Test: HK-Audio, Lucas Nano 300, Mini-PA

28. Dezember 2012

PA für Schlümpfe?

Leicht! Diesmal war es genau umgekehrt im Vergleich zu einer kürzlich von mir getesteten Endstufe, welche mich beim Auspacken aufgrund ihres hohen Gewichtes doch etwas außer Puste brachte. Ganz anders hier, wo man beim Anheben des schwarzen Beinahe-Würfels ersteinmal glaubt, die Saarländer hätten versehentlich nur ein leeres Gehäuse in den Karton gepackt.

Äußere und innere Werte

Etwas ungläubig habe ich schon aus dem Hemd geglotzt, als die neueste Schöpfung aus St. Wendel dem Karton entschlüpfte. Ein schicker, würfelähnlicher Korpus mit zwei Griffen stand da also nun vor mir und wollte gecheckt werden. So auf den ersten Blick könnte die Nano 300 ohne weiteres als modernes Kunstobjekt durchgehen; dass es sich um eine Mini-PA handelt, erschließt sich erst auf den zweiten Blick. 

Designobjekt aus dem Saarland

Designobjekt aus dem Saarland

Zwischen den beiden (äußerst großzügig bemessenen) Tragegriffen liegen die beiden Satelliten in einer Mulde und werden durch zwei Verriegelungen fest an das Gehäuse geklemmt. Das ist eine clevere und optisch ansprechende Lösung. 

Integrierter Platz für die Satelliten

Integrierter Platz für die Satelliten

Auf der Oberseite befinden sich alle Ein- und Ausgänge sowie diverse Regler zum Pegeln. Im Detail handelt es sich um eine 3-kanalige Mischeinheit, an der ein Mikrofon, eine E-Gitarre (oder E-Bass) sowie ein weiteres Linesignal angeschlossen werden kann. Der Mikrofon- und Instrumenteneingang ist umschaltbar, so dass hier auch Linesignale wie z.B. von einem Synthesizer angeschlossen werden können. 

Kleine Mischeinheit

Kleine Mischeinheit

Kanal 2 und 3 sind zudem in Stereo ausgeführt, so dass man auch ein Stereo-Keyboard plus CD-Player zusätzlich zum Mikrofon anschließen kann. Kanal 3 besitzt sowohl Cinch- als auch einen Miniklinken-Eingang, hier können außer einem HiFi-Zuspieler auch MP3-Player oder Notebook  angeschlossen werden. Kanal 1 und 2 sind mit XLR-Combobuchsen ausgestattet, welche sogar verriegeln. Das alles ist extrem übersichtlich aufgebaut und weitestgehend selbsterklärend, so dass auch ein absoluter Anfänger hier kaum Probleme haben dürfte. Über einen schaltbaren Stereoausgang lässt sich entweder nur Kanal 2 abgreifen oder aber die gesamte Mischsektion für Aufnahmezwecke. Auf der Rückseite finden sich schlussendlich noch die beiden Klinkenbuchsen für die Lautsprecherkabel der beiden Satelliten.

Rückseite

Rückseite

Die Verstärkerblöcke liefern dem Subwoofer 160 Watt an die Membran, die beiden Satelliten werden mit jeweils 35 Watt befeuert. Die Satelliten können über eine Verbindung auf der Oberseite des Subs auch ohne Klinkenkabel und Distanzstange direkt betrieben werden.

Direktanschluss für die Satelliten

Direktanschluss für die Satelliten

Forum
  1. Profilbild
    LOSCHI von Querschlach

    Ein tolles Teil. – Ich selber benutze seit Jehren eine HK-Entertainerund bin sehr zufrieden. Wenn die Anlage zusätzlich zur einfachen Klangregelung noch ein kleines FX-Gerät, einen zweikanaligen Funkempfänger (Kopfbügelmikro und Gitarre) hätte und einen Playbackspieler (z.B. mp3) mit Fernbedienung, wäre das für viele Solokünstler der Hammer.
    Ich kenne kein Gerät das so etwas bietet. Wisst Ihr vieleicht mehr und könnt mir so eine Anlage empfehöen? – Mit freundlichen Grüssen

    Uwe Lohschedler

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Griass Di Uwe,

      so etwas kenne ich jetzt auch nicht.
      Vielleicht ihr da draussen?
      Irgendwas diesbezüglich bekannt?

      Musikalische Grüße

      Onkel Sigi

  2. Profilbild
    zeitlos  

    >>“Auch besitzt die Nano 300 diesen gewissen „Familienklang“ der HK Audio Lautsprecher ..“<< IMO leider nicht ! In meinen Ohren klingen die "großen" Lucas nach einer "großen PA in klein". Die Nano klingt dagegen - wie im Test beschrieben - neutral oder sogar Hifi-mäßig. Der Sound erinnert mich stark an die bei Straßenkünstler sehr beliebte JVC BoomBlaster, die ja wahrlich nicht schlecht sind und wohl auch eine ähnliche Technik aufweisen ( Bass wird durch extra Verstärker dazugegeben). Manchmal denke ich, die Nano könnte mehr Mitten haben. Aber ich bin letztendlich gut zufrieden: laut, druckvoll, gut und pfiffig verarbeitet, gut klingend, leicht und gut zu transportieren. In den letzten 3 Monaten live gerne benutzt...

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Griass Di zeitlos,

      die Mitten konnte ich mit den „Contour“-Reglern sehr zu meiner Zufriedenheit herausarbeiten. Und den dicken Bassanteil, den ich ja als etwas plakativ beschrieb, habe ich durch deutliches herunterfahren des Subs in ein passendes Maß gebracht.

      Musikalische Grüße

      Onkel Sigi

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