnahmen dazu.
Mit den Kopfhörern bin ich sehr zufrieden, und aufgrund der Vergleiche mit anderen KH Modellen ab 500 € habe ich auch die Gewissheit, eine gute Wahl getroffen zu haben.
Lieber weniger und dafür wertiger, aber ohne dabei unnötig Geld zu verbrennen.
@SoundForger2000 Vielen Dank für den authentischen Einblick zum Thema KHV. Praxiserfahrung mit verschiedenen Geräten ist eben doch was anderes als meine überwiegend theoretischen Kommentare. So muss das sein!
@tubeheat Ich habe durchaus schon alle Kopfhörerklassen bis hin zu Sennheiser ORPHEUS und HE 1 (geht’s noch teurer ?) gehört, bin aber zu dem Ergebnis gekommen, daß die 4-5 stelligen Modelle ein absolut miserables Preisleistungsverhältnis besitzen, für das ich nicht bereit bin, die exorbitanten Mehrkosten zu bezahlen. Zumal eindrucksvoller und subjektiv besser zu klingen ja nicht heißt, auch näher an der Realität dran zu sein.
Ich habe letztens mein Standard-Setup Ollo X1 und Beyer DT990Pro X an Lake People G 108 und SPL Phonitor 2 vs. Sennheiser HD 800/820 an HDV 820 verglichen. Ich habe mit letzterem nichts gehört was ich mit meinem „Billigkram“ Ollo X1 und G108 / Phonitor 2 nicht auch, das aber zu einem deutlich geringeren Preis gehört hätte !
Imho korreliert der klangliche Mehrwert eines KH für 2000-10.000 € für mich kaum mehr mit dem Preis.
Ich gebe aber zu, daß mir der Gedanke an einen sauteuren Hörer als reiner Genußhörer, also im Sinne von HiFi, ohne wirklichen Bezug zur audiotechnischen Arbeit, durchaus immer mal wieder kommt. 😁
Doof wie ich bin, habe ich vergessen direkt die Antwortfunktion zu benützen. Sorry.
@SoundForger2000 Ich wollte eher auf Folgendes hinaus. Du erwähntest, 40 KH zu haben.
Bei einem angenommenen Durchschnittspreis von 200 € sind das bereits 8000 €.
Ich habe einige Produkte im Bereich 200-800 € getestet, die fand ich aber allesamt eher enttäuschend.
Im Bereich zwischen rund 1000-2400 € gibt es m.E. viele tolle Produkte bei den Planar-Kopfhörern, die mit hauchdünner Folie und starken Neodym-Magneten einen sauberen Klang erzeugen.
Ich denke, wenn man einmal seinen KH gefunden hat, dann braucht man eigentlich nur noch 2 Kategorien abzudecken: 1. offen für besten Klang und 2. geschlossen, für Aufnahmen.
Mein persönliches Fazit: es macht durchaus Sinn, auch mal den etwas teureren (nicht unbedingt super teuren) Produkten eine Chance zu geben, um vielleicht auch etwas zu finden, was die „ewige Suche“ nach einem hervorragenden Kopfhörer beendet.
Ich bin mit meiner letzten Wahl so zufrieden, dass ich mich nun anderen Themen zuwenden kann. Das hat auch gewisse Vorteile.